Ältere Blogs

Weitere Blogs finden Sie auch unter Wissen - Begreifen - Handeln

Guten morgen, Welt!

Eine Umfrage zum Konsumverhalten will ein wenig Klarheit verschaffen.

 

Geht es Ihnen auch manchmal so, dass Sie aufwachen und es kaum fassen können, dass heute schon heute ist, und nicht  vorgestern oder gar letztes Jahr? Es passiert so Vieles auf einmal; das Lebensgefühl verschiebt sich gerade unglaublich schnell und so drastisch; was einen vor einigen Jahren tief getroffen hat, ist heute eine blasse Erinnerung; was vor zwei Monaten normal war, ist heute unvorstellbar; und was heute "normal" ist, wird hoffentlich schon nächstes Jahr unvorstellbar sein.

 

Wir leben in einer ungewissen, unsicheren Zeit; gleichzeitig erleben viele eine Zeit von Ruhe und Erholung, von Fokussierung auf Wesentliches. Es ist also auch eine Zeit der extremen Ungleichhheit. Menschen kämpfen ums Überleben - gesundheitlich und  finanziell; andere haben die Möglichkeit, sich genüsslich der Gartenarbeit oder andere Dingen zu widmen. Insgesamt erscheint Vieles verquer in unserer Welt.

 

Die Corona-zeit hat auch einiges Positive: Sie hat  vielen bewusst gemacht, was wirklich wesentlich ist und dass wir mit viel weniger glücklich sein können. "Viel weniger" - das ist auch dringend notwendig, um ein weiteres Überschreiten von klimatischen Kipp-Punkten zu vermeiden. Der Klimawandel hat nicht Corona - er schreitet unbeirrt voran. Und es ist dringend notwendig, dass wir lernen, mit viel weniger gut zurecht zu kommen.

 

Wie hat sich bei das Konsumverhalten verändert? Haben die Menschen aus dieser Krise gelernt, mit weniger Konsum glücklicher zu sein? Das ist eine spannende Frage, die wir gerade über eine Umfrage untersuchen. Erste Ergebnisse sind sehr interessant und zeigen unsere gespaltene, unklare Einstellung zum Klimawandel. Zum einen stimmen bisher 80% dieser Aussage zu: "Effektiver Klimaschutz schränkt uns viel weniger ein als die Coronakrise. Denn auch wenn wir effektiv das Klima schützten (z.B. durch Maßnahmen zu weniger Auto- und Flugverkehr, weniger Konsum, weniger Energieverbrauch,..), können wir weiterhin Freunde treffen, wandern gehen, Kultur geniessen und vieles mehr. Aber wenn wir nicht sofort effektiv handeln, dann wird der Klimawandel noch weit elementarere Dinge zerstören als die Coronakrise - und zwar langfristig, nicht nur für ein paar Monate. Dazu gehören Frieden, Gesundheit, Ernährung, stabile Ökosysteme, sichere Wasserversorgung und vieles mehr." Gleichzeitig wissen 57% der TeilnehmerInnen nicht, ob sie ihr Kosumverhalten durch die Erfahrungen in der Coronakrise langfristig ändern werden. Einige weitere Ergebnisse deuten sich schon an. Aber um eine klare Aussage treffen zu können benötigen wir noch weitere TeilnehmerInnen.

 

Machen Sie mit und helfen Sie, ein wenig Klarheit zu schaffen - zumindest in der Frage zu unserem Konsumverhalten. Danke für Ihre Teilnahme! Die Umfrage zum Konsumverhalten zur Zeit von Corona finden Sie hier: https://www.surveymonkey.de/r/N5F267B

0 Kommentare

Die Welt nach Corona - eine Zukunftsvision

Seeholz, März 2020. Foto: Maiken Winter
Seeholz, März 2020. Foto: Maiken Winter

Was für ein wunderschöner, positiver Text vom Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx, www.horx.com und www.zukunftsinstitut.de

 

Ich werde derzeit oft gefragt, wann Corona denn „vorbei sein wird”, und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Meine Antwort: Niemals. Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt.

 

Die Welt as we know it löst sich gerade auf. Aber dahinter fügt sich eine neue Welt zusammen, deren Formung wir zumindest erahnen können. Dafür möchte ich Ihnen eine Übung anbieten, mit der wir in Visionsprozessen bei Unternehmen gute Erfahrungen gemacht haben. Wir nennen sie die RE-Gnose. Im Gegensatz zur PRO-Gnose schauen wir mit dieser Technik nicht »in die Zukunft«. Sondern von der Zukunft aus ZURÜCK ins Heute. Klingt verrückt? Versuchen wir es einmal:

 

Die Re-Gnose: Unsere Welt im Herbst 2020

Stellen wir uns eine Situation im Herbst vor, sagen wir im September 2020. Wir sitzen in einem Straßencafe in einer Großstadt. Es ist warm, und auf der Strasse bewegen sich wieder Menschen. Bewegen sie sich anders? Ist alles so wie früher? Schmeckt der Wein, der Cocktail, der Kaffee, wieder wie früher? Wie damals vor Corona? Oder sogar besser? Worüber werden wir uns rückblickend wundern?

 

mehr lesen 2 Kommentare

Die Zeit drinnen gut überstehen...

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich hoffe, es geht euch allen gut, und ihr habt etwas Muße, die frei gewordene Zeit auch etwas zu genießen - Zeit zu haben, mal den Stress loszuwerden, entrümpeln, lesen, Musik machen. Manchen werden die Abendveranstaltungen abgehen. Daher hier ein paar Links zu kulturellen Veranstaltungen und anderen Dingen. Viel Freude beim "Ausgehen" (vielleicht auch virtuell mit Freunden) und bleibt gesund! Bitte gerne die Liste in der Kommentarzeile ergänzen! Wir bauen eure Vorschläge dann mit ein. Danke!

mehr lesen 0 Kommentare

Der überforderte Mensch

Dr. Andreas Meißner
Dr. Andreas Meißner

Warum wir in der Ökokrise (bisher) scheitern

 Vortrag von Dr. Andreas Meißner, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie vom 10. März 2020 in der Himmelfahrtskirche München-Sendling

 

Eine kleine Frage zu Beginn: Glauben Sie, unsere Kultur wird sich freiwillig zu einer nachhaltigen Lebensweise bekehren? Vielleicht regt sich leise Skepsis an dieser Stelle – zu Recht, wie wir noch sehen werden.

 

Wir wissen und sehen, was schief geht. Die Temperaturen und der CO2-Gehalt der Atmosphäre steigen weiter. Flugreisen, Übernutzung schwindender Böden sowie Überfischung und Plastik in den Meeren werden weiter zunehmen, die Artenvielfalt dafür weiter abnehmen. Und das trotz aller Konferenzen, Beschlüsse und Tagungen, die es zu all dem schon gegeben hat. Allein seit der Umweltkonferenz in Rio 1992 ist der jährliche CO2-Ausstoß weltweit um zwei Drittel gestiegen, von 22 auf 37 Gigatonnen jährlich.

 

Das Gute ist: immer mehr Menschen erkennen, dass etwas getan werden muss, und setzen sich dafür ein, in vielen Initiativen, oder auf Demonstrationen. Greta Thunberg und die Friday-for-future-Bewegung stoßen auf große Resonanz. Das Kritische aber ist, dass schnell etwas getan werden müsste, und das weltweit. In Deutschland wurde zwar nach Fukushima der Atomausstieg beschlossen, auch dank der vielen Proteste dazu die Jahrzehnte vorher; weltweit aber werden weiter Kernkraftwerke gebaut. Protest allein ist also keine Garantie für Veränderung, dies vorweg.

mehr lesen 0 Kommentare

Nicht alles ist abgesagt...

Ein Gastbeitrag von Angelika Prüfer-Speer

mehr lesen 0 Kommentare

Corona versus Klimawandel

Flüge werden gestrichen, Reisen reduziert, Produktionsketten eingestellt, die Börse reagiert sofort und viele Menschen begreifen: Der Klimawandel ist eine ernsthafte Gefahr , die wir als Menschheit so schnell wie möglich in den Griff bekommen müssen, um großes Leid auf der ganzen Welt zu vermeiden.

 

Oops, ach so, nein, Entschuldigung. Es heißt anders: Der Coronavirus ist eine ernstzunehmende Gefahr, die wir als Menschheit in den Griff bekommen müssen. Auch gut. Denn wenn wir nicht schaffen, die rasche Ausbreitung des Virus einzuschränken, dann könnten mehr Menschen daran sterben, als wenn wir dem Virus möglichst rasch und effektiv seine Ausbreitungswege abriegeln. Insofern macht es Sinn, Flüge zu streichen und Massenveranstaltungen zu meiden.

 

Dennoch ist die Reaktion auf den Coronavirus erstaunlich in Relation zu anderen, größeren Gefahren, gegen die sehr viel weniger effektiv vorgegangen wird – darunter u. a.

  • Luftverschmutzung: Jährlich ca 6 Millionen Tote weltweit, so eine Studie der MPG im Jahr 2015
  • Autounfälle: Mindestens 1 Million Tote pro Jahr weltweit, so eine Übersicht der WHO aus dem Jahr 2013
  • Klimawandel: Nach WHO-Schätzungen mindestens 250.000 Tote pro Jahr ab dem Jahr 2030 ; und diese Rate ist nur der Anfang einer globalen Katastrophe.

Wenn wir Angst um unsere Gesundheit, ja unser Überleben haben, warum reagieren wir dann nicht entsprechend auf die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen? Flüge einstellen, Autofahren minimieren, Produktionsketten (zumindest von klimaschädlichen Dingen) einstellen ... Corona zeigt, dass Menschen durchaus fähig sind, sehr schnell auf eine Gefahr zu reagieren.

mehr lesen 16 Kommentare

Einfach mal innehalten

mehr lesen 0 Kommentare

Glaube, Liebe, Hoffnung....

Ich bin überzeugt: Ohne Liebe haben wir weder die Energie, noch die Überzeugung, noch das Durchhaltevermögen, uns langfristig für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen einzusetzen.  Nur wenn ich etwas bedingungslos  liebe, setze ich mich auch dafür ein, es zu erhalten - egal wie die Chancen stehen, dass ich Erfolg habe.

 

Wenn wir nicht aus Liebe handeln, dann werden wir immer wieder frustriert, deprimiert, und werden für dumm verkauft, wenn unser Einsatz mal wieder fehlschlug - wenn trotzdem die Straße gebaut wird, trotzdem die CO2-Konzentration steigt, trotzdem die Leute wie wild um die Welt fliegen.

 

Glaube und Hoffnung können getäuscht werden. Liebe aber ist einfach da, ist bedingungslos und lässt sich nicht einschüchtern. Daher ist es so wichtig, die Verbindung zur Natur zu stärken, rauszugehehn und die Schönheit der Natur wahrzunehmen und zu geniessen. Deswegen planen wir unsere "anders wandern" Touren und hoffen, dass mehr und mehr Menschen klar erkennen und fühlen: Aufgeben ist keine Option!

0 Kommentare

Fasten für den Neuanfang

Fastenzeit. Dieses Jahr bin ich bereit. Doch ich faste nicht für das Klima, nicht für die Natur, nicht für Menschen in Afrika, nicht für meine Kinder. Ich faste für mich.

 

Ich liebe das Leben. Ich liebe die wunderschöne Natur. Und ich möchte die Schönheit des Lebens erhalten. Natürlich für alle Lebewesen. Aber v.a. für mich. Dazu brauche ich ab und zu einen Schubser, um mich zu bewegen. Da hilft die Fastenzeit als Anschubgeber. Als Anschubser für Änderungen, zu denen ich im Alltag nicht komme; für Änderungen, die ich schon lange machen will, aber immer wieder aufschiebe.

 

Es wäre schön, wenn du mitmachst. Lass dich dabei nicht von den vielen Punkten demotivieren. Es ist halt so, dass viele Leute schon Vieles machen - daher sind manche Punkte für sie überflüssig; andere Leute beginnen gerade, ihr Leben umzustellen und können bei jedem Punkt mitmachen. Alle Punkte sind für diese Menschen in dem kurzen Zeitraum aber viel zu viel. Je nachdem, wo du stehst, such dir einfach einen oder mehrere Punkte aus. Das wäre schon eine tolle Sache. Danke für deinen Einsatz! Und teil gerne deine Erfahrungen mit uns! Es wäre spannend, zu lesen, wie es Dir ergeht!

Und übrigens - natürlich gibt es noch viele andere Möglichkeiten, Natur und Klima möglichst wenig zu belasten - v.a. auch durch aktiven Naturschutz vor Ort. Diese Liste hat nicht den Aspruch auf Vollständigkeit. Aber sie gibt dir hoffentlich einige gute Anregungen.

 

Also, los geht´s!

 

mehr lesen 0 Kommentare

Märzenbecher-Exkursion vorverlegt

Ich hatte ja immer noch die Hoffnung gehabt, dass der Winter noch kommt; wenn schon nicht im Dezember, dann halt im Januar; und wenn nicht im Januar, dann im Februar.

 

Aber er kommt dieses Jahr wohl gar nicht. Das wird wohl in Zukunft immer häufiger der Fall sein. Traurig. Aber machen wir das Beste draus und geniessen den frühen Frühling, der jetzt schon die Blumen blühen lässt und die Vögel zu uns bringt.  Märzenbecher, Schneeglöckchen und Krokusse blühen schon seit Anfang Februar! Daher haben wir unsere Märzenbecher-Exkursion um eine Woche vorverlegt - auf den 1. März.

 

Wer im März noch nicht im Seeholz war, sollte das unbedingt nachholen, denn es ist ein wahres Juwel.  1000ende von Märzenbechern blühen in einem wunderschönen Wald mit uralten Eichen. Gleichzeitig kann man, wenn man Glück hat, mindestens fünf Spechtarten entdecken.

 

Auf unserer Exkursion entdecken und genießen wir die Schönheit, auch in Stille und mit Hilfe ausgewählter Texte, und tauschen uns aus über die Natur und unsere Verantwortung, sie zu bewahren.

 

Anmeldung bis zum 29.2. unter info@wissenleben.de

Teilnahmegebühr: 5 Euro

Leitung: Dr. Maiken Winter und Karl Mehl

Diese Exkursion ist Teil von "anders wandern"

0 Kommentare

gemeinsam anders wandern II

Eindrücke unserer Exkursion in die Partnachklamm und auf den Eckbauer

Mit 19 Leuten auf Exkurison gehen?! Das sind doch viel zu viel! Und dann noch hauptsächlich mit Menschen, die ich gar nicht kenne. Wie wird das werden? Werden sie sich auf unseren Ansatz des anders Wanderns einlassen? Werden die TeilnehmerInnen miteinander klarkommen oder - noch besser - sich gut verstehen? Wird es zu eisig, zu warm, zu kalt? Zugegeben, ich war ziemlich nervös vor dieser Tour, zu der sich überraschend viele Interessierte angemeldet hatten.

 

Und dann wurde es ein ganz wunderschöner Tag mit perfektem Wetter und einer sehr sympatischen, interessanten Gruppe von Menschen. Dank an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnnen für diesen tollen Tag! Ich freue mich schon sehr auf unsere nächste Tour!

