Das seltsame Ding genannt Liebe

Liebe. So ein großes Wort. Wir finden und verlieren Liebe, sind außer uns vor Glück oder Leid - je nachdem, wie die Liebe mit einem spielt. Aber was ist das eigentlich - die Liebe? Und kann sie uns helfen, Frieden und Glück langfristig in uns zu bewahren - unabhängig von äußeren Umständen?

 

Nach einem relativ schwierigen Jahr machte ich mich auf die Suche nach der Antwort auf die Frage: "Was bedeutet Liebe eigentlich?" Dazu habe ich Freunde und Bekannte zwei Fragen gefragt:

1. Was ist Liebe?

2. Was treibt Dich am meisten an?

 

Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Liebe selbst. Sie zeigen, dass "Liebe" sich nicht einzwängen lässt in ein bestimmtes Format. Dadurch bleibt es jedem  frei, für sich zu entscheiden, was es bedeutet, jemanden oder etwas zu lieben. Daher kann man sich aber auch nicht darauf verlassen, dass - wenn einer "Ich liebe Dich" sagt -  diese Aussage das bedeutet, was man selbst darunter versteht. Aber lesen Sie selbst...

Kurz und knapp:

"Liebe ist ein wunderbares Gefühl der Zuneigung, das über jegliche rationale Erklärung hinausgeht."

Antwort eines Wissenschaftlers

Es gibt drei Elemente der Liebe, die zusammen eine langfristige, tiefe Liebes-Beziehung ermöglichen: Agape, Filos und Eros.

 

Agape ist die bedingungslose Liebe, die Zuneigung zu einem Menschen unabhängig davon, wie er oder sie sich verhält. Sie erwartet und fordert nichts, und bleibt bestehen undabhängig vom Verhalten des oder der anderen.

 

Filos, die geschwisterliche Liebe, ist eine Liebe, die auf Gegenseitigkeit beruht - eine tiefe Freundschaft, die nicht bedingungslos alles akzeptiert.

 

Eros, die sexuelle Anziehung, unterscheidet eine Partnerschaft von einer Freundschaft. Sie ist die stärkste Energie, die es zwischen Menschen gibt und hat die Fähigkeit, Vieles zu zerstören aber auch viel Schönes aufzubauen. Eros drängt sich oft in den Vordergrund, so dass Agape und Filos übersehen werden - obwohl es die beiden letzteren sind, die eine langfristige Beziehung ermöglichen.

 

Es ist die Balance zwischen diesen drei Elementen, die eine stabile Beziehung ermöglichen. Leider spielen Hollywood et al. uns oft vor, als beruhe Liebe vor allem auf Eros. Kein Wunder, dass viele Beziehungen daher nicht lange halten.

Ganz ähnlich sieht es eine Mutter:

 

Für meinen Begriff gibt es verschiedene Formen der Liebe:
Es gibt die universelle Liebe, Liebe,die für alle da ist und durch uns alle fließen kann, auch göttliche Liebe. Diese Liebe stellt keine Bedingungen und hat keine Erwartungen und ist nicht personell gebunden.
Dann gibt es die Liebe von Mutter zum Kind, die sehr innig und intim ist, da das Kind in der Mutter gewachsen ist und somit ein Teil von ihr war / ist.
Die Intensität und Aufrichtigkeit der personell gebundenen Liebe hängt zum.grossen Teil von unserer Selbstliebe ab.
Unsere eigene Fähigkeit, Liebe zu geben, zu empfinden oder sich geliebt zu fühlen, ist unterschiedlich ausgeprägt,und hängt stark davon ab wie wir Liebe in früher Kindheit erfahren haben.
Dann gibt es natürlich die Liebe zwischen Mann und Frau, die auch sexuell geprägt ist und viel mit körperlicherAnziehungskraft zusammenhängen kann.
Es gibt die Liebe zur Natur im weitesten Sinne, unter Freunden, zwischen Frauen etc.
Alle Formen der Liebe gehen einher mit tiefem Empfinden, dem Bedürfnis nahe zu sein, zu verstehen.
Für mich ist es eine universelle Lebenskraft.

