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Unsere Wanderausstellung über den Klimawandel läuft seit über zwei Jahren fast kontinuierlich. Nun haben wir alle Bilder neu  gedruckt und freuen uns auf viele weitere Bestellungen.
Näheres finden Sie auf unserer Seite zur Wanderausstellung.

Unsere neuesten Blogeinträge

Fr

08

Sep

2017

Ehrenamt im Schloss Bellevue

Beim Bürgerfest war auch Maiken Winter für WissenLeben e.V. vertreten

 

Heute, am 8.9.2017, fand wieder das alljährliche Bürgerfest statt. Seit 2012 werden ehrenamtlich tätige Bürger durch eine Einladung zum Bürgerfest geehrt - stellvertretend für die Millionen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in Deutschland zum Wohl von Mensch und Natur einsetzen.

 

Das Thema des Bürgerfestes war "Engagement - für eine lebendige Demokraitie". In seiner Begrüßungsrede machte der Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, deutlich, wie wesentlich ehrenamtliches Engagement für das Funktionieren einer Demokratie ist. Ohne die Arbeit der Ehrenamtlichen würde unser Staat sehr viel weniger gut funktionieren. All die Helfer in Sportvereinen, bei der freiwilligen Feuerwehr, in Kirchengemeinden und Flüchtlingshilfen und in vielen anderen Bereichen leisten wesentliche Arbeit zur Unterstützung der Meschen in unserem Land. Eindringlich mahnte Steinmeier an, bei der Bundestagswahl am 24.9.2017 wählen zu gehen. Die Freiheit, die wir in Deutschland geniessen, eine Demokratie zu leben, diese Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen uns dafür einsetzen, sie zu bewahren.

 

Die Tatsache, dass diese Freiheit keine Selbstverständlichkeit mehr ist, dass sie auch in unserem Land durch radikale Gesinnungsströme gefährdet ist, ist zutiefst beunruhigend. Gleichzeitig wurde an diesem Abend klar: Negativen Strömungen steht eine starke Wand Engagierter entgegen, die sich mit all ihrer Kraft für eine lebendige Demokratie einsetzen. Stark bleiben gegen Anfeindungen, sich nicht beirren lassen, das legte Steinmeier den Eherenamtlichen ans Herz - und das erschien machbar inmitten all der Menschen, die sich versammelt hatten.

 

Zwei Wehrmutstropfen gab es allerdings:

1. Wie es ja bisher auch im Wahlkampf üblich ist: die Dringlichkeit von Klima- und Naturschutz wurde nirgends erwähnt. Was muss eigentlich passieren, damit dieses wichtige Thema nicht weiter so stark venachlässigt wird?

2. Es war erstaunlich, dass sich bei den Informationsständen auch Firmen präsentierten, die nicht gerade durch ihr bürgerschaftliches Engagement bekannt sind - wie etwa die Daimler AG, Bayer, die Arbeitsgemeinschaft Gesamtmetall oder Lidl (für die gesamte Liste siehe das Programm des offenen Hauses am 9.9.2017). Greenwashing schien hier angesagt; freie, unabhängige Demokratie reduziert. Sicherlich trugen diese Organisationen mit großzügigen Spenden zum Gelingen des Festes bei; sicherlich engagieren sie sich auch für soziale Belange. Aber insgesamt erscheinen mir diese Firmen doch eher Proft-orientierte Unternehmen zu sein, denen das eigene Wohl über dem der Gemeinschaft steht. Gäbe es nicht andere Wege, dies Bürgerfest zu finanzieren? Wege, welche die Demokratie und Freiheit herausstellen? Wären evtl. die Bürger dieses Landes bereit, dass das Fest aus Steuergeldern bezahlt wird - zum Dank für all die ehrenamtliche Arbeit, die ja dem Wohle aller Bürgern dient?

 

Insgesamt aber war es ein wunderschöner, sehr gelungener Abend. Trotz des Regens und der Kälte war die Stimmung sehr beschwingt, fröhlich und offen. Der Höhepunkt - Lang Lang mit seinem Schüler Maximilian - wird mir immer im Gedächtnis bleiben.

 

Danke, Herr Bundespräsident, dass Sie diese Tradition fortführen. Es tut sehr gut, für all die Arbeit Anerkennung zu erhalten.

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Do

07

Sep

2017

Politik ohne Zukunft

Unfassbar. Da haben es die Moderatoren des Fernsehduells geschafft, den Kanzlerkandidaten 90 Minuten lang Fragen zu stellen, ohne jemals die Wörter Klima, Natur, Biodiversität, Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit oder ähnliche überlebenswichtige Wörter zu erwähnen. So als gäbe es keine sich immer dramatischer entwickelnde Klimakatastrophe, keinen besorgniserregenden Rückgang der Biodiversität, keine Zehntausenden von frühzeitigen Todesfällen in Deutschland auf Grund schlechter Luft, keine Notwendigkeit für einen raschen Ausbau erneuerbarer Energien.

 

Auch ohne entsprechende Fragen hätten die Kandidaten einfließen lassen können, dass ihnen diese Problemfelder bewusst und wichtig sind – so wie sie es ja auch bei anderen Themenfeldern geschafft haben, ihr Positionen klarzustellen. Nur die Bundeskanzlerin erwähnte das Wort „Klima“ einmal; gleichzeitig machte sie aber deutlich, dass es den fossilen Verbrennungsmotor noch jahrzehntelang geben wird. Ein Ausstieg aus fossilen Energien? Fehlanzeige.

 

Es ist unfassbar, dass bei den derzeitigen dramatischen Entwicklungen bei Klima und Biodiversität, die das Potential haben, unsere Lebensgrundlagen zu zerstören, dieses Thema nicht zentral im Wahlkampf erscheint.

 

Die Klimawissenschaft hat klar aufgezeigt, dass uns noch etwa 5 Jahre bleiben, um unsere Wirtschafts- und Lebensweise radikal zu transformieren, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Die kommende Legislaturperiode wird darüber bestimmen, ob wir eine Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft schaffen – oder nicht.

 

Bitte bedenken Sie das, wenn Sie zur Wahl gehen.

 

Maiken Winter, Vorsitzende von WissenLeben e.V und Bundestagskandidatin der ÖDP im Wahlkreis 226

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Sa

29

Jul

2017

Radln für Tempo 30

Eine kurze Zusammenfassung zu einer kleinen Radltour für