 

Hier ein paar Eindrücke:

mehr lesen 0 Kommentare

Begrenzungen

Ein Symbol für Begrenzung aus Liebe für das Miteinander - im Gebirge entdeckt. Foto: Maiken Winter
Ein Symbol für Begrenzung aus Liebe für das Miteinander - im Gebirge entdeckt. Foto: Maiken Winter

Gedanken im Februar von Meinhard Miegel

Mit freundlicher Erlaubnis nachgedruckt aus der Stiftung kulturelle Erneuerung

 

Als im November 1918 die bis dahin Deutschland Regierenden fluchtartig die politische Bühne verließen und damit eine Jahrhunderte währende quasi feudale Ordnung beendeten, schien der Weg frei für eine neue Ordnung: die Herrschaft des Volkes, die Demokratie.

 

Doch der Schein trog. Nach mehr oder minder demokratischen Intermezzi entstanden nicht nur in Deutschland sondern in zahlreichen Ländern Europas autokratische und diktatorische aber keineswegs demokratische Gemeinwesen. Den jungen Demokratien hatte es am Wichtigsten gemangelt: Demokraten.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg keimte die Hoffnung auf eine nochmalige Chance. Die Umstände waren günstig und eine Zeitlang schien es, als könne die Demokratie diesmal einen Siegeszug antreten. Doch abermals trog der Schein. Zwar nahmen immer mehr Länder für sich in Anspruch, Demokratien zu sein. Doch die meisten von ihnen stolpern und straucheln heute durch die Geschichte. Denn wiederum fehlt es an Demokraten.

 

Damit bewahrheitet sich eine Befürchtung, die bereits Platon vor annähernd 2.500 Jahren hegte: Demokratie erfordert Menschen, die sich zu begrenzen wissen. Für Platon strebten die meisten nach grenzenloser Freiheit. Inzwischen streben sie auch nach grenzenloser Wohlstandsmehrung, Selbstverwirklichung, Anerkennung. Die Schwäche der Demokratie: Sie hat diesem grenzenlosen Streben nichts Effektives entgegenzusetzen.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Ein Geburtstagswunsch

Heute ist mein Geburtstag. Und ich bin zu Hause statt bei der Arbeit. Zugegeben, es ist gar nicht so schlecht, heute daheim zu sein. Dennoch war dieser Morgen – wie so viele Morgen- und Abendstunden – geprägt mit großem Frust auf die BRB und die DB. Mein Hintergrund: Ich bin überzeugte Klimaschützerin, habe mein Auto verkauft und bin auf ein funktionierendes, verlässliches Zugsystem angewiesen, weil ich in München arbeite – wie viele andere in unserer Region auch.

 

Die Art und Weise, mit der man als Bahnkundin behandelt wird, ist eine Unverschämtheit (abgesehen von den freundlichen SchaffnerInnen), die „Performance“ ungenügend und die Prioritäten im Verkehrsbereich unzulänglich.

 

Man hat fast das Gefühl, dass die Bahnkunden absichtlich zum Autofahren gedrängt werden. Denn welcher Idiot fährt heutzutage noch mit dem Zug?! Wenigstens ist man im Auto im Warmen und hat einen Sitzplatz. Da ziehen Argumente wie „nahende globale Klimakatastrophe“ oder „Notwendigkeit des Klimaschutzes“ einfach nicht mehr, wenn man tiefgekühlt am Bahnhof steht. Und das ist absolut verständlich. Selbst für mich. Das soll was heißen…

 

mehr lesen 0 Kommentare

Neustart am Pürschling

Am Samstag, 18. Januar, brachen wir zu unserer ersten Tour von anders wandern auf. Die Wettervorhersage verhieß nichts  Gutes - and dann wurde es eine wunderschöne Tour!

 

Schon im Zug wurde heiß diskutiert - über Fernreisen und darüber, wer  Schuld daran ist, dass immer mehr Menschen in immer weiter entfernte Länder reisen wollen - ist es die Reiseindustrie mit ihrer Werbung oder das intrinsische Interesse der Menschen, Neues zu entdecken? Klären konnten wir die Frage nicht, aber sie war ein guter Auftakt zu einem wunderschönen Tag, der zeigte: Auch ganz in der Nähe kann man per Zug und zu Fuss wunderschöne Natur entdecken.

Kaum andere Wandersleut waren untwerwegs, so dass wir den Berg fast für uns hatten - in seiner Stille und seiner neuen Schneedecke. Eine ideale Winterwanderung, die ihrem Namen "Neustart. Winterwanderung auf den Pürschling" alle Ehre machte.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Weihnachtswünsche

Ich weiss nicht, wie es euch geht. Ich jedenfalls fühle mich nicht so richtig weihnachtlich; eher etwas erschöpft, etwas unruhig, aber trotz allem glücklich, hoffnungsvoll und sehr klar.

 

Sicherlich geht es vielen so, die mit offenen Augen und Herzen miterleben, wie sich unsere Lebensgrundlagen immer weiter verschlechtern und wissen - es kommt jetzt darauf an, dass wir so schnell wie möglich unser gesamtes Leben und das System, in dem wir leben, ändern. Wir haben die Möglichkeit, eine wunderschöne neue Welt zu ermöglichen - oder eine Katastrophe unbeschreiblichen Ausmaßes zu erzeugen. Was gibt es da Motivierenderes, als alles zu geben, Ersteres zu ermöglichen?

 

Es gibt so viel zu tun, dass ich oft nicht weiß, wo anfangen - und v.a. - wo aufhören. Dabei ist es so wichtig, auch einmal Abstand zu nehmen und die Seele baumeln zu lassen; glücklich und zufrieden zu sein - trotzdem (schaut euch dazu auch unsere Touren, "anders wandern" an).

 

Ich wünsche uns, dass wir in diesen Feiertagen Energie sammeln können, Zeit haben, zur Ruhe zu kommen und ohne schlechtes Gewissen einfach mal Stille und Nichtstun zu geniessen.

 

mehr lesen 1 Kommentare

Ein letztes Mal tanken

Nächsten Freitag wird mein Auto abgeholt. Ich habe es verkauft. Ich freue mich riesig auf die Zeit ohne Auto - und vermisse es jetzt schon. Von den Pros und Cons des Autobesitzens.

 

Ich habe noch nie Autos gemocht. Sie sind laut, stinken, zerstören Klima und Umwelt und sind noch dazu eine tödliche Gefahr für alles, was sich auf und an Straßen aufhält, von Insekten, Fröschen, Vögeln bis leider auch immer wieder Menschen.  Außerdem nehmen Autos unglaublich viel Platz ein, der sehr viel naturfreundlicher gestaltet werden könnte; und sie erfordern den Abbau, Transport und Bearbeitung von riesigen Mengen Material; benötigen daher allein zur Herstellung große Mengen an Energie; ganz zu schweigen von der Energie, die man zum Fahren benötigt. Autos sind also im Grunde vor allem Tonnen von Blech die Natur, Klima und am Ende uns selbst schaden und unsere Mitwelt zerstören und "verhässlichen".

 

Und doch: Autos sind eine fantastische Erfindung der Menschheit. Sie geben Freiheit, sich überall hin bewegen zu können, wohin man gerade will. Sie erlauben einem, Dinge zu transportieren, die man selbst nicht schleppen kann. Sie geben die Möglichkeit, Hund, Kind und Mann ins Auto zu packen und einfach loszufahren, ohne Angst zu haben, jemanden während der Fahrt zu verlieren. Sie halten einen warm und trocken, wenn man trotz schlechtem Wetter los muss. Sie ermöglichen einem, dahin zu fahren, wohin nicht ganz so viele Urlauber gelangen. Sie erleichtern einem späte Unternehmungen, wenn der letzte Zug nicht mehr fährt. Und wenn der Zug ausfällt, dann ist das Auto oft die einzige Alternative (und natürlich gibt es in manchen Dörfern gar kein akzeptables ÖPNV, so dass man dort im Moment nicht ohne Auto auskommt).

 

Ich habe wegen all dieser Vorteile nun 20 Jahre lang ein Auto besessen. Und ich habe mich sehr an diese Vorteile gewöhnt. Daher muss ich zugeben - es fällt mir schwer, loszulassen. Ich bin noch dazu eine der seltsamen Menschen, die eine Art persönlichen Bezug zum Auto aufbauen; obwohl ich Autos im Allgemeinen nicht mag - mein Auto mag ich.

mehr lesen 5 Kommentare

Los geht´s! Kommunaler Klimaschutz jetzt!

Das Klima-Bündnis unterstützt Kommunen auf Ihrem Weg zu effektivem Klimaschutz. Informieren und dann durchstarten! Eine Kommune nach der anderen. So schaffen wir die Wende von unten, wenn die große Politik leider nicht die notwendigen Stellschrauben schnell genug dreht.
Das Klima-Bündnis ist ein 1990 gegründetes Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen, welche sich verpflichtet haben, das Weltklima zu schützen. Die mehr als 1.700 Mitgliedskommunen aus 26 europäischen Ländern setzen sich für die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen vor Ort ein [Wikipedia]. In MV sind z.B. Rostock und Greifswald Mitglieder des Klima-Bündnis. Das Klima-Bündnis gibt Hilfestellung für Kommunen in Sachen Klimaschutz - ganz konkret z. B. mit Angeboten rund um kommunale Klimaschutzaktivitäten, aber auch für die ersten Schritte im Klimaschutz.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Empfehlung: LandArt im Winterzauber

LandArt-Winterseminar "Schneefeuer und Eiszauber"

 

3 Tage LandArt auf uriger Berghütte nahe Benediktbeuern vom 31.1. - bis 2.2.2020, organisiert vom ZUK in Benediktbeuren

 

Dieses vom Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) organisierte Seminar ist ganz im Sinne von anders wandern. Daher helfen wir sehr gerne, es bekannt zu machen:

 

Mit allen unseren Sinnen begegnen wir der winterlichen Landschaft: dem Zauber von Raureif & Schneeglitzern, der Vielfalt von Schnee - von pulvrig bis klebrig -, der Magie von Eis - von durchschimmernd bis klebbar -, dem erstaunlichen Farbenspektrum der Natur im Februar, dem Geräuschebogen - von Schneeknirschen bis zur unendlichen Stille.  Gestaltungsübungen begleiten und unterstützen uns auf dieser LandArt-Entdeckungsreise und münden in einen Raum von Zeitlosigkeit, in der jeder alleine mit Schnee, Eis und dem Element Feuer experimentieren, gestalten und Spaß haben kann.

 

Dieses Seminar stellt LandArt als eine wertvolle Methode in der Umweltbildung und im Unterricht vor. Neben der Fülle von praktischen Aktionen erhalten Sie zahlreiche Tipps, wie kreative Schaffensprozesse von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Natur angeregt und unterstützt werden können.

 

Das Seminar findet auf einer urigen Berghütte fern der Zivilisation bei Benediktbeuern statt.

Das Programm mit näheren Informationen finden Sie unter www.zuk-bb.de

 

 

 

Referentin: Christina Diana Wenderoth, Dipl. Informatikerin (FH), Naturpädagogin, Landart-Künstlerin; www.NaturKunstundSpiel.de

 

Leitung: Martin Malkmus, ZUK-Akademie

 

 

 

Organisatorisches

 

Datum: Fr 31.01. - So 2.02.2020

 

Ort: Kohlstattalm auf 1.000 Höhenmetern unterhalb der Benediktenwand (bei Benediktbeuern) (Die Hütte kann nur zu Fuß in ca. 1,5 Stunden auf leichtem Forstweg / Wanderweg durch den Bergwald erreicht werden)

 

Kosten: 220 Euro incl. Bio-Vollverpflegung, Unterkunft, Skript und Schneeschuhausleihe; Ermäßigung möglich. Verpflegung und Unterkunft in einfachem Hüttenschlaflager

 

Beginn: Freitag, 31.1.2010, 10:00 Uhr, Wanderparkplatz Alpenwarmbad / Benediktbeuern

 

Ende: Sonntag, 2.2.2020, ca. 16 Uhr

 

Anmeldung bis: 16.1.2020

 

Veranstalter und Kontakt: Zentrum für Umwelt und Kultur/ Sekretariat Bildung

 

Tel. 08857 / 88-759, e-mail: bildung@zuk-bb.de

Anmeldung unter  www.zuk-bb.de

mehr lesen 0 Kommentare

Eine eindringliche Rede

Eine Rede von Teresa Takasz beim globalen Klimastreik am 29.11.2019

 

Guten Abend, mein Name ist Teresa Takács, ich bin von Fridays for Future Weilheim. Auch wir waren am Bürgerantrag zur Ausrufung des Klimanotstandes in Weilheim beteiligt. Und nachdem wir viel mehr als die eigentlich benötigten Unterschriften gesammelt haben, war ich ehrlich gesagt ziemlich zuversichtlich, dass dieser auch durchkommen wird. Bis ich letzte Woche das Ergebnis des Bauauschusses gehört habe.

 

Meine Damen und Herren des Stadtrates, haben sie noch immer nicht begriffen, in welcher Krise wir uns befinden!? Wie können sie noch immer die Augen vor der Realität verschließen?

 

Es ist weder pessimistisch noch populistisch, in der Situation unseres Planetens von einem Notstand zu sprechen. Es ist einfach nur realistisch.

 

Und es ist in keiner Weise ein Thema, welches man super gelassen angehen kann. Wir haben noch 8,5 Jahre Zeit, bis klimatische Kipppunkte zum Tragen kommen, die irreversible Effekte zur weiteren Erderwärmung zur Folge haben. 8,5 JAHRE!!!! Das ist die Hälfte meiner jetzigen Lebenszeit! Und in der Weltgeschichte ein Wimpernschlag.

 

Wieso möchten sie nicht zugeben, dass wir Menschen uns in einer Krise, einer Notfallsituation befinden, wie die Menschheit es nie zuvor tat. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass sie die Realität selbst nicht akzeptieren wollen, nicht hinsehen wollen oder ob sie die Menschen das nicht glauben lassen wollen!?

 

Ich möchte auch nochmal auf die Aussage eingehen, dass es nicht möglich ist, in Weilheim das Klima zu retten. Haben sie schon mal den Satz: Global denken, lokal handeln gehört? Der passt doch in dem Falle wie die Faust aufs Auge!?

 

Natürlich reicht es nicht, Nur in Weilheim das Klima zu schützen.

Es reicht aber auch nicht, dass Deutschland aufhört fossile Energieträger zu verbrennen. Doch wenn Deutschland nicht den ersten Schritt macht, wer dann?

 

Unser Ziel ist es auch nicht, den Klimanotstand nur in Weilheim auszurufen. Das ist aber ein Anfang. Ein äußerst wichtiger Anfang. Außerdem wurde alleine in Deutschland schon in über 60 Städten der Klimanotstand ausgerufen!

 

Und ich muss ehrlich sagen, ich bin erschüttert und enttäuscht von ihrem Ergebnis und ihrer Stellungnahme.

 

Es kann nicht sein, dass man immer noch, wenn schon so viele wissenschaftliche Beweise vorliegen, überhaupt darüber nachdenkt, noch eine weitere Straße zu bauen um den Verkehr noch mehr zu fördern.

 

Wachen Sie doch bitte endlich auf!!! Wir sind vielleicht die Entscheidungsträger*innen von morgen. Doch sie sind die Entscheidungsträger*innen von heute. Deshalb ist ihre Generationen die letzte, die unsere Zukunft retten kann.
Und wir zählen auf sie!