Antwort eines Biologen:

Genaugenommen ist Liebe doch die Kraft, die nötig ist, wenn Kosten und Nutzen des Zusammenlebens zu weit auseinander liegen oder noch zu undeutlich erkennbar sind. Dann braucht es einen Kitt, der dafür sorgt, das man es toll findet, sein spärliches Essen zu teilen, mit dem halben Schlafplätzchen am Feuer zufrieden zu sein und überhaupt bei allem, was man tun will, zu berücksichtigen, was der andere will. Der evolutionsbiologische Nutzen solcher Partnerschaften ist klar – nur ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass einem der genau dann bewusst wird, wenn es darum geht, statt der ganzen leckeren Portion Mammutkeule nur die halbe Portion zu essen. Wer denkt da schon dran, dass die halbe Keulenportion sich in 20 Jahren mal in proper aufgezogenen Nachkommen auszahlt? Oder dass es in 10 Jahren die liebe (!) Verwandtschaft bei der Stange hält, wenn der Säbelzahntiger mich angreift? Dazu braucht es einen Mechanismus, der solches Verhalten sehr frühzeitig sozusagen virtuell entlohnt. Gesteuert wird das bekanntlich über Hirn und Hormone. Soweit so evolutionsbiologisch.

 

Übrigens gibt es offenbar in den primitiven Von-der-Hand-in-den-Mund-und-am-meisten-mir-Subkulturen keine Liebe. Für mich heißt das in keiner Weise, dass mich diese biologische Ansicht in irgendeiner Weise über die Dinge erhebt und erst recht würde ich nie auf die Idee kommen, mich nicht auf das Gefühl von Liebe einzulassen, nur weil ich eine Idee dazu habe, welchen Umständen wir sie verdanken könnten. Ganz im Gegenteil. Es ist eine der vielen ganz wunderbaren und atemberaubenden Dinge, die die Natur hervorgebracht hat und die man bestaunen und genießen sollte.

Was Liebe für mich nicht ist, ist das, was die Amis draus gemacht und armselige Landsleute hierzulande völlig unreflektiert übernommen haben: Ich liebe weder meinen Hamburgerlieferanten noch mein Auto (wie pervers!) und auch nicht irgendwelche Dinge. So etwas kann man mögen oder toll finden, aber nicht lieben. Liebe bleibt den Menschen vorbehalten und bestenfalls noch Tieren, die solche ersetzen sollen. Diese aus einem Anglizismus geborene Inflation der Liebe kann ich nicht ausstehen. Aber es wäre mir vermutlich egal, wenn ein Mensch, den ich lieb habe, diese Unart an sich hätte – siehe oben.

 

Und was treibt mich im Leben am meisten an? Das ist mir ehrlich gesagt selber nicht klar. Manchmal entsteht einfach das sichere Gefühl, dass es Zeit ist, das eine oder andere zu tun. Und dass ich nicht mehr in den Spiegel schauen könnte, wenn ich das jetzt nicht angehe. Ein bestimmtes Projekt in Angriff nehmen oder eines beenden, jemandem die Meinung sagen, ein Haus kaufen, einen Heiratsantrag machen – solche Dinge eben. Zu wirklich fundamentalen und langfristigen Entscheidungen (ich will unbedingt Kinder, ich will unbedingt eine Professur, ich will unbedingt in Süddeutschland leben) habe ich mich offen gesagt noch nie von etwas oder jemandem aktiv getrieben gefühlt. Zu solchen Dingen lasse ich mich lieber ganz passiv hintreiben. Manches erreiche ich, anderes nicht. Ich schätze, in mindestens drei Vierteln der Fälle war es gut, diesem Gefühl, jetzt unbedingt etwas tun oder regeln zu müssen, zu folgen.

 

Ob mir ein göttliches Wesen ab und zu einen nötigen Schubs gibt? Der Gedanke ist schön, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mich damit nicht selbst zu wichtig nehme. Jedenfalls wäre es in meinem Falle nicht ganz der Wahrheit entsprechend, den ganzen Pathos auszurollen von wegen mich treibt an, eine bessere Welt für unsere Nachkommen zu schaffen usw. Das ist ein gutes Ziel und im Zweifel arbeite ich daran mit, aber ich wache nicht morgens auf und denke, ich müsste jetzt die Welt verbessern. Diesen Antrieb habe ich nicht. Obwohl man das müsste. Die Welt verbessern meine ich.

Antwort eines Weltenfahrers:

 

Liebe ist für mich vor allem der gegenseitige Einsatz, den geliebten Partner groß zu machen, ihm zur Erfüllung aller seiner Möglichkeiten zu verhelfen.

 

Liebe ist also Träume verwirklichen, Grenzen überschreiten, verwöhnen, nie hängen lassen, gemeinsam kämpfen, Barrikaden errichten gegen das Böse und Barrikaden abreißen für das Gute.

 

Liebe ist Freiheit und Freilassen und lächelnd und voller Empathie wieder aufnehmen.

