Briefe an Politiker

Es reicht nicht, sich über Missstände aufzuregen, wenn das keiner mitkriegt. Statt sich nur zu ärgern ist es daher sehr viel sinnvoller, zuständige Politiker oder Firmen anzuschreiben und von dem Misstand zu informieren.

 

Hier veröffentlichen wir eine Auswahl an E-Mails, die wir versendet haben - als Anregung für eigene Briefe und als Motivation, selbst Briefe zu schreiben.

 

Viel Freude dabei und viel Erfolg! Zusammen können wir die Welt zum Guten verändern - aber nur wenn wir klar sagen, was wir uns wünschen.

Kurze Regeln für den Kontakt mir Politikern

  1. Freundlich und respektvoll schreiben
  2. Keine Forderungen stellen, sondern höfliche Vorschläge oder Bitten
  3. Hilfreich ist es, bei dem kontaktierten Politiker etwas Positives zu finden und zu erwähnen - falls das nicht zu aufgesetzt klingt.
  4. So kurz schreiben wie möglich

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Kontakt: briefkasten@dbt-internet.de

Besorgnis über Lage bei ND Access Pipeline , 22.11.2016
NoDAPL.pdf
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Bundestagsabgeordnete

Kontakt: Eine Liste der Abgeordneten findet sich hier: http://www.bundestag.de/service/faq/abgeordnete/244894

Besorgnis über Lage bei ND Access Pipeline , 22.11.2016
NoDAPLL_Bundestag.pdf
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Umweltministerin Hendricks

 Kontakt: barbara.hendricks@bundestag.de

EMail zu Baurecht: Parkplätze
Parkplätze.pdf
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Verkehrsminister Dobrindt

Kontakt: alexander.dobrindt@bundestag.de

EMail zur Lärmbelästigung
Sehr geehrter Herr Verkehrsminister.pdf
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6.6.2017, Münchner Merkur

 

Vertrauen auf Fehler in der Wissenschaft wäre fatal

 

Einige der Leserbriefe zu Trump spiegeln die häufigen Erfahrungen wieder, die ich im Laufe meiner Vorträge mache – ein Unwissen vieler Menschen über die Ursachen und Folgen des Klimawandels. Es ist durchaus verständlich, dass dieses Unwissen weiterhin verbreitet ist, wird doch oft falsch über den Klimawandel berichtet. Lassen Sie mich daher auf einige wenige Punkte eingehen:

 

Dass es „extrem viel Geld“ koste, die notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz durchzuführen, ist falsch – der IPCC beschrieb schon 2014, dass die notwendigen Maßnahmen 0,06% des jährlichen globalen Wirtschaftswachstums kosten würden. Das ist sicherlich viel Geld, aber durchaus machbar – v.a. in Anbetracht der Tatsache, was passieren würde, wenn wir nicht rechtzeitig handeln. Allein bis 2050 könnten mehrere 100 Millionen Menschen ihre Heimat verlieren – auf Grund des durch den Klimawandel verursachten Meeresspiegelanstiegs, sowie extreme Hitze- und Dürreperioden. Wohin sollen diese Menschen gehen? Wie sollen sie sich schützen? Der Ökonom Sir Nicholas Stern spricht daher auch vom größten Marktversagen der Menschheit. Hier von einem Preis-/Leistungsverhältnis zu sprechen erscheint mir makaber.

 

Was wären denn „vernünftigere Sachen“ als 100% Erneuerbare Energien, Isolierung der Häuser, Ausbau der Energie-Effizienz und Schutz von Wäldern und Mooren? Das Tolle an diesen Maßnahmen ist doch, dass sie auch ganz ohne Klimawandel positive Auswirkungen haben – sie befreien uns von der Abhängigkeit von endlichen fossilen Rohstoffen; sie helfen uns, massiv Geld zu sparen; sie schaffen Frieden, weil Kriege für fossile Energien überflüssig werden; und sie schützen die Biodiversität, deren starker Rückgang eine weitere Gefahr für die Menschheit birgt.

 

meiner Ansicht nach sind die wichtigsten Gründe gegen den kliamschutz zu wettern: Angst vor Veränderung und die Hoffnung nach kurzzeitigem Profit. Hier sollte man bedenken: Wer Angst vor Veränderungen hat, wäre gut beraten, mitzuhelfen, den Klimaschutz schnell voranzutreiben; denn die Veränderungen, die wir durch Untätigkeit erleben würden, werden sehr wahrscheinlich um ein Vielfaches größer und unangenehmer als die, welche durch einen Umbau unserer fossilen Wirtschaft entstehen. Und wer Angst um seinen Profit hat, der sollte möglichst schnell seine Gelder aus fossilen Anlagen herausnehmen („Divestment“), um noch vor dem Platzen der Kohlenstoffblase seine Gelder zu sichern.

 

Von wegen Bevölkerungswachstum – die Bewohner westlicher Staaten erzeugen um ein Vielfaches mehr CO2 als die meisten Afrikaner oder Asiaten. Wenn man die gesamten CO2 Emissionen einzelner Länder seit der Industrialisierung aufaddiert, dann steht Deutschland an 5. Stelle! Deutschland hat also durchaus eine Verantwortung, seine Emissionen drastisch zu senken; und es hat eine Vorbildfunktion, um anderen Ländern zu zeigen, wie ein hoch-industrialisiertes Land mit 100% Erneuerbaren Energien gut auskommen kann. Dass das möglich wäre, zeigen mehrere Studien – wir müssten nur endlich die vorhandenen Technologien massenhaft einsetzen. Und bitte sagen Sie nicht, das wäre zu teuer!

 

Im Übrigen sind sich 97% aller Wissenschaftler einig, dass der Klimawandel existiert, menschengemacht und bedrohlich ist. Es wäre natürlich das Beste, was uns als Menschheit passieren könnte, wenn all diese Wissenschaftler falsch liegen würden. Darauf zu vertrauen wäre fatal.