0 Kommentare

Was tun?

Leider ist inzwischen die Dringlichkeit effektiven Klimaschutzes enorm gestiegen. All unsere bisherigen Bemühungen waren zu gering. Es reicht nicht, dass wir uns nur in einem einzelnen Bereich stark einsetzen oder nur das umsetzen, was wir persönlich als leicht machbar empfinden. Es ist dringend an der Zeit, dass sich jeder von uns von bisherigen Gewohnheiten und Wertvorstellungen befreit, auch wenn es unter Umständen für den Einzelnen kurzfristig Nachteile hat.

 

Dazu hier eine kurze Liste der notwendigsten Änderungen. Ja, ich weiß, es gibt schon viel zu viele "To-Do-Listen". Aber wer weiß, vielleicht findet ihr hier noch etwas, was euch plötzlich anregt, noch mehr zu tun. Das wäre schön.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Less than 1000!

 

 

 

 

 

 

An open letter to all scientists in the face of global climate emergency
Dear colleagues,
 
please take part in the the "Less than 1000!" initiative by Scientists 4 Future - do not fly within 1000 km! This is an important sign that we do understand the climate emergency and understand that we all have to act.
 
But it is just a small sign.
It would be best to not fly at all until the climate crisis is solved (and to do a lot of other things in addition -see short list at the end)
 
I know , not to fly might be hard for some. But imagine how hard a climate catastrophe will be. Not flying will be the least of our problems in the future.
mehr lesen 0 Kommentare

Glück ist ... (10)

mehr lesen 0 Kommentare

Glück ist ... (9)

mehr lesen 0 Kommentare

Politik und Liebe

Herzlichen Dank an Stefanie Wahl von der Stiftung Kulturelle Erneuerung für die Erlaubnis, diesen Artikel abzudrucken !

von Meinhard Miegel

 

Der heute weithin vergessene Georg Forster, das große Vorbild Alexander von Humboldts, vor allem aber einer der ersten und wohl auch bedeutendsten deutschen Völkerkundler scheint keine sehr hohe Meinung vom Gegenstand seiner Forschung gehabt zu haben. „Das Volk“, so schreibt er in den Revolutionswirren von 1793, „ist, wie es immer war. Ohne Festigkeit, ohne Wärme, ohne Liebe, ohne Wahrheit.“ Das aber heißt, dass er „dem Volk“ einen Großteil der Qualitäten abspricht, die den Menschen erst zum Menschen machen.

 

Träfe Forsters Einschätzung zu, hätte er mit seiner knappen Bemerkung ein gewaltiges kulturelles Defizit offengelegt. Denn was wäre der Mensch ohne Festigkeit, Wärme, Liebe und Wahrheit? Ein vernunftbegabtes Tier. Das ist nicht wenig. Aber es reicht nicht für die Schaffung und Aufrechterhaltung menschlicher Kultur, bei der es ohne Wärme und Liebe offenbar nicht geht. Was ist aus der Sicht des scheidenden Präsidenten der EU-Kommission Jean-Claude Juncker eine der größten Schwächen der Europäer: „Man liebt sich nicht mehr genug.“ Das mag in den Ohren vieler befremdlich klingen. Politik und Liebe. Hat Politik nicht zuvörderst beinharten Interessen zu dienen? Sind Wärme, Liebe und Wahrheit nicht höchst individuelle und damit subjektive Attribute?

 

mehr lesen 0 Kommentare

Das Klima kennt keine Kompromisse

Der Weg zum effektiven Klimaschutz ist nicht immer klar. Foto: Maiken Winter
Der Weg zum effektiven Klimaschutz ist nicht immer klar. Foto: Maiken Winter

Eine Leserumfrage:
Sind Kompromisse besser als Klartext?

 

Ihre Meinung ist gefragt. Wie sollen / müssen wir argumentieren, um effektiven Klimaschutz zu ermöglichen?

 

Sollen wir Klartext reden und dabei riskieren, Menschen dadurch zu verprellen oer gar abzustoßen?

 

oder

 

Sollen wir vorsichtig argumentieren und dabei riskieren, dass Menschen weiterhin die Dringlichkeit nicht verstehen?

 

Nehmen wir ein - reales - Beispiel aus meiner Heimatregion:
In Weilheim, OB, soll eine Umfahrungsstrasse gebaut werden. Beide Varianten - Ost und West - würden wunderschöne Natur zerstören. Eine Tunnelvariante wäre sehr teuer. Ein Tunnel in Deckelbauweise würde am wenigsten Natur zerstören und wäre sehr viel billiger als ein "richtiger" Tunnel.

 

Dann ist ein Tunnel mit Deckelbauweise der geniale Kompromiss, oder?

mehr lesen 9 Kommentare

Glück ist ... (8)

mehr lesen 0 Kommentare

Verletzlichkeit zulassen

Ein sehr guter TED-Talk beschreibt ein Phänomen, das erstaunt:

 

Wer seine Verletzlichkeit zulässt, der ist zufriedener mit sich selbst und führt ein glücklicheres Leben.

 

Ich frage mich ...

  • all die Klimleugner, die Menschen, die Aktivisten beschimpfen und verachten ... haben sie ein Problem, Verletzlichkeit zuzulassen?
  • Gibt es also einen Zusammenhang zwischen Klimaleugnern und der Unfähigkeit, sich selbst als schwach und verletzlich anzuerkennen?
  • Stammt die Angst, Neues zu wagen und zu ermöglichen, aus der Angst vor Schwäche und Verletzlichkeit?
  • Stammt dann auch das Verstecken hinter Allgemeinplätzen, hinter Obrigkeiten, ja selbst hinter "Gott" zum Teil aus Angst vor eigener Schwäche und Verletzlichkeit?

Wenn dem so wäre - könnte man dann Wege finden, die uns helfen, Ängstlichen einen Spiegel der Verletzlichkeit vorzuhalten und dadurch zu mutigen Aktivisten zu katapultieren? Was für Wege gibt es, den Ängstlichen Mut zu machen, zu vertrauen? Und zwar sich selbst zu vertrauen - nicht irgendwelchen ausgelagerten Obrigkeiten.

 

Spannende Fragen - leider habe ich auch keine Antworten.

 

Aber Eines ist klar: Verletzlichkeit ist eine wunderschöne Eigenschaft - Sensibilität, Nähe, Liebe. Nur wenn man Gefühle an sich heranlässt ist man ganz da, bei sich, bei den Mitmenschen, bei der Natur. Selbstschutz aus Angst vor Verletzlichkeit ist immer auch Abblocken der Mitwelt. Insofern ist es wesentlich, uns zu öffnen, Gefühle zuzulassen, mutig zu sein, auch wenn das zum Teil weh tut. Vielleicht könnte das die Ängstlichen verlocken, neues, Großes, zu wagen? Denn sie verpassen einen so wunderschönen Teil des Lebens: Ganz da sein und Mifühlen.

 

Vielleicht braucht die Menschheit "nur" mehr Mut und Liebe und Willen, Verletzlichkeit zuzulassen.

 

Aber seht selbst und schaut euch das Video an.
Vielleicht findet ihr ja Antworten auf diese - und andere - Fragen.

0 Kommentare

Glück ist ... (7)

...  Projekte zu entwickeln und zu planen, die all das zusammenbringen, wovon man seit Jahren träumt.

... dabei zusammen mit einem Menschen zu arbeiten, der einem vertraut, einen wertschätzt und unterstützt.

Für mich ist anders wandern so ein Projekt. Es vereint meine Liebe zur Natur, meine Begeisterung fürs Wandern und Radfahren, meine Besorgnis über unsere Zukunft mit dem Glück, engagierte Menschen um sich zu haben. Ich freue mich sehr auf viele gemeinsame Touren und wunderschöne gemeinsame Erlebnisse!

0 Kommentare

Glück ist ... (6)

... am Ursprung der Isar zu stehen und einfach nur dankbar zu sein, so eine wunderschöne Natur genießen zu dürfen.

 

Es ist erstaunlich - ich bin in München geboren und aufgewachsen. Die Isar war oft Ziel meiner Ausflüge als Kind und Jugendliche. Ich liebe die Isar  - bei Hochwasser mit ihrer gewaltigen Strömung; bei Niedrigwasser mit ihren Kiesbänken; zu jeder Zeit mit Gänsesägern und anderen beeindruckenden Vögeln die auf und an ihr zu finden sind.

 

Und doch war ich noch nie an ihrem Geburtsort gewesen, nie hatte ich mich gefragt, woher sie kommt und wie sie aussieht, wenn sie unverbaut und frei im Gebirge strömt.

 

Glück ist, die Freiheit zu haben, Neues zu entdecken; und dankbar sein zu können für die Schönheit um uns herum.

0 Kommentare

Glück ist ...(5)

Herbst. Foto: Maiken Winter
Herbst. Foto: Maiken Winter

... wenn der Herbst in strahlendem Sonnenschein mit all seinen wunderschönen Farben glänzt, und man den Abschied von Blumen, Schmetterlingen und Vögeln geniessen kann in Vorfreude auf das nächste Frühjahr.

 

All das zu erhalten - die Schönheit der Natur, die Ruhe, die Jahreszeiten, das Glück, ohne Angst und Hunger die Schönheit geniessen zu können - das zu erhalten ist wohl eine der lohnenswertesten Aufgaben die es gib

0 Kommentare

Glück ist ... (4)

Überreichung der Unterschriftenlisten zum Klimanotstand im Rathaus Weilheim i. OB.
Überreichung der Unterschriftenlisten zum Klimanotstand im Rathaus Weilheim i. OB.

... wenn man erfolgreich 570 Unterschriften für einen Bürgerantrag zum Klimanotstand gesammelt hat und diese dem Bürgermeister von Weilheim, Herrn Markus Loth, überreichen kann.

 

Ich bin gespannt, was der Stadtrat entscheidet. Es gibt dort leider Bedenken wegen der Begrifflichkeit eines "Noststandes" (siehe auch Blog vom 27. 9.2019). Dabei reden wir schon lange von allen möglichen anderen Notständen - Pflegenotstand, Bildungsnotstand, Armutsnotstand,... Wäre es nicht sinnvoll, einen kommenden Notstand rechtzeitig zu erkennen und als solchen zu bezeichnen, um dann entsprechend zu reagieren? Dann gäbe es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der Notstand nicht in dem Ausmaß eintrifft wie befürchtet. Das wäre doch ein schönes Ziel!  - statt den Begriff "Notstand" erst zu akzeptieren,  wenn er schon da ist. Das Dumme ist ja, dass es dann leider schon zu spät ist, um eine globale Klimakatastrophe aufzuhalten.

 

Na ja, aber ich bin ja positiv gestimmt...ich versuche es jedenfalls. Insofern bin ich  glücklich, dass wir überhaupt endlich dieses Thema diskutieren. Und hoffe einfach, dass es trotz aller Wahrscheinlichkeit des Versagens dennoch nicht zu spät ist.

0 Kommentare

Glück ist ... (3)

 ... wunderschöne Touren zu planen für unser Programm im Jahr 2020. Freut euch auf eine tolle Kombination von mehrtägigen Fahrrad- und Wandertouren, 2-tägigen Wanderungen und kürzeren Abstechern durch unsere wunderschöne Voralpen - und Alpenlanschaft. Natur entdecken, Visionen austauschen, Energie tanken, neue Freundschaften finden, singen, Ruhe finden, ....für alle wird was dabei sein. Ich freu mich sehr darauf!

0 Kommentare

Glück ist ... (2)

... wenn man beim Aufräumen zwei alte Jacken entdeckt, die man lange Zeit sehr geliebt hat, deren Reissverschlüsse aber kaputt sind.

 

...wenn man diese Jacken nicht wegwirft sondern zur Schneiderin bringt.

 

... wenn man mit Freude die Arbeit der Schneiderin bezahlt, im Bewusstsein, dass man damit gleich doppelt Gutes tut - die Schneiderin unterstützen und den Konsum reduzieren.

 

... und wenn man dann letztendlich frei genug von sonstigen Zwängen ist, um diese Jacken auch zu tragen - auch wenn sie nicht dem Modeideal der Zeit entsprechen.

 

0 Kommentare

Die Wende beginnt beim Einzelnen

Herbstweg. Foto: Maiken Winter
Herbstweg. Foto: Maiken Winter

Ein offener Brief an jemanden, der über seine Arbeit eine Firma unterstützt, die ein wichtiges Sprachrohr für Rechtspopulisten und Klimaleugner ist. 

"Welcher Weg ist gut für mich?" Das macht jeder für sich selbst aus. Angesichts der Weltlage wäre es aber sinnvoll, auch zu fragen: "Welcher Weg ist am besten für mich UND für meine Mitwelt?"

Mit der Hoffnung, dass sich auch andere Menschen angesprochen fühlen und darüber nachdenken, ob das, was sie tun, hilfreich für ihre Mitwelt ist und wen oder was sie durch ihr Handeln unterstützen.

mehr lesen 0 Kommentare

Glück ist... (1)

...wenn ein Unverpackt-Laden in der Nähe aufmacht - so wie heute in Weilheim:
Alge Unverpackt.

 

... wenn ein neuer, zukunftsweisender Laden bei der Eröffnung rappelvoll mit engagierten, fröhlichen Menschen ist und man Hoffnung haben kann, dass dieser Laden nicht nur überleben wird, sondern dass sich der Trend zu nachhaltigen Lebensstilen immer weiter ausbreitet.

 

Danke, Andrea und Daniela, für euren Mut und dafür, dass ihr wahrgenommen habt, was in Weilheim noch fehlt!

 

0 Kommentare

Glück ist...

Ab sofort werde ich hier täglich ein kurzes Erlebnis beschreiben, was mich glücklich gemacht hat. Gerne könnt ihr bei den Kommentaren euer eigenes Glücks-Erlebnis des Tages beschreiben. Denn: je mehr wir auf das Positive achten, umso mehr können wir das Positive um uns wahrnehmen und umso mehr Energie haben wir, Positives zu bewirken.

0 Kommentare

Farbe, Licht und Berge

Heute möchte ich einfach mal "nur" kurz von der unglaublichen Schönheit der Natur berichten. Und von unserem großen Glück, in einem Land zu wohnen, in dem es den meisten von uns ziemlich gut geht. Denn auch mit wenig Geld und ohne Auto kann man wunderschöne Natur geniessen, in Sicherheit vor Krieg, vor Hunger, vor Kälte. Und es tut unglaublich gut, in der Natur zu sein, weg von allem Getümmel, weg von Stress und Frust und Ärger; und die Schönheit um uns herum wahrzunehmen, wirklich dazusein.

Also, raus in die Natur, liebe Leute, egal ob ihr dafür Zeit habt oder nicht! Denn ohne eine Verschnaufpause, ohne Freude und Genuss der Schönheit um uns herum werden wir nicht durchhalten, eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.

mehr lesen 0 Kommentare

Vertrauen und Mut

Vertrauen gibt Kraft. Foto: Maiken Winter
Vertrauen gibt Kraft. Foto: Maiken Winter

Ein kurzer Gedanke für heute Abend.
Eine kleine Erinnerung.
Eine wichtige Aufforderung.

 

Hab Vertrauen und Mut!

 

Egal, welche schlechte Erfahrungen du gemacht hast.

Egal, welche Fakten du kennst.

Egal, wie viele Menschen meinen,
es besser zu wissen.

 

Glaub an deine Kraft!

Glaub an die Kraft deiner Mitmenschen!

Glaub an das Positive in und um uns!

 

Und traue dich, für dich und deine Mitmenschen einzustehen.

Traue dich, zu vertrauen!

Immer und immer wieder neu.

 

Nur so wird das Leben gut.

Mit viel Vertrauen und Mut.

Trotzdem.

1 Kommentare

Wie unsere Zukunft aussehen könnte

Freude auf Veränderung. Foto: Maiken Winter
Freude auf Veränderung. Foto: Maiken Winter

Wir sind im Jahr 2050.

Der Klimawandel wurde gestoppt. Nicht ganz bei 1.5 Grad, aber fast. Es gibt keinen Krieg mehr und keine Armut. Überall treffen wir auf entspannte freundliche Menschen. Überall unterstützen sich die Menschen gegenseitig. Die Tier- und Pflanzenwelt ist dabei in allen Überlegungen eingeschlossen. Bei neu entstehenden Problemen wird sofort und vorausschauend gehandelt. Die Welt mit all ihren Bewohnern ist zu einer großen Solidargemeinschaft zusammengewachsen

 

Wie ist es dazu gekommen?

Auslöser war 2018 eine schwedische Schülerin, die durch ihre direkte Sprache und ihre Beharrlichkeit vielen die Augen öffnete. Auf einmal wurde die Dringlichkeit des Umdenkens allgemein bewusst. Das bewog viele, Änderungen zu fordern. Aber es kam noch etwas hinzu:

mehr lesen 0 Kommentare

Ich schliesse meine Augen...

Staunen. Foto: Maiken Winter
Staunen. Foto: Maiken Winter

 

Ein Gedicht von Clara Hanitzsch, 15 Jahre

 

Lies das Gedicht. Lies es oft. Lies es laut; zu dir selbst, zu Freunden, zu Kollegen. Es bewegt etwas - tief in unserem Herzen und unserer Seele. Und mit dieser tiefen Sehnsucht werden wir es  zusammen schaffen, unsere Visionen zu leben. Danke Clara!

 

Ich schließe meine Augen und dann sehe ich eine Welt, die wartet nur auf mich..

Und es ist meine Welt, die ich gestalte und nicht zuschauen will, wie sie zerfällt.

 

Wie die Meeresspiegel steigen,

ganze Inseln mit sich reißen -

Kinder arbeiten im Müll.

Tag ein Tag aus wie der Alltag es will.

 

Mehr Plastik als Fische im Ozean…

Sieht es sich überhaupt jemand an?

ist es uns egal?

Wir empfinden kein Mitleid – sehen nicht ihre Qual.

 

Und ich sehe mir das alles an und werde still -

denn es wirkt fast als ob der Mensch mit sozialer Kälte

der globalen Erwärmung entgegenwirken will.

mehr lesen 1 Kommentare

Klimanotstand - Ein unzutreffendes Wort? Die Auflösung

Hatten Sie Zeit, über das Wort "Klimanotstand" vom gestrigen Post nachzudenken? Ja? Gut. Ich auch.

 

Als Erstes: Natürlich ist Wortwahl extrem wichtig. Worte lösen Bilder und Empfindungen aus, sie können manipulieren, verletzen, zu Gutem und Schlechtem motivieren. "Hirnforscher, Psychologen und Kognitionswissenschaftler haben eine Fülle von Belegen für die Macht der Worte zusammengetragen", beschreibt ein ausführlicher Artikel der Zeit.

 

Spannend ist auch, dass wir "in einer kollektiven Illusion vermeintlichen Verstehens“ leben. "Wir alle halten unsere Meinungen für wohlüberlegt und faktenbasiert. Doch es sind vielmehr unsere Gefühle, die darüber entscheiden, ob wir etwas gut oder schlecht finden und wie sich unser Weltbild zusammensetzt." So der Wissenschaftsjournalist Sebastian Herrmann in seinem Buch Gefühlte Wahrheit.

 

Wenn man auf ein bestimmtes Wort sehr stark emotional reagiert, dann kann und will man diese Empfindung nicht so leicht abstellen. Das geht allen Menschen so, jede(r)  individuell unterschiedlich, je nach Wissen und Erfahrung. Insofern ist es vollkommen verständlich, wenn man zunächst das Wort "Klimanotstand" ablehnt. Ganz besonders verständlich ist das, wenn man mit Flüchtlingen arbeitet und deren Fluchtgeschichten und unbeschreiblichen Notlagen auf der Flucht unmittelbar mitbekommen hat.

 

mehr lesen 2 Kommentare

Klimanotstand - Ein unzutreffendes Wort?!

Heute habe ich Unterschriften für einen Bürgerantrag gesammelt, damit die Stadt Weilheim den Klimanotstand ausruft.

Unterschriften sammeln ist ja so eine Sache. Man gibt seine Zeit her, um (meist gemeinerweise gerade wenn es regnet) in der Fußgängerzone zu stehen und  wildfremde Leute anzusprechen. Dafür wird man allzu oft mit Nichtachtung oder  unfreundlichen Kommentaren belohnt. So als wäre man ein Staubsaugervertreter oder Sektenanhänger. Das "Beste" aber war eine Stadträtin der SPD, die gerade von einer Stadtratssitzung kam, wo über den Klimanotstand wohl heftig diskutiert wurde. Die Argumentation verlief ungefähr so:

mehr lesen 2 Kommentare

Weil ich es mir wert bin!

Trotz aller Demonstrationen gibt es weiterhin massiven Widerstand gegen effektiven Klimaschutz. Warum fällt es so vielen Menschen so schwer, die kommende Klimakatastrophe als solche anzuerkennen und entsprechend zu reagieren? 

 

In zwei Workshops habe ich mit den TeilnehmerInnen diese Frage bearbeitet. Dabei kamen die folgenden vier Hauptgründe zu Tage:

  1. Bequemlichkeit und Gewohnheiten
  2. Mangelndes Bewusstsein / Separation Individuum - Gesellschaft
  3. Überforderung durch Komplexität
  4. Anspruchhaltung ("Mir steht das zu!")

Erstaunliche Gründe zum Nichtstun! Dabei hat sich die Jugend innerhalb weniger Monate tief genug in die Thematik eingearbeitet, um zu verstehen, dass ein unbegrenzter Klimawandel unser Überleben gefährdet. Innerhalb weniger Monate haben viele dieser jungen Menschen ihr Leben umgekrempelt, um sich den neuen Bedingungen anzupassen. Sie verstehen sich als Teil der Gesellschaft, die essentiell zum raschen Umsteuern beitragen muss. Sie nehmen Verantwortung für das, was die ältere Generation ihnen vermasselt hat, auch wenn ihnen eine unbeschwerte Jugend "zusteht".

 

mehr lesen 7 Kommentare

Wettbewerb für junge Artenschützer

KREATIV-WETTBEWERB FÜR ARTENSCHÜTZER VON 10 – 19 JAHREN

 

Wir kennen heute etwa 1,4 Millionen Tierarten, die mit uns auf der Erde leben. Es gibt aber noch viele Millionen mehr, die noch unbekannt und namenlos sind. Viele dieser Arten werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten für immer verschwinden.

 

Denn die Artenvielfalt ist bedroht – durch uns.

 

Wir roden Wälder für Plantagen, Felder und Weiden, töten Wildtiere wie Nashörner, Schuppentiere und Wale für unnötige Produkte, verpesten alle Lebensräume mit Chemikalien und Plastik, pusten Treibhausgase in die Atmosphäre, fischen die Weltmeere leer und verbauen fruchtbaren Boden.

 

Jetzt kommst du ins Spiel!

mehr lesen 0 Kommentare

Der globale Klimastreik und Du

 

Liebe Freunde und Kollegen,

wenn selbst eine Bank zum Streik aufruft (https://blog.gls.de/aus-der-bank/gls-bank-mobilisiert-fuer-klimastreik/), wenn Tausende von Angestellten, Schülern, Studenten, Kirchenmitglieder...auf die Straße gehen, dann kannst auch DU dich trauen, mitzumachen (wenn du eh schon mitmachst: Danke!!).

 

Stell dir vor, es ist globaler Klimastreik und du bist bei der Arbeit. Unvorstellbar!

 

Also los,

  • falls du Angestellte(r) bist, dann frag deinen Chef, ob du frei bekommst.
  • wenn Du Chef bist, dann fordere deine Angestellten auf, dass sie zum Streik gehen.
  • wenn du Kunden hast, die du nicht verprellen willst, dann lass eine Nachricht an der Tür oder auf der Antwortmaschine oder als automatische email-Antwort: "Wir setzen uns für unsere Zukunft ein und sind derzeit beim Klimastreik. Bitte kommen Sie nach dem Streik wieder vorbei." (natürlich abgesehen von Notdiensten und Aufsichtspersonen)

Wer zur Zeit des Klimastreiks erreichbar ist, wer seine Angestellten, StudentInnen nicht auffordert, teilzunehmen, der hat entweder einen Chef, der noch nichts verstanden hat, oder hat selbst noch nicht verstanden, um was es geht (oder hat Aufsichtspflicht oder muss sich um Noteinsätze kümmern, was natürlich notwendig ist).

 

Also, liebe Leute, eure Arbeit ist NICHT wichtiger als unser aller Zukunft, egal woran Du / Sie arbeiten!

 

Daher: Los geht´s! Bereitet euch vor für den größten Tag für unsere Zukunft - eine Wende hin zu einem guten (Über)-Leben.

 

Natürlich retttet ein einzelner Tag nicht unsere Zukunft. Aber wenn möglichst viele am globalen Klimastreik am 20.9. teilnehmen, dann setzten wir gemeinsam ein sehr wichtiges Zeichen dafür, dass wir alle die kommende Klimakatastrophe ernst nehmen. Es ist dringend Zeit, dass alle, die verstehen, um was es geht, auch ein klares Zeichen setzen. Es reicht nicht, nur privat für sich im Kleinen zu handeln. Wir müssen auf alle Karten setzen. Private Verhaltensänderungen, politisches Engagament, gesellschaftlicher Einsatz. Es reicht nicht, sich darauf zu verlassen, dass andere handeln. Wir alle, jeder einzelne, sind wesentlich, uns in allen Bereichen so stark wie möglich einzusetzen.

 

Danke für euren Einsatz!

 

Übrigens, auch wenn ihr nicht gerne zu einer Demo geht, könnt ihr dennoch streiken und stattdessen zu hause einen Leserbrief schreiben oder einfach euch zusammensetzen und überlegen, wie ihr möglichst schnell auf Null Emissinen gelangt (siehe auch www.global2028.de).

 

Uns allen ganz viel Erfolg und ganz viel Glück, dass wir gerade noch rechtzeitig die Wende schaffen.

 

2 Kommentare

Klimastreik - für eine lebenswerte Zukunft

Der globale Klimastreik am 20. September 2019 wird Millionen von Menschen auf die Straße bringen. Die Weltkarte des Aktionstages Global Climate Strike zeigt, dass an diesem Tag fast überall auf der Welt Menschen auf die Straße gehen - für effektiven Klimaschutz, für eine lebenswerte Zukunft für alle.

 

Die rasanten Klimaentwicklungen der letzten Jahre haben in erschreckendem Maße gezeigt, wie schnell sich das Klimasystem immer bedrohlicher auf Kipp-Punkte zubewegt, deren Überschreiten für uns Menschen und viele andere Lebewesen katastrophale Folgen hätte. Schon heute leiden viele Millionen von Menschen unter dem Klimawandel. Dürre, Hitze, Feuer, Überschwemmungen, gewaltige Stürme und die dadurch einsetzenden Massenwanderungen von Klimaflüchtlingen erzeugen unsagbares Leid weltweit - und vor Deutschlands Grenzen wird dieses Leid nicht Halt machen.

 

Um in Zukunft gut leben zu können, müssen wir sofort massiv und drastisch umkehren - hin zu einem Leben das nicht von Konsum und kurzzeitigen persönlichen Egoismen geprägt ist, sondern von der Vision eines langfristig friedlichen und glücklichen Lebens.

mehr lesen 0 Kommentare

Wirklich nachhaltiger Konsum

Was macht nachhaltigen Kosum aus? Zu Fuss oder mit dem Radl einkaufen? Bio und faire Waren besorgen? Ja, auch. Aber eines wird oft vergessen: Wie werden die Waren zum Geschäft transportiert? Ist ein ökologisches und faires Produkt wirklich noch ökologisch und fair, wenn es mit Frachter und Lastwagen transportiert wurde? Slokoffie hat eine Antwort: Transport mit dem Segelschiff.

Wir haben dazu einige Fragen gestellt:

 

mehr lesen 2 Kommentare

Worauf es ankommt

mehr lesen 0 Kommentare

Auf der höchsten Forschungsstation Deutschlands

Eine ganz besonderen Exkursion konnten am 26. Juli 12 TeilnehmerInnen erleben: Wir besuchten die Klimaforschungsstation Schneefernerhaus - die höchtse Forschungsstation Deutschlands.

 

Hier forschen 10 Institute und Universitäten intensiv an der physikalischen und chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre und deren Entwicklung, aber auch an ganz anderen Themen wie z.B. dem Einfluss von (geringem) Luftdruck auf die Funktionsweise von Kaffemaschinen (woran Flugzeuggesellschaften interessiert sind).

mehr lesen 0 Kommentare

Scientists warning - a call for signatures

From the Alliance of World Scientists

 

If you are a scientist from any scientific discipline, we invite you to sign our Viewpoint article “World Scientists’ Warning of a Climate Emergency” by Ripple et al. 2019, which is now in press with Bioscience Magazine. It is important that we get signatories from a wide variety of scientific disciplines. By signing, you will be included in the full list of scientists who have signed this article and your name will be published in the Bioscience supplement to the article as an official signatory.

 

Before signing, we ask that you view this short article (the main text can be read in < 8 minutes), or read the condensed version on the webpage of the Alliance of World Scientists. When you click “sign the article” and add your name, you will be indicating that you generally agree with our article, helping get this message to world leaders. Note that signatories speak on their own behalf and not on behalf of their affiliated institutions. After you sign, it may take a couple of hours for your signature to show up on the list of signatories.

 

Please forward this to all your colleagues. Thank you!

0 Kommentare

Klimaexkursionen mit WissenLeben

Natur, Einsamkeit, Schönheit, ...Wandern macht die Seele frei und inspiriert. Auf unseren Klimaexkursionen verbinden wir wunderschönes Naturerlebnis mit inspirierenden Diskussionen und Zeiten der Stille - eine wunderbare Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen.

 

Hier eine kleine Auswahl von Bildern von unserer Tour über die Knorrhütte auf die Zugspitze:

mehr lesen 1 Kommentare

Ein Aufruf an alle: Jetzt endlich konkret handeln!

Liebe Freunde und Kollegen,

 

Zugegeben, es kann deprimieren, wenn man liest, dass der Verbrauch der fossilen Energien im Jahr 2018 höher war als je zuvor (unser Blogartikel).

 

Aber diese Information kann und MUSS uns alle anstacheln, uns noch mehr für den Klimaschutz einzusetzen.

 

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, es zu schaffen, immer niedriger wird - Aufgeben ist keine Option!

 

Wer aufgibt, gibt sich und seine Kinder, seine Freunde und die Menschheit auf. Das ist schlimmer als alles andere.

 

Also: Dranbleiben. Bitte. Für dich. Für mich. Und für uns alle.

mehr lesen 1 Kommentare

Energiewende?! Noch nie wurden so viele fossile Brennstoffe verbraucht wie heute!

 2018: Energiewende? Die Realität ist eine andere. Die Welt ist vom Ausstieg aus fossilen Energien und der Reduktion des CO2-Eintrags in die Atmosphäre weiter entfernt als je. Noch nie wurden so viele fossile Brennstoffe (Erdöl, Erdgas und Kohle) verbraucht!

Ein Artikel von Josef Jenni und
Christian Moser

 

Es ist bizarr: Themen wie Klimawandel, Energiewende, steigende Meeresspiegel, schmelzende Gletscher, Reduktion des CO2, alternative Energien etc. dominieren den politischen Diskurs. Die politischen Grundsatzbeschlüsse erwecken den Eindruck, die Herausforderungen wären erkannt, aber die Fakten sprechen ein völlig anderes Bild. Die Nutzung und die Verschleuderung umweltschädlicher fossiler Ressourcen schreiten zu neuen Rekordhöhen ungebremst voran. Dies zeigen die vom Energiekonzern BP kürzlich publizierten Weltenergiezahlen 2018.

mehr lesen 0 Kommentare

Ein ungemütlicher Filmabend

Die Titanic wird oft als Sinnbild für die Überheblichkeit und  Dummheit der Menschheit verwendet. Jeder kennt diesen Film. Aber wie sehr dies Sinnbild zutrifft wurde mir erst gestern beim Filmabend  mit meinen Töchtern richtig klar.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Wer ist verantwortlich?

Verantwortung auf andere abschieben - das ist ein typisch menschliches Verhalten. Aber ist das heute in Zeiten der globalen ökologischen und klimatischen Krisen noch angemessen? Ich denke: Nein. Es ist dringend Zeit, dass jeder, der versteht um was es geht, sich auch für die notwendigen Änderungen einsetzt - sowohl im eigenen Leben als auch im eigenen Umfeld.

mehr lesen 4 Kommentare

Endlich Stimme haben

Ein Interview mit Tersa Takacs, Mit-Organisatorin der Fridays for Future Demonstration in Weilheim, Oberbayern.

 

Teresa, warum setzt du dich für Fridays for Future ein? Was hat dich dazu bewegt, eine solch aktive Stellung einzunehmen?

Ich setze mich so aktiv ein, da mit der Fridaysforfuture Bewegung die jungen Leute, die noch nicht wählen dürfen, endlich die Chance haben, eine Stimme zu bekommen und gehört werden. Der Klimawandel ist nicht ein kurzfristiges Problem sondern eine Katastrophe und es ist höchste Zeit zu handeln.

 

Wie stehen deine Eltern zu deinem Einsatz? Und was sagst du Mitschülern, deren Eltern Fridays for Future nicht unterstützen?

mehr lesen 0 Kommentare

Fridays for Future - Wofür?

Was bewegt die Schüler?
Eine Rede von Theresa Takacs auf der Demonstration in Weilheim, Oberbayern, am 15.3.2018, klärt auf:

 

Durch die Fridays For Future Bewegung haben wir endlich die Möglichkeit, der Politik zu zeigen, dass wir nicht mit deren Klimapolitik zufrieden sind. Dauernd wird uns zugestimmt, dass Umweltschutz wichtig ist, doch gehandelt wird nicht. Das sind nur leere Worte, die von oben kommen. Hauptsache die Wirtschaft wächst, aber was mit unserer Zukunft passiert ist denen nicht wichtig.

 

Wir fordern, eine sofortige Änderung der Klimapolitik und Taten statt leerer Worte. Und wir werden nicht aufhören zu demonstrieren bis endlich was unternommen wird. Diese Bewegung steigt von Tag zu Tag und wir jungen Menschen können nicht länger ignoriert werden!

 

Wir sind hier, weil uns nicht gefällt wie mit unserer Umwelt umgegangen wird. Die Politik tut viel zu wenig, um diese Erde zu schützen.

mehr lesen 0 Kommentare

Fragen an einen der altgediensteten Wetterwarte der Zugspitze

Robert Schardt auf dem Wetterturm der Zugspitze
Robert Schardt auf dem Wetterturm der Zugspitze

Robert Schardt ist seit 37 Jahren Wetterwart an der Wetterwarte in Garmisch und auf der Zugspitze. Damit ist er einer der dienstältesten Wetterwärter auf der Zugspitze. Dort werden Wetterdaten schon seit 1900 aufgezeichnet. Ich durfte einen Tag mit ihm auf der Zugspitze verbringen.

 

Was hat Sie dazu bewegt, Wetterwart zu werden?

Das weiß auch nicht genau; genetisch war ich nicht vorbelastet. Wetter und alles was damit zusammengehört hat mich aber bereits von frühester Jugend an interessiert. Ich habe schon als Kind im eigenen Garten Temperatur, Feuchte, Luftdruck und Schneehöhe gemessen und grafisch auf Millimeterpapier dargestellt.

 

Welche Beobachtungen haben Sie besonders beeindruckt?

Ich liebe Extremwetter jeder Art. Was mich aber besonders beeindruckt und gleichzeitig bestürzt ist das immer schnellere Voranschreiten des Klimawandels. Diesen habe ich „live“ auf der Zugspitze erlebt: Innerhalb der vier Jahrzehnte, in denen ich auf der Zugspitze als Wetterwart tätig war, hat sich der Schneeferner halbiert!

mehr lesen 3 Kommentare

Das seltsame Ding genannt Liebe

Liebe. So ein großes Wort. Wir finden und verlieren Liebe, sind außer uns vor Glück oder Leid - je nachdem, wie die Liebe mit einem spielt. Aber was ist das eigentlich - die Liebe? Und kann sie uns helfen, Frieden und Glück langfristig in uns zu bewahren - unabhängig von äußeren Umständen?

 

Nach einem relativ schwierigen Jahr machte ich mich auf die Suche nach der Antwort auf die Frage: "Was bedeutet Liebe eigentlich?" Dazu habe ich Freunde und Bekannte zwei Fragen gefragt:

1. Was ist Liebe?

2. Was treibt Dich am meisten an?

 

Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Liebe selbst. Sie zeigen, dass "Liebe" sich nicht einzwängen lässt in ein bestimmtes Format. Dadurch bleibt es jedem  frei, für sich zu entscheiden, was es bedeutet, jemanden oder etwas zu lieben. Daher kann man sich aber auch nicht darauf verlassen, dass - wenn einer "Ich liebe Dich" sagt -  diese Aussage das bedeutet, was man selbst darunter versteht. Aber lesen Sie selbst...

mehr lesen 0 Kommentare

Klima stabilisieren, Deutschland modernisieren

Die Klimakonferenz in Bonn sendet auch eine Botschaft nach Berlin, wo jetzt die Parteien über die Bildung einer neuen Bundesregierung verhandeln – das erklärten am Donnerstag führende Forscher, die im Deutschen Klima-Konsortium (DKK) zusammengeschlossen sind, darunter auch Prof. Schellnhuber und Prof Latif, die im wissenschaftlichen Beirat von WissenLeben aktiv sind. Die Auswirkungen des Klimawandels seien bereits heute spürbar, Deutschland solle zur Verringerung der Treibhausgase den Ausstieg aus der Kohleverstromung beginnen, heißt es in einer von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern veröffentlichten gemeinsamen Erklärung.

mehr lesen 0 Kommentare

Junge Forscher*innen für den Klimaschutz gesucht!

WWF vergibt 20 Stipendienplätze. Jetzt bewerben bei der Schülerakademie 2°Campus!

 

Der WWF Deutschland und HEINZ-GLAS rufen zur Schülerakademie 2°Campus auf. Das einzigartige Stipendienprogramm verbindet aktuelle Forschung mit Klimaschutz und bietet jungen Menschen die Gelegenheit, gemeinsam mit Wissenschaftler/innen für eine klimafreundliche Zukunft zu forschen. Wie senken wir die Treibhausgase und bremsen den Klimawandel? 2°Campus liefert konkrete Antworten.

Es werden für das Jahr 2018 noch Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren gesucht, die Spaß am Forschen haben und sich mit ihren Talenten für den Klimaschutz einsetzen möchten.

 

Die Bewerbungsfrist läuft bis 03. Dezember 2017.

 

2°Campus 2018  findet in den Frühjahrs-, Sommer- und Herbstferien statt, zumeist in Berlin bzw. in den Städten der jeweiligen Partneruniversitäten. Die Teilnahme ist (bis auf die Anreise) kostenfrei.

 

Ausführliche Infos unter: www.2-grad-campus.de

0 Kommentare

Ehrenamt im Schloss Bellevue

Beim Bürgerfest war auch Maiken Winter für WissenLeben e.V. vertreten

 

Heute, am 8.9.2017, fand wieder das alljährliche Bürgerfest statt. Seit 2012 werden ehrenamtlich tätige Bürger durch eine Einladung zum Bürgerfest geehrt - stellvertretend für die Millionen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in Deutschland zum Wohl von Mensch und Natur einsetzen.

 

Das Thema des Bürgerfestes war "Engagement - für eine lebendige Demokraitie". In seiner Begrüßungsrede machte der Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, deutlich, wie wesentlich ehrenamtliches Engagement für das Funktionieren einer Demokratie ist. Ohne die Arbeit der Ehrenamtlichen würde unser Staat sehr viel weniger gut funktionieren. All die Helfer in Sportvereinen, bei der freiwilligen Feuerwehr, in Kirchengemeinden und Flüchtlingshilfen und in vielen anderen Bereichen leisten wesentliche Arbeit zur Unterstützung der Meschen in unserem Land. Eindringlich mahnte Steinmeier an, bei der Bundestagswahl am 24.9.2017 wählen zu gehen. Die Freiheit, die wir in Deutschland geniessen, eine Demokratie zu leben, diese Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen uns dafür einsetzen, sie zu bewahren.

 

Die Tatsache, dass diese Freiheit keine Selbstverständlichkeit mehr ist, dass sie auch in unserem Land durch radikale Gesinnungsströme gefährdet ist, ist zutiefst beunruhigend. Gleichzeitig wurde an diesem Abend klar: Negativen Strömungen steht eine starke Wand Engagierter entgegen, die sich mit all ihrer Kraft für eine lebendige Demokratie einsetzen. Stark bleiben gegen Anfeindungen, sich nicht beirren lassen, das legte Steinmeier den Eherenamtlichen ans Herz - und das erschien machbar inmitten all der Menschen, die sich versammelt hatten.

 

Zwei Wehrmutstropfen gab es allerdings:

1. Wie es ja bisher auch im Wahlkampf üblich ist: die Dringlichkeit von Klima- und Naturschutz wurde nirgends erwähnt. Was muss eigentlich passieren, damit dieses wichtige Thema nicht weiter so stark venachlässigt wird?

2. Es war erstaunlich, dass sich bei den Informationsständen auch Firmen präsentierten, die nicht gerade durch ihr bürgerschaftliches Engagement bekannt sind - wie etwa die Daimler AG, Bayer, die Arbeitsgemeinschaft Gesamtmetall oder Lidl (für die gesamte Liste siehe das Programm des offenen Hauses am 9.9.2017). Greenwashing schien hier angesagt; freie, unabhängige Demokratie reduziert. Sicherlich trugen diese Organisationen mit großzügigen Spenden zum Gelingen des Festes bei; sicherlich engagieren sie sich auch für soziale Belange. Aber insgesamt erscheinen mir diese Firmen doch eher Proft-orientierte Unternehmen zu sein, denen das eigene Wohl über dem der Gemeinschaft steht. Gäbe es nicht andere Wege, dies Bürgerfest zu finanzieren? Wege, welche die Demokratie und Freiheit herausstellen? Wären evtl. die Bürger dieses Landes bereit, dass das Fest aus Steuergeldern bezahlt wird - zum Dank für all die ehrenamtliche Arbeit, die ja dem Wohle aller Bürgern dient?

 

Insgesamt aber war es ein wunderschöner, sehr gelungener Abend. Trotz des Regens und der Kälte war die Stimmung sehr beschwingt, fröhlich und offen. Der Höhepunkt - Lang Lang mit seinem Schüler Maximilian - wird mir immer im Gedächtnis bleiben.

 

Danke, Herr Bundespräsident, dass Sie diese Tradition fortführen. Es tut sehr gut, für all die Arbeit Anerkennung zu erhalten.

mehr lesen 0 Kommentare

Politik ohne Zukunft

Unfassbar. Da haben es die Moderatoren des Fernsehduells geschafft, den Kanzlerkandidaten 90 Minuten lang Fragen zu stellen, ohne jemals die Wörter Klima, Natur, Biodiversität, Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit oder ähnliche überlebenswichtige Wörter zu erwähnen. So als gäbe es keine sich immer dramatischer entwickelnde Klimakatastrophe, keinen besorgniserregenden Rückgang der Biodiversität, keine Zehntausenden von frühzeitigen Todesfällen in Deutschland auf Grund schlechter Luft, keine Notwendigkeit für einen raschen Ausbau erneuerbarer Energien.

 

Auch ohne entsprechende Fragen hätten die Kandidaten einfließen lassen können, dass ihnen diese Problemfelder bewusst und wichtig sind – so wie sie es ja auch bei anderen Themenfeldern geschafft haben, ihr Positionen klarzustellen. Nur die Bundeskanzlerin erwähnte das Wort „Klima“ einmal; gleichzeitig machte sie aber deutlich, dass es den fossilen Verbrennungsmotor noch jahrzehntelang geben wird. Ein Ausstieg aus fossilen Energien? Fehlanzeige.

 

Es ist unfassbar, dass bei den derzeitigen dramatischen Entwicklungen bei Klima und Biodiversität, die das Potential haben, unsere Lebensgrundlagen zu zerstören, dieses Thema nicht zentral im Wahlkampf erscheint.

 

Die Klimawissenschaft hat klar aufgezeigt, dass uns noch etwa 5 Jahre bleiben, um unsere Wirtschafts- und Lebensweise radikal zu transformieren, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Die kommende Legislaturperiode wird darüber bestimmen, ob wir eine Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft schaffen – oder nicht.

 

Bitte bedenken Sie das, wenn Sie zur Wahl gehen.

 

Maiken Winter, Vorsitzende von WissenLeben e.V und Bundestagskandidatin der ÖDP im Wahlkreis 226

0 Kommentare

Radln für Tempo 30

Eine kurze Zusammenfassung zu einer kleinen Radltour für eine hoffentlich bald großen Kampagne: "Mensch vor Auto"

 

Seit einigen Monaten bin ich Bundestagskandidatin der Ökologisch Demokratischen Partei Deutschland (ÖDP) im Wahlkreis 226 - Weilheim - Garmisch. "Warum tust du dir das auch noch an?", werde ich oft von Freunden gefragt. Langeweile oder Machtstreben ist es ganz gewiss nicht; sondern die Möglichkeit, mit einem neuen Ansatz Dinge ansprechen zu können, die mir wichtig sind - Klimaschutz, Energiewende, Naturschutz - und das liebe Auto.

mehr lesen 2 Kommentare

Vertrauen auf Fehler in der Wissenschaft wäre fatal

Ein Leserbrief an den Münchner Merkur

 

Einige der Leserbriefe zu Trump spiegeln die häufigen Erfahrungen wieder, die ich im Laufe meiner Vorträge mache – ein Unwissen vieler Menschen über die Ursachen und Folgen des Klimawandels. Es ist durchaus verständlich, dass dieses Unwissen weiterhin verbreitet ist, wird doch oft falsch über den Klimawandel berichtet. Lassen Sie mich daher auf einige wenige Punkte eingehen:

 

Dass es „extrem viel Geld“ koste, die notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz durchzuführen, ist falsch – der IPCC beschrieb schon 2014, dass die notwendigen Maßnahmen 0,06% des jährlichen globalen Wirtschaftswachstums kosten würden. Das ist sicherlich viel Geld, aber durchaus machbar – v.a. in Anbetracht der Tatsache, was passieren würde, wenn wir nicht rechtzeitig handeln.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Trump - Symbol der Wegwerfgesellschaft

Demonstranten beim Münchner March for Science, April 2017. Foto (c) Winter
Demonstranten beim Münchner March for Science, April 2017. Foto (c) Winter

"Make America Great Again"  ist Trump´s Slogan. Wichtiger wäre es, die Welt vernünftiger und sicherer zu machen - und dementsprechend alles zu unternehmen, den Klimawandel zu begrenzen. Davon ist Trump weit entfernt, weil er sich benimmt, als könnte man mit der Erde spielen wie mit einem Spielzeugauto. Es gibt aber leider keinen Ersatz.

mehr lesen 1 Kommentare

Ihr gehört dazu!

Man muss nicht "Öko" sein, um an der Klimaschutz-Bewegung teilzunehmen!

Vor Kurzem hielt ich einen Vortrag über die neuesten Fakten des Klimawandels vor StudentInnen der LMU. Danach diskutierten wir noch lange darüber, warum sich weiterhin so wenige Menschen aktiv beim Klimaschutz positionieren. Spezifisch sprachen wir über die geringe Teilnehmerzahl bei der Klimaschutz-Demonstration in München (wir berichteten). Die Erklärungen der StudentInnen haben mir die Augen geöffnet:

mehr lesen 3 Kommentare

Wofür auf die Straße gehen?

Climate March München 2015, Leopoldstr.
Climate March München 2015, Leopoldstr.

Wir brauchen eine Massenbewegung für den Klimaschutz!
November 2015. Nieselregen und Kälte. Und dennoch demonstrieren etwa 1500 Menschen auf der Leopoldstraße in München für Klimaschutz. Der Zeitpunkt ist gut - kurz vor den Klimaverhandlungen in Paris sind viele Menschen am Klimaschutz interessiert.

 

Mai 2017. Strahlender Sonnenschein. Blauer Himmel. Ideal für einen Gang durch die Straßen der Münchner Innenstadt. Wie oft kann man schon bei beschwingter Musik und zwischen vielen sympathischen Leuten ohne Autolärm auf den Münchner Straßen wandeln? Die Stimmung ist dementsprechend gut - so viele freundliche, gut gelaunte Menschen trifft man selten so nahe beeinander. Dennoch: Nur ca 1000 Menschen nehmen teil.

mehr lesen 0 Kommentare

Reichtum und Klimaschutz im Widerspruch?

Eine Studie des Umweltbundesamtes vom Sommer dieses Jahres zeigt, dass die meisten von uns Klimaschützern nicht besser in ihrem Umweltverhalten sind als alle anderen. Natürlich gibt es Ausnahmen – aber die Ergebnisse der Studie des Umweltbundesamtes lassen sich nicht verleugnen.

mehr lesen 0 Kommentare

Die meisten haben es einfach noch nicht begriffen

prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber. Foto: PIK / Batier
prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber. Foto: PIK / Batier

Die Ratifizierung des Klimavertrags von Paris wurde als ein großer Erfolg gefeiert. Nun geht es international an die Umsetzung. Prof. Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erzählt, wie er das erbitterte Ringen um den Klimaschutz einschätzt, und wo die großen Chancen liegen. Das Interview wurde im forum gedruckt.

 

Das Pariser Klimaabkommen wurde ratifiziert. Gleichzeitig bremst die Regierung die Energiewende aus. Verstehen Sie diesen Gegensatz?

Dieser Gegensatz bildet in gewisser Weise ab, was in Paris passiert ist. Man hat nach 30 Jahren endlich eine adäquate Zielsetzung gefunden, nämlich die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Das entspricht dem, was wir aus wissenschaftlicher Sicht schon seit langer Zeit kommunizieren. Und das ist ein großer Fortschritt. Aber die Anerkennung eines Ziels heißt noch lange nicht die Anerkennung der dafür notwendigen Taten.

 

In Paris wurde gesagt: Wir wollen es versuchen. Aber es gibt dafür noch keine konkreten Maßnahmen und keine Sanktionsmechanismen. Das Einzige, was man versprochen hat ist: man will sich anstrengen und wird alle fünf Jahre Bilanz ziehen. Paris ist also zunächst eine Bemühenszusage.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Amphibien und Reptilien vom Klimawandel bedroht

Glasfrösche – wie die hier abgebildete Art Hyalinobatrachium bergeri – leben im Regenwald der Anden und sind sehr anfällig auf Trockenheit. Foto: Ignacio de La Riva
Glasfrösche – wie die hier abgebildete Art Hyalinobatrachium bergeri – leben im Regenwald der Anden und sind sehr anfällig auf Trockenheit. Foto: Ignacio de La Riva

 

Eine Übersichtsstudie, die heute im online Journal Royal Society Open Science veröffentlicht wurde, zeigt gravierende Auswirkungen des Klimawandels auf Amphibien und Reptilien in der ganzen Welt. Erstellt wurde die Studie unter der Federführung von WissenLeben e.V., in Kooperation mit WWF Deutschland, dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, und Wissenschaftlern aus Universitäten in Israel, Spanien und den USA.

 

Die Studie untersuchte 104 Artikel aus wissenschaftlichen Fachzeitschriften, die sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Reptilien und Amphibien beschäftigten. Erstmals wurde somit ein umfassenderer Blick auf die Effekte des Klimawandels auf diese Tierarten ermöglicht. Das Ergebnis ist ernüchternd: Zwei von drei Artikeln fanden schon heute Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Amphibien- und Reptilienbeständen. In über der Hälfte der untersuchten Fälle wiesen die Forscher einen negativen Effekt nach.

mehr lesen 0 Kommentare

Kinder klagen für mehr Klimaschutz

Dr. James Hansen. Foto: Grist
Dr. James Hansen. Foto: Grist
In Oregon klagen Kinder ihr Grundrecht auf Leben, Freiheit und Eigentum ein – von der Regierung der USA. Dr. James Hansen, einer der führenden Klimawissenschaftler der USA, ist Mitkläger. In einem Interview erklärt er Dr. Maiken Winter, warum diese Klimaschutzklage eine echte Chance hat und wie dieser Fall aus den USA unser Klima retten könnte.
Weltweit wird nach Ansicht führender Wissenschaftler zu wenig für den Klimaschutz und zu viel für die Subventionierung der Industrie getan. Das könnte die Zukunft der gesamten Menschheit aufs Spiel setzen und verstößt gegen Artikel 3 der UN Menschenrechte, nach der Staaten dazu verpflichtet sind, alle Maßnahmen zu unterbinden, die die Sicherheit seiner Bürger gefährden. In den USA wird das Grundrecht auf Leben, Freiheit und Eigentum durch das 5. und 14. Amendment der Bill of Rights, also der amerikanischen Verfassung, geschützt. Genau hier greift „OurChildrensTrust" (OCT) an. Die US-amerikanische Organisation unterstützt über eigene Anwälte Kinder und Jugendliche darin, ihr Recht für eine lebenswerte Zukunft einzuklagen. Nur sechs Jahre nach ihrer Gründung ist die Organisation in der ganzen Welt aktiv, auch in Europa.
 
mehr lesen 3 Kommentare

Ein Aufschrei!

Es reicht. Protect the Planet ruft zusammen mit verschiedenen Organisationen - unter Ihnen auch WissenLeben e.V. - dazu auf, endlich ihrer Verantwortung zum Schutz aller heutiger und zukünftiger Bürger nachzukommen. Der untere Text wird in mehreren Zeitungen abgedruckt um möglichst viele Menschen dazu anzuregen, sich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen.

 

Sehr geehrte Mitglieder des Deutschen Bundestages,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,


verhindern Sie die EEG-Novelle 2016
und retten Sie die Energiewende!


In größter Sorge um die Zukunft unseres Planeten und unserer
Kinder fordern wir die Abgeordneten des Deutschen Bundestages
auf, endlich ihrer Verantwortung nachzukommen, für die
Einhaltung der Zusagen von Paris einzustehen und die Lösung
überlebenswichtiger Probleme anzugehen!


Setzen Sie sich ein für den Stopp der Erderwärmung durch den
konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien und das Ende
von Kohle und Öl. Denn nur so kann der Klimawandel bekämpft
werden, der immer mehr eine Hauptursache für Flucht wird! Und
machen Sie endlich Ernst mit dem Atomausstieg – bevor es auch
bei uns zu einem Super-GAU kommt.


Und zwar jetzt !


Denn eine lebenswerte Umwelt und eine funktionierende Wirtschaft
wird es weder nach einem immer wahrscheinlicher
werdenden Atomunfall geben, noch bei einer fortschreitenden
Klimakatastrophe, die bis zum Jahr 2030 einhundert Millionen
Menschen zur Flucht zwingen wird...

mehr lesen 1 Kommentare

Gelandet! Flug über Atlantik mit 100% Solarkraft

Heute morgen um 7:40 ist das Solarflugzeug SolarImpuls in Spanien gelandet - nach etwas 2 Tagen und 23 Stunden Flugzeit.

Eine fantastische Leistung. Die Zukunft ist da.

mehr lesen 0 Kommentare

Nur noch 24 h Zeit! Kein Fracking in Deutschland!

Am Freitag wird im Bundestag darüber abgestimmt, ob in Deutschland Fracking erlaubt wird oder nicht. In der Pressemitteilung des BMUBs heißt es beruhigend: "Der Gesetzentwurf beinhaltet ein unbefristetes Verbot des sogenannten unkonventionellen Frackings. Kommerzielle unkonventionelle Fracking-Vorhaben sind in Deutschland damit bis auf weiteres nicht zulässig." Das klingt gut. Aber wofür Probebohrungen erlauben, wenn man sich nicht erhofft fündig zu werden - und den Fund dann auch auszuschlachten? Das Ganze hat einen seltsamen Beigeschmack.

 

Daher, schreiben Sie Ihrem Bundestagsabgeordneten und protestieren Sie gegen einen Rückschritt ins fossile Zeitalter! Wir brauchen keine Probebohrungen, wenn wir nie Fracking haben wollen.

 

Hier geht´s zum Link vom Umweltinstitut: Abgeordnetel schreiben

 

WissenLeben hat das Glück, einen Minister als Bundestagsabgeordnetent zu haben: Herrn Verkehrsminister Dobrindt. Dem haben wir geschrieben:

mehr lesen 0 Kommentare

Transatlantic Flight completely based on solar power!

(c) The Solar Impulse
(c) The Solar Impulse

SOLAR IMPULSE 2 TAKES OFF FROM NEW YORK TO ATTEMPT THE FIRST ELECTRIC, SOLAR AND ZERO-EMISSION TRANSATLANTIC FLIGHT

 

20.6.2016. Solar Impulse 2 (Si2) took off early this morning from Kennedy Airport, New York, to attempt the crossing of the Atlantic Ocean and prove that an efficient energy future is possible. Si2, the solar airplane of Bertrand Piccard and André Borschberg, capable of flying day and night with no fuel, is expected to land at the Seville Airport in Spain on 23 June. The flight, that should take four days and four nights non-stop depending on weather conditions, is one of the most challenging legs of the Round-The-World Solar Flight, the goal of which is to show that the world can be run on clean technologies.

mehr lesen 0 Kommentare

An urgent call to action

 

Dear friends,

we are getting alarmingly close to enormous changes in the climate system that would grant us a life on earth that we wished not to be part of. We still have a chance to avoid that possibility, but it is getting smaller and smaller the longer we wait.

It is too late that individual behavioural changes will make a big difference. Such changes are very important over the long term. But at the moment we need all energies on putting pressure on those in power. We need changes in policy and law to clearly protect future generations. Such changes will not happen when we just bring a shopping bag to the store.

We need to understand that fighting for our future is not something that can be postponed. Once we pass tipping points it will be too late. So please consider your options and make priorities that you can be proud of in the future.

Whatever you decide to do, be prepared to look into your childrens eyes to answer their question - What did you do to help avoid THIS?

 

Imagine your house is burning. What do you do? You run out and call emergency. After that you just sit and wait. But with climate change we have no place to run out to. Waiting will just increase the likelihood of destruction. Nobody will come from outside to help. It is up to us to get up and help carry the water buckets.

So, I have four very important requests to each of you:

1. Call your representatives and tell them that you are seriously concerned about climate change and about the slow progress of reducing greenhouse gas emissions, and that you expect them to do all in their power to step up for an energy rebellion. To avoid dangereous climate change, emissions need to drop each year by at least 6%. Ask the representatives what their plan is to make sure we do not lag behind. Ask them how we can reach that goal by continuing in investing and subsidizing fossil fuels.

2. If you live in Germany then PLEASE call your "Bundestagsabgeordnete" and demand that they do not agree with the revision of the EEG. (more information on the planned reform is here in German)

3. Please consider joining the Citizens Climate Lobby (Bürgerlobby Klimaschutz) and the Fossil Free Campaign  (in Germany Fossil Free Deutschland) to help speed up the changes we need.

4. Even though I just wrote that individual changes won´t do the trick, there are a few things that can send out an important signal... If you have not done so yet - switch to 100% renewables as soon as possible. And if possible, of course it wouldn´t hurt to reduce flying, meat-eating, stuff-buying, car-driving, heating, air-conditioning,....but I won´t go into that. You already know that anyway.


We can do this, but it really REALLY needs a huge effort from all of us. But it feels wonderful to help make the changes that are needed. Imagine that we WILL experience the moment when greenhouse gas concentrations in the atmosphere are dropping and temperatures are cooling,..how wonderful that will feel! That´ll be the absolutely amazing reward for all of our work.

 

Remember what this is about: It is about everything that is close and dear to your heart - yourself, your kids, your grandkids, nature, birds, peace and quiet - everything.  "Love does not despair. Love makes us strong. Love gives us the courage to act. Love gives us hope that change is possible. Love allows us to change the script...Let´s remember that love is a verb. And love means to do something." (from Stephen Colbert in the Late Night Show after the horrible shooting in Orlando).

Thank you for doing something!

Maiken

0 Kommentare

Klimaschutz braucht Taten!

 

Jetzt mitmachen bei den 2°Changemakern!

 

Für viele junge Menschen ist Klimaschutz nicht nur ein Modewort sondern gelebter Alltag. Sie wollen andere Menschen mitnehmen auf dem Weg hin zu einer klimafreundlichen Gesellschaft. Allein ist dies oft schwierig. Im WWF-Projekt „2°Changemaker“ lernen Jugendliche zwischen 17 und 25 Jahren das Handwerkszeug für die Entwicklung eines eigenen, umsetzbaren Klimaschutz-Projektes

 

Mit der Unterstützung von Expert/innen und anderen Gleichgesinnten tragen sie ihre konkreten Ideen eigenständig in ihr gesellschaftliches Umfeld: in die Schule bzw. Universität, in ihren Freundes- und Familienkreis oder in ihre Freizeitumgebung. Für ihr Engagement erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat.

 

Jetzt anmelden!

Das nächste 2°Changemaker-Seminar findet vom 15.-19. September 2016 statt.

Bewerbungsschluss ist der 15. August 2016.

Ausführliche Infos unter: www.2-grad-changemaker.de

Das Projekt wird gefördert durch die DBU.

0 Kommentare

KlimaCamp für junge UnternehmerInnen und solche, die es werden wollen

Die Deutsche KlimaStiftung veranstaltet vom 26. Juni bis 3. Juli 2016 das erste KlimaCamp in Bremerhaven, bei dem sich junge Erwachsene im Alter von 16 bis 24 Jahren den Themen „green economy", Nachhaltigkeit und Klimaschutz widmen.

Anmeldeschluss: 12. Juni

 

Auf die Akteure warten herausfordernde Outdoor-Aktivitäten, eine Reise entlang des 8. Längengrads durch das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, eine Schifffahrt sowie spannende Einblicke in ein nachhaltig geführtes Unternehmen: Das FRoSTA-Produktionswerk in Bremerhaven. Ein besonderes Highlight ist die Mitwirkung von Fachleuten wie Dr. Ignacio Campino (ehemaliger Nachhaltigkeits-beauftragter der Deutschen TELEKOM und Director von DESERTEC), Frau Staatsrätin Ulrike Hiller, Felix Ahlers (Vorstandsvorsitzender der FRoSTA AG), Dr. Christiane Averbeck (Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland), Max Schön (Präsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome) und Arne Dunker (Vorstand der Deutschen KlimaStiftung), die mit den Jugendlichen in Dialog über eine zukunftsfähige und nachhaltige deutsche Wirtschaft treten.


Eine Herausforderung müssen die Teilnehmer dabei meistern: Am Ende sollen sie ein Konzept zu einem eigenen fiktiven Nachhaltigkeitsunternehmen präsentieren – der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Auch die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat Ihren Besuch angekündigt.

mehr lesen 0 Kommentare

Der Widerstand gegen Kohle wächst

Der Weg in die Grube. Foto: Ende Gelände
Der Weg in die Grube. Foto: Ende Gelände

Am Pfingstwochenende setzten Aktivisten die Braunkohlegrube an der Lausitz lahm.

 

Manchen erscheint die Aktion von Ende Gelände zu extrem. Immerhin wurde dabei Hausfriedensbruch begangen - die Aktivisten ließen sich nicht vom Betretungsverbot abschrecken und besetzten zu Tausenden die Braunkohle-Grube in der Lausitz. Nicht nur in Deutschland wurde das Geschäft mit der Kohle behindert. Insgesamt haben auf sechs Kontinenten 10.000ende unter dem Motto BreakFree gegen die Kohleindustrie demonstriert.

 

Angesichts des immer stärker fortschreitenden Klimawandels und den viel zu langsamen Veränderungen in der Energieindustrie sind diese Aktionen nur zu verständlich. Wie schön wäre die Welt, wenn wir darauf vertrauen könnten, dass die fossile Industrie freiwillig und innerhalb von 1-2 Jahrzehnten auf erneuerbare Energien umstellen würde!

 

mehr lesen 0 Kommentare

Teilen als Voraussetzung für Frieden im Klimawandel

„Wer in Frieden und Wohlstand leben will, muss teilen lernen'. Foto: DenkRaum Fresach
„Wer in Frieden und Wohlstand leben will, muss teilen lernen'. Foto: DenkRaum Fresach

Die Teilnehmer/innen der Europäischen Toleranz-gespräche 2016 haben am vergangenen Wochenende eine "Erklärung zum Klimawandel 2016" verabschiedet, in der Europa aufgerufen wird, sich seiner Verantwortung zu stellen.

 

 

 

Keine Gemeinschaft kommt ohne Grenzen aus, Mauern und Zäune lösen aber keine Probleme. "Wer in Frieden und Wohlstand leben will, muss teilen lernen", heißt es in der Erklärung, die unter anderem vom UNDP-Exekutivdirektor a.D. Prof. Klaus Töpfer, vom Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser, dem Villacher Bürgermeister Günther Albel und dem Kärntner Landtagspräsidenten Reinhart Rohr unterzeichnet wurde.

 

 

mehr lesen 0 Kommentare

Ein Moratorium auf Straßen!

Straßen zerstören und zerstückeln die Natur. Wollen wir wirklich noch mehr davon?
Straßen zerstören und zerstückeln die Natur. Wollen wir wirklich noch mehr davon?

Eine kurze Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan 2030

 

Ein Kommentar von Maiken Winter. Kritik erwünscht.

 

Ich möchte hiermit meiner Sorge Ausdruck verlehen, dass der Verkehrswegeplan nicht der zukünftigen Klimakrise gerecht wird. Es wird zwar auch der Ausbau der Bahn einbezogen, aber der Straßenausbau steht weiterhin im Vordergrund. Dieser Fokus ist  nicht dem Ziel der Bundesregierung zu einer Dekarbonisierung bis 2050 zuträglich.

 

 

Tatsache ist, dass wir auf eine globale Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes zusteuern, wenn wir nicht jetzt sofort die notwendigen Weichen stellen, um eine schnelle Transformation weg vom Verbrennen fossiler Rohstoffe zu ermöglichen.  

 

 

Gleichzeitig muss der weiteren Zerstörung und Zerstückelung der Natur Einhalt geboten werden. Ortsumfahrungen und Streckenausbauten zerstören immer mehr Natur und erhöhen den Anreiz, noch mehr und noch schneller Auto zu fahren – doch das Gegenteil müssen wir erreichen, um unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.

 

 

Nehmen wir den Klima- und Naturschutz ernst, dann muss das Ziel sein, den Flächenverbrauch durch Straßen zu stoppen und die Anzahl der Autos auf unseren Straßen zu reduzieren. Eine solche Reduzierung sowie höhere Sicherheit auf Straßen wäre auf vielfältige Weise möglich, z.B. durch:

  1. Großflächige, bezahlbare und zeitlich sinnvolle Bedeckung aller Regionen Deutschlands über öffentliche Verkehrsmittel.
  2.  Hohe Steuern auf Benzin und Autos, evtl. mit Ausnahmen wie z.B. für Bauern.
  3. Hohe Preise auf Parkplätze, so dass es sich rentiert, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu fahren.
  4. Verbot der Bekanntmachung von Radarfallen. Ausbau der Blitzer und höhere Strafen auf Schnellfahrer.
  5. Entwicklung von Lärmfallen, über die laute Motorräder geblitzt und mit hohen Strafen versehen werden.
  6. Bessere Kontrolle und hohe Strafen auf Handy-Benutzung im Auto.
  7. Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit, gekoppelt mit Blitzern.
  8. Tempo 80 auf allen Landstraßen.
  9. Bußgelder und Steuern gehen hauptsächlich in den Erhalt und Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs.

 

Solche Änderungen wären sicherlich nicht einfach, da die Autolobby sehr effektiv uns Deutsche zu einem Autofahrervolk gemacht hat. Doch das lässt sich umkehren, wenn man mit Überzeugung die Notwendigkeit klar vermittelt und die Vorteile offenkundig sind.

 

Dieser Kommentar wurde beim Bundesverkehrsministerien eingereicht. Kommentarschluss war der 2.5.2016

 

Details zum Bundesverkehrswegeplan: Entwurf März 2016

 

0 Kommentare

172 Staaten unterzeichnen Klimaabkommen

Heute haben 172 Staaten das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet. Doch volle Gültigkeit bekommt es erst, wenn mindestens 55 Staaten das Abkommen ratifizieren. Und auch danach ist der Weg noch lange. Vor allem braucht es dazu einen Preis auf CO2.

 

Ein Kommentar von Ottmar Edenhofer vom 21.4.:

Bei der Unterzeichnung des Pariser Klima-Abkommens durch Staats- und Regierungschefs in New York seien „schöne Reden voller großer Worte“ zu erwarten, so schreibt Professor Dr. Ottmar Edenhofer, Ökonom und Stellvertretender Direktor am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), in seinem Kommentar „Zur Sache“ für die Website des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK). Das Pariser Abkommen sei zwar „ein fantastischer Erfolg der internationalen Klimadiplomatie. Weniger gern gehört wird: Das Abkommen ist noch kein Durchbruch für einen wirksamen Klimaschutz.“ Es sei „der Anfang eines Weges, nicht sein Ende.“

mehr lesen 0 Kommentare

Aprilscherz trifft ins Schwarze

Automatischer Zähler für den Steinkohleblock in München
Automatischer Zähler für den Steinkohleblock in München

So unwahrscheinlich die Mitteilung des Bürgerbegehrens "Raus aus der Steinkohle!" war, so wunderschön war sie. So schön, dass auch ich sie zunächst geglaubt hatte. Denn was gäbe es Schöneres, wenn tatsächlich die Vernunft und die Verantwortung für die Zukunft über kurzfristigen Gewinnen ständen? Wenn Verantwortliche mit einem humorvollen Zwinkern zeigen würden, dass sie tatsäclich verstanden haben, um was es geht - um unser aller Überleben? So eine schönes Nachricht war zu schön, um sie sofort nciht zu glauben. Ein genuss, sich einige Minuzten wie wild zu freuen. Und nicht nur ich bin darauf reingefallen - hier die Pressemitteilung zur Aufklärung des Aprilscherzes:

mehr lesen 0 Kommentare

Kohle-frei statt Freibier

Stadtwerke verschenken Kohle am Marienplatz!

 

SWM geben heute Grillkohle kostenlos aus, da sie auf umweltfreundliche Kraftwerkstechnik umstellen - Initiatoren des Bürgerbegehrens "Raus aus der Steinkohle" glücklich über Einlenken. Pressemitteilung vom Bündnis "Raus aus der Steinkohle"

„Mit so einer schnellen Reaktion der SWM haben wir gar nicht gerechnet, aber es freut uns, dass die Stadtwerke Kohle verschenken, anstatt sie zu verbrennen. So können die Münchner kostenlos angrillen und die Stadtwerke ernten doppelt Sympathie.“ so Klaus von Birgelen, Stellvertreter des Bürgerbegehrens für kohlefreie Energieversorgung.

mehr lesen 1 Kommentare

Wir trauern um unser Beiratsmitglied Gary Braasch

Gary Braasch bei der Vernissage zu seiner Wanderausstellung "Klimawandel - Eine globale Herausforderung" im Ökologischen Bildungszentrum in München, September 2014
Gary Braasch bei der Vernissage zu seiner Wanderausstellung "Klimawandel - Eine globale Herausforderung" im Ökologischen Bildungszentrum in München, September 2014

Die Welt ist um einen einzigartigen Menschen, der sich mit ganzer Seele dem Natur- und Klimaschutz verschrieben hatte, ärmer geworden.

 

Gary Braasch war ein einzigartiger Mensch. Voller Liebe und Begeisterung für die Natur; voller Optimismus für unsere Zukunft; voller Energie, um sich  jahrzehntelang für den Erhalt der einzigartigen Vielfalt unseres wunderschönen Planeten einzusetzen.

 

Gary photografierte die Zerstörung der Natur, aber auch ihre Schönheit; die Folgen des Klimawandels, aber auch seine Lösungen; die Ursachen der Zerstörung, als auch die Aktivisten, die sich gegen diese Zerstörung zur Wehr setzen. Er begleitete Wissenschaftler ins Hochgebirge, an die Pole und Korallenriffe. Er dokumentierte den Wandel und motivierte viele Menschen durch die einzigartige Kraft seiner Bilder, sich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen.

 

In Deutschland war Gary relativ unbekannt, obwohl er in den USA ein hoch-geachteter und preisgekrönter Naturfotograph war. Wir brachten und bringen seine Bilder über unsere Wanderausstelung "Klimawandel, eine globale Herausforderung" nach Deutschland, wo sie seit September 2014 fast vollständig ausgebucht ist (siehe Buchungsplan).

 

Gary Braasch begeisterte sich für das Kleine, Unscheinbare, wie z.B. für das Gras, das in München zwischen den Straßenbahngleisen wächst (in anderen Orten wird das Gras durch Herbizide getötet), als auch für die großen Wunder der Natur, wie Korallenriffe und Regenwälder. Immerhin durfte er an einem Ort sterben, den er liebte - er starb beim Schnorcheln und Fotografieren im Great Barrier Reef. 

 

Auch wenn Gary schon 72 Jahre alt war, verließ er uns viel zu früh. Aber man ist erst wirklich tot, wenn sich keiner mehr an einen erinnert. Insofern wird Gary noch lange unter uns leben - über seine Bilder, Bücher und seine Leidenschaft für das Leben, die über seine Bilder weiterlebt.

 

Seine Arbeit wird weitergeführt von seiner Lebens- und Arbeitspartnerin Joan Rotlein und seinem Sohn Cedar Braasch.

 

Links:

Webseiten von Gary Braasch:

Nachrufe bei DotEarth , bei OregonLive und bei Omaha World Herald.

 

Ein sehr schöner kurzer Film über Gary Braasch: https://vimeo.com/92280463

 

Coral Bleeching: Corals are in the middle of a “global bleaching event.” Here’s what that means

 Gary Braasch died at Lizard Island, where coral bleeching is especially bad:

0 Kommentare

Klima-MOOC reloaded

Online-Vorlesung: Top-Klimawissenschaftler erklären Klimawandel und seine Folgen

 

Klimawandel, was ist das eigentlich? Ein neues digitales Lernformat bietet die Möglichkeit, das eigene Wissen zum Klimawandel unkompliziert von zuhause zu erweitern. Nach der großen Nachfrage im Wintersemester startet der Massive Open Online Course (MOOC) „Klimawandel und seine Folgen“ am 9. Mai 2016 wieder neu. Eine Einschreibung ist ab sofort auf der MOOC-Plattform Iversity online möglich unter https://iversity.org/de/courses/klimawandel. Der Kurs mit international renommierten Klimaexperten führender Forschungsinstitute erklärt die Ursachen für die menschgemachte Erderwärmung und die Funktionsweise unseres Klimasystems.
 
Die kostenlose Online-Vorlesung in deutscher Sprache wurde vom WWF Deutschland und dem Deutschen Klima-Konsortium (DKK) mit Förderung durch die Robert Bosch Stiftung entwickelt. Der aus fünf Kapiteln bestehende Lehrgang steht jedermann offen. Er richtet sich insbesondere an Studierende, Lehrende, Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung und Kommunen, die sich beruflich mit dem Klimawandel auseinandersetzen, aber auch an alle interessierten Bürger.

mehr lesen 0 Kommentare

Und die Temperaturen steigen weiter...

Dass dieser Januar der wärmste Januar gewesen ist, der je gemessen wurde (seit den globalen Temperaturaufzeichnungen 1880), verwundert nicht. Warum darüber schreiben? Natürlich wird es immer wärmer solange wir nicht drastische Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase durchführen. Da wird es jeden Monat neue Schlagzeilen geben - der wärmste Februar, der wärmste März, usw. usw. Aber es wäre fatal, wenn wir uns an diese Veränderungen gewöhnen würden. Und dieser Januar hatte es in sich...

mehr lesen 0 Kommentare

senseBoxen - ideal für viele Citizen Science Projekte

verteilung der SenseBoxen in Deutschland
verteilung der SenseBoxen in Deutschland

100 senseBoxen zu verschenken! Jetzt zugreifen und idealen Grundstock legen für die  Projekte Natur im Klimawandel und vieles mehr!

 

Das senseBox-Team vom Institut für Geoinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster arbeiten schon seit vielen Jahren an Projekten rund um die Messung von Umweltphänomenen im Kontext Citizen Science und Bildung. Aus den so gesammelten Erfahrungen ist die senseBox entstanden.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Begeisterung wecken für Umwelt und Wissenschaften

Unsere Tagung am 18.1.2016 im Museum Mensch und Natur erkundet die Möglichkeiten der Bürgerwissenschaften im Bildungsbereich. Anmeldeschluss am 15.1.!

 

Begeisterung für die Natur, Verständnis für komplexe Zusammenhänge, Interesse an wissenschaftlichen Fragestellungen, Befähigung, Informationen zu hinterfragen und selbst Nachforschungen anzustellen – alles das ist wesentlich für eine engagierte, zukunftsfähige Weltbürgerschaft, die sich aktiv mit in die Zukunftsgestaltung mit einbringt. Diese Fähigkeiten zu unterstützen sind Anliegen der Bürgerwissenschaft, auch Citizen Science genannt.

 

 

mehr lesen 0 Kommentare

Gemeinsames Musizieren als Exempel für eine bessere Welt - ein Neujahrswunsch

Das Weihnachstoratorium, aufgeführt vom Mozart Chor Andechs unter Anton Pfell. Foto: Franz Xaver Fuchs
Das Weihnachstoratorium, aufgeführt vom Mozart Chor Andechs unter Anton Pfell. Foto: Franz Xaver Fuchs

Zusammen zu musizieren hat etwas Wunderbares. Einzelne Teile fügen sich zusammen zu einer Harmonie, die unglaublich viel Freude und Befriedigung erzeugt.

 

Als ich in Andechs das Weihnachtsoratorium mitsang, wurde es mir besonders deutlich, dass gemeinsames Musizieren ein wunderschönes Beispiel für ein harmonisches Zusammenleben ist.

 

Jeder einzelne Teil des Ensembles, sei es Chorsänger, Orchestermitglied, Solist oder Dirigent spielt eine einizigartige Rolle und ist notwendig für das Funktionieren der Aufführung. Auch wenn es 15 Soprände im Chor gibt, ist doch jede einzelne Stimme wesentlich, damit der Klang voll und schön ist. Jeder achtet auf den anderen, um stimmlich optimal zusammen zu passen. Gleichzeitig ist es möglich, ab und zu in Ruhe Luft zu holen, ohne dass dadurch das Stück auseinanderbricht - man kann sich auf die Mitsänger verlassen, die die Lücke füllen. Genau so ist es im Orchester, wo sich Spieler gegenseitig helfen können, die Noten umzublättern, während der andere weiterspielt.

 

Solisten sind exponierter. Sie können sich nicht auf andere verlassen, die für sie weitersingen oder weiterspielen. Aber sie werden vom Basso continuo begleitet und haben dadurch immer eine Stütze. Um Solist zu sein, muss man Fähigkeiten besitzen, die viele nicht haben. Das setzt die Solisten von den anderen Teilnehmern ab; doch hätte der Solist ohne Chor und Orchester keinen Rahmen für seine Solo-Einlagen. Gleichzeitig geben die Solo-Einlagen Chor und Orchester die notwendigen Pausen, um wieder bereit zu sein für den nächsten Einsatz.

 

Der Dirigent schliesslich ist jemand, dem man 95% vertraut (aber man sollte immer selbst auch mitzählen, denn auch ein Dirigent ist ein Mensch, der Fehler macht). Der Dirigent gibt an, wie wir Musik machen, schnell oder langsam, laut oder leise, zärtlich oder strahlend. Und man folgt ihm. Das Wichtige dabei ist: dies Folgen hat nichts mit Zwang zu tun, sondern mit Freude und Glück und Gemeinsamkeit. Jeder versteht, dass wir eine umso schönere Musik erzeugen, je mehr wir uns aufeinander abstimmen.

 

Was hat das mit einer nachhaltigen Gesellschaft zu tun? Sehr viel. Denn ein Musikensemble zeigt im Kleinen, was uns im Großen oft noch fehlt:

 

1. Ein Dirigent, dem wir vertrauen, und dem man gerne folgt. Jemand, der oder die es schafft, mit Freundlichkeit, Kompetenz und Bestimmtheit alle "Mitspieler" dazu zu bringen, ihre Energie zu etwas Großem zusammen zu führen. Jemand wie Bill McKibben von 350.org. Doch wer ist der Dirigent in Deutschland oder Europa?

 

2. Solisten, die Fokus auf wesentliche Bereiche erzeugen, sich aber auch wieder zurücknehmen können, um anderen Raum zu geben. Solche Solisten sind Persönlichkeiten, die sich für eine lebenswerte Zulkunft einsetzen, wie z.B. Prof. Schellnhuber oder Prof. Rahmstorf.

 

3. Chor und Orchester, die tragende Musik, ist die Zivilbevölkerung, die sich für unsere Zukunft einsetzt. Doch das Stück, das wir im Moment aufführen, erscheint oft sehr modern mit vielen unzusammenhängenden Tonfolgen und Dissonanzen. Um aus diesem Gewusel mehr Harmonie zu erzeugen, benötigt es

 

  • den Willen für Harmonie
  • Achtsamkeit füreinander
  • einen Drigenten, der Chor und Orchester führt

 

Für das neue Jahr wünsche ich mir, dass wir mehr aufeinander hören und achten, um 2016 gemeinsam effektiver unserem Ziel  - eine lebenswerte Zukunft für alle Lebewesen auf unserem Planeten - ein großes Stück näher zu kommen.

 

Maiken Winter

2 Kommentare

Nur zusammen können wir es schaffen - ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln

Nur gemeinsam sind wir stark
Nur gemeinsam sind wir stark

Um schnell effektive Veränderungen durchzusetzen bedarf es des Schulterschlusses zwischen allen gesellschaftlichen Organisationen, denen die Zukunft ein Anliegen ist. Wo immer es um eine lebenswerte, friedliche und gesunde Zukunft aller Menschen geht - die Bündelung der unterschiedlichen Ansätze hilft, die Energien freizusetzen, die für die Erreichung dieses Zieles erforderlich sind.

 

Allerdings ist ein solcher Schulterschluss keineswegs selbstverständlich. Nicht selten sind es Eitelkeiten von Akteuren, die ihn verhindern. Statt Kräfte, Zeit und Geld zu bündeln, wird oft nebeneinander her oder sogar gegeneinander gearbeitet. Auch wenn es der Sache durchaus förderlich sein kann, sie auf verschiedenen Wegen anzugehen, darf das gemeinsame Ziel nicht aus dem Blick geraten.

 

 

Gemeinsames, schnelles Handeln ist dringend geboten. Dabei geht es um mehr als um individuelle Profilierung und Anerkennung. Es geht um eine lebenswerte Zukunft.

 

Dieser (leicht veränderte) Zwischenruf von Maiken Winter wurde vor COP21  bei Denkwerk Zukunft veröffentlicht.

0 Kommentare

Ein voller Erfolg: Global Climate March auf der Leopoldstraße in München

Fossil Free München und seine Partner bringen 1000 Menschen aus ganz Bayern für den Klimaschutz auf die Straße

mehr lesen 0 Kommentare

Großdemonstration in München für effektiven Klimaschutz

Am 29.11. finden in der ganzen Welt Demonstrationen für effektiveren Klimaschutz statt, auch in München. Machen Sie mit!

 

Denn es reicht nicht, sich zu hause auf dem Sofa über den Klimawandel Sorgen zu machen - wir müssen raus auf die Straße und den Verantwortlichen zeigen, wie viele von uns effektivere Klimaschutzmaßnahmen fordern. Es gibt Zeiten, in denen wir unsere Zukunft aktiver mitgestalten sollten. Diese Zeit ist jetzt. 1000ende werden sich daher am 29.11. in München für effektiven Klimaschutz einsetzen und mit uns zusammen auf die Straße gehen.

 

Machen Sie mit! Und marschieren Sie mit uns um 14:00 von der Münchner Freiheit zum Odeonsplatz. Dort findet um 15:00 die  Abschlußkundgebung statt. Anschließend können Sie sich an den diversen umliegenden Christkindlmärkte wieder aufwärmen.

 

Organisiert wird die Demonstration von Fossil Free München und seinen Partnern. Werden Sie dabei sein?

 

Worum geht es genau?

mehr lesen 0 Kommentare

Junge Forscher*innen für den Klimaschutz gesucht!

Gerne leiten wir diese Information des WWF weiter:


WWF vergibt 20 Stipendienplätze. Jetzt bewerben bei der Schülerakademie 2°Campus!


Der WWF Deutschland und die Robert Bosch Stiftung rufen erneut zur Schülerakademie 2°Campus auf! Das einzigartige Stipendienprogramm verbindet aktuelle Forschung mit Klimaschutz und bietet jungen Menschen die Gelegenheit, gemeinsam mit Wissenschaftler/innen für eine klimafreundliche Zukunft zu forschen. Wie senken wir die Treibhausgase und bremsen den Klimawandel? 2°Campus liefert konkrete Antworten.

 

Wir suchen für das Jahr 2016 Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren, die sich für MINT begeistern und für den Klimaschutz forschen wollen.

 

Die Bewerbungsfrist läuft bis 01. Dezember 2015.

 

2°Campus 2016  findet in den Frühjahrs-, Sommer- und Herbstferien statt, zumeist in Berlin bzw. in den Städten der jeweiligen Partneruniversitäten. Die Teilnahme ist (bis auf die Anreise) kostenfrei. Ausführliche Infos unter: www.2-grad-campus.de

0 Kommentare

Wie ein Mensch die Welt verändert

Bill McKibben initiierte 350.org und die Divestment Bewegung
Bill McKibben initiierte 350.org und die Divestment Bewegung

Bill McKibben, 350, und die Divestment Bewegung

Es gibt viele Menschen, die großen positiven Einfluss auf das Weltgeschehen haben. Aber kaum einer hat so viel in so kurzer Zeit bewirkt wie Bill McKibben.

 

McKibben ist schon seit Jahrzehnten in der Umweltbewegung aktiv- sowohl als Professor für Umweltwissenschaften an einem College in den USA, als auch als Schriftsteller. Schon 1989 warnte er vor den Folgen des Klimawandels. 2007 begannen er und eine kleine Gruppe hoch-motivierter StudentInnen eine USA-weite Bewegung, um den amerikanischen Kongress dazu zu bringen, mehr Engagement im Klimaschutz zu zeigen: „Step it up!“ war ein voller Erfolg mit Dutzenden von Aktionen in ganz USA. (eine davon organisierte ich an der Cornell University).


mehr lesen 0 Kommentare

Flüchtlinge sind unsere Zukunft

Flüchtlinge beherrschen das Tagesgespräch. Aber kaum jemand wagt zu sagen, dass die Zahl der Flüchtlinge um ein Vielfaches ansteigen wird, wenn wir nicht alles tun, um den Klimawandel zu begrenzen. Denn dieser wird die Lebensgrundlagen von Hunderten von Millionen Menschen zerstören. Es ist dringendst Zeit, effektive Maßnahmen zu ergreifen, damit weniger Menschen ihre Heimat verlieren.

 

Es sind dramatische Bilder, die wir in diesen Wochen sehen. 10.000ende von Flüchtlingen, die täglich nach Deutschland kommen, um bei uns Schutz zu suchen. Menschen, die alles, was ihnen vertraut und lieb war,  zurücklassen mussten; die ganz von vorne ihr Leben aufbauen müssen - eine riesige Herausforderung für alle Beteiligten, aber auch eine große Chance, zusammen Neues zu gestalten.

 

Doch heißt es immer öfter: "Unsere  Aufnahmekapazitäten sind begrenzt". Jetzt schon?! Wissen die Herren Politiker denn nicht, was weithin bekannt ist - dass wir in Zukunft mit weit mehr Flüchtlingen rechnen müssen als bisher? Keiner kann später sagen, dass wir das nicht gewusst haben. Nur wagen weiterhin die wenigsten, ganz klar auszusprechen, was Tatsache ist. Es ist Zeit, dass wir uns auf weit mehr Flüchtlinge einstellen und gleichzeitig Maßnahmen ergreifen, die helfen, dass weniger Menschen ihre Heimat verlieren.

 

Heutzutage sind pro Jahr etwa 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Davon verlieren ca 20 Millionen Menschen ihre Heimat durch Naturkatastrophen, Der Hauptgrund für Flucht ist bisher also Krieg und Verfolgung. Doch die Zahl der Flüchtlinge wird sich in den nächsten Jahrzehnten um ein Vielfaches erhöhen - auf ca 200 Millionen bis 2050 und auf mehrere 100 Millionen bis zum Jahr 2100. Meeresspiegelanstieg, Dürren, Erdrutsche u.v.m. werden nicht nur die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstören; es werden daraus auch bewaffnete Konflikte entstehen, die zu Krieg führen können - Krieg und Klimawandel sind sehr enge Nachbarn. Nicht umsonst bekamen Al Gore und der IPCC den Friedensnobelpreis im Jahr 2007 - wer den Klimawandel bekämpft setzt sich automatisch gleichzeitig auch für den Frieden in der Welt ein.

mehr lesen 4 Kommentare

Ade arktisches See-Eis

Visualisierung des Rückgangs des Eisvolumens im arktischen Meer, 1979 - 2015
Visualisierung des Rückgangs des Eisvolumens im arktischen Meer, 1979 - 2015

Eine kurze Animation zeigt in beeindruckender Weise, wie stark das arktische See-Eis seit 1979 zurückgegangen ist.


Das arktische See-Eis wirkt als eine Art "Kühltruhe": die helle Eisoberfläche reflektiert etwa 90% der Sonnenstrahlen und hält dadurch die arktische Region kühl. Offenes, dunkles Meereswasser dagegen absorbiert den größten Teil der Sonnenenergie. Je weniger Eis das Meer am Nordpol bedeckt, desto mehr Sonnenenergie wird absorbiert, und je mehr wärmt sich die Region auf. (Die starke Erwärmung der arktischen Region ist in einer Animation von NASA gut erkennbar). Es ist zu befürchten, dass das arktische See-Eis schon innerhalb der nächsten Jahrzehnte im Sommer vollkommen verschwunden sein könnte - mit dramatischen Folgen auf das Klima, sowie auf Menschen und Tiere der Arktis, die ihre Lebensgrundlagen verlieren (wie im Film ThuleTuvalu dargestellt)

mehr lesen 0 Kommentare