 

Und Liebe ist lebenslanger unbegrenzter wilder zärtlicher Sex.

Antwort eines Klimaschützers

Ich bin überzeugt, mit der Liebe ist es genauso wie mit Vertrauen. Wir alle können gar nicht genug davon kriegen und sind ständig - meist ohne es zu bemerken - mit der Frage beschäftigt, was wir tun können, um etwas mehr davon zu bekommen. Dabei ist das einzige, was in unserer Macht liegt, Liebe und Vertrauen zu schenken. Auf alles andere haben wir - wenn wir ehrlich sind - nicht wirklich einen nennenswerten Einfluss. Sind wir jedoch mit dieser Art von Geschenken hin und wieder großzügig, erleben wir das eine oder andere kleine Wunder! Vielleicht liegt der Zauber der Advents- und Weihnachtszeit allein darin, dass wir uns öfter mal trauen, auch das zu schenken.

Antwort eines Unternehmers

Für mich ist Liebe ein Seinszustand in einem Gefühl von allumfassender Verbundenheit, tief empfundenem Glück und Ergriffenheit im gegenwärtigen Augenblick.

 

Was treibt mich im Leben am meisten an?
Wahrheiten finden, z.B. auf die Fragen was Liebe ist, was WIR sind und weshalb wir diese Fragen stellen.

 

Wonach strebe ich am meisten?

  • Ich strebe nach Liebe, Anerkennung, Wahrheit und Verbundenheit.
    Ich strebe danach für Menschen, besonders für meine Familie, Tiere und meine Welt nützlich und wertvoll zu sein.
  • Ich bin so ehrlich wie möglich, suche nach Wahrheiten und danach mich als Mensch weiterzuentwickeln.
  • Ich achte darauf zu verstehen, Liebe und Anerkennung zu geben und anzunehmen.

Antwort einer Jugendlichen

Für mich kann man Liebe schwer in Worte fassen; sie ist mehr ein Gefühl. Ein Gefühl, das einem ein bestimmter Mensch / etwas Bestimmtes sehr wichtig ist; dass man weiss, dass man dieses Etwas nicht aufgeben will.

 

  • Es ist wie einer der Momente, in denen man sagt: "An das hier werde ich mich immer erinnern". Genau wie die Erinnerung bleibt die Liebe auch bei einem. Vielleicht verblasst die Umgebung, man weiss nicht mehr genau, welche genauen Umstände gerade da waren, aber man erinnert sich an den Moment.
  • Es ist das Gefühl, dass man einer Person alles anvertrauen kann, egal wie bescheuert oder klein; und es wird für die Person trotzdem wichtig sein. Man weiss, dass die Person wissen will, wie es einem WIRKLICH geht. Nicht das Übliche "Ja, und wie geht's so?" - sondern das, was man normalerweise versteckt hält oder nicht erzählen will.
  • Es ist, als würden zwei Menschen eine Porzellanschale zwischen sich balancieren, aber beide wissen, dass der andere einen mit der Aufgabe diese zu halten nicht allein lassen wird.
  • Es ist das Gefühl, nicht die Hand vor dem Mund halten zu müssen und einfach mal lauthals zu lachen bis der Bauch weh tut.
  • Es ist Fehler machen und einander verzeihen, weil man weiss, dass man auch selber Fehler macht und der andere einem auch verzeihen würde.
  • Es ist das Gefühl, mitten in der Nacht eine bescheuerte Frage zu haben und sie dieser einen Person schreiben zu wollen, weil alle anderen einen für Verrückt erklären würden.
    Es ist aber auch still nebeneinander sitzen können, nicht immer reden müssen, zusammen lesen. Bei einem Gespräch etwas zu hören und einen Insider zu haben bei dem beide anfangen zu lachen ohne das irgendwer anders es versteht.
  • Es ist Freundschaft.
  • Aber vor allem ist es die Freiheit man selbst zu sein, sich nicht verstellen müssen und dass man weiss, was dem anderen wichtig ist; die richtigen Worte / Taten, wenn es einem schlecht geht; dass der andere spürt wie es dir geht bevor du es sagen musst und instinktiv reagiert und dass man weiss, dass der andere auch an einen denkt, wenn man nicht da ist und stolz darauf ist, mit dir befreudnet zu sein.
  • Natürlich ist es auch Traurigkeit, falls die Gefühle nicht erwidert werden und die Angst, nie genug zu sein. Die Angst, dass egal was man macht, man nie so gut sein wird wie der andere es erwartet. Aber dann ist es auch die Freude, wenn der andere einen immer wieder versichert "du bist genug, ich mag dich so wie du bist."

 

Mich treibt an... eigentlich die oben beschriebenen Gefühle.

  • Freunde/ Freundschaft. Neue Menschen kennenlernen und zu merken, ich bin nicht alleine mit den Sachen, die ich fühle. Kurze bescheuerte Zitate die mir im richtigen Augenblick geschickt werden und mich aufmuntern, wenn ich's am meisten brauche.
  • Das tolle Gefühl, wenn ich etwas schaffe was ich mir vorgenommen habe. Das Gefühl, alleine zu sein und trotzdem glücklich. Die Vorfreude auf besondere Momente.
  • Aber auch traurige Augenblicke. Momente in denen ich denke, ich will nicht mehr, weil ich weiss, dass ich's schon durch so viele geschafft habe und dass ich Leute habe die mir immer helfen werden.
  • Spontane Ideen, Movie Nights, bei denen man zusammensitzt, nicht miteinander redet aber trotzdem merkt, dass alle DA sind.
  • Lange Telefonate.
  • Ich will, das ich das Gefühl habe, etwas wert zu sein. Ich will es schaffen, etwas zu machen bei dem ich fühle, dass ich etwas bewirke, dass ich nicht einfach so dahin lebe und nichts hinterlassen werde.
  • Ich will nutzen was ich habe und mein Bestes geben, damit ich nie sagen werde "Ich wünschte, ich hätte...". Ich will einfach das beste "Ich" sein, das ich sein kann. Ich will Leute zum lachen bringen und mich mit ihnen freuen, ich will ihnen aber auch helfen, wenn es ihnen schlecht geht. Auch falls ich nicht so gut im Trösten bin. Ich will beweisen, dass ich es wert bin, dass man mir gesagt hat, dass "die Welt durch mich ein bisschen schöner wird". Ich will zu einem Mensch werden den ich mögen würde falls ich mir begegnen würde.

Antwort einer Suchenden:

Liebe zwischen Partnern ist meist mit Sex verbunden und mit wunderschönen gemeinsamen Ausflügen. Aber was hat Sex mit Liebe zu tun, wenn sich viele Sex von Protestuierten oder gelegentlichen Seitensprüngen holen? Und was haben wunderschöne Erlebnisse mit Liebe zu tun, wenn man die auch mit guten Freunden haben kannst?

Liebe kann man weder auf Sex noch schöne gemeinsame Unternehmungen reduzieren. Für mich ist es das tiefe Vertrauen in den anderen, das Kennen und Akzeptieren des anderen in all seinen Charakterzügen, das Da-Sein für jemanden, egal was passiert und egal wie doof man sich verhalten hat. Geborgenheit, tiefe Vertrautheit, seelische Nähe. Sicherheit. Verlangen. Freude. Gemeinsame Interessen. Alles zusammen in einer wunderbaren, fröhlichen, vertrauten Mischung in die man sich kuscheln kann und tiefes Glück empfindet; aber auch die Fähigkeit, zu diskutieren, Konflikte ehrlich und offen auszutragen auf der Grundlage, dass man sich liebt und akzeptiert. Das ist für mich Liebe.

Und dann gibt es natürlich die christliche Ansicht, die hier von zwei Antworten vertreten ist:

 

"Gott ist Liebe (Jesus). Der Sinn im Leben ist die Gottsuche."


Johannes, 4,7-21:
Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. 
Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.
Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. 
Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.  Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.  Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. 
Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
Darin ist die Liebe bei uns vollendet, auf dass wir die Freiheit haben, zu reden am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. 
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.  Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt. 
Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht. Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.

1. Korinther 13: Das Hohelied der Liebe
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe , mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Und nun?

Was macht man mit diesen Antworten? Mir selbst klar werden, was für mich Liebe bedeutet. Und danach streben, diese so liebevoll wie möglich in mein Leben zu integrieren, ohne Zwang, ohne Druck; und mit der Hoffnung, diese Liebe leben und teilen zu können. Vielleicht wird die Menschheit irgendwann fähig, Agape - dieses wunderbare Element der Liebe - auszubreiten über viel mehr als einen einzelnen Partner, sondern über all das, was uns ein friedliches, glückliches Leben ermöglicht; denn egal wie liebenswürdig unser Partner ist, werden wir doch nicht glücklich sein können, wenn die Welt um uns herum zerstört wird.

 

Übrigens, gerne können Sie mir Ihre eigenen Gedanken zu den Fragen schicken, die ich dann -  natürlich anonym - diesem Text zufüge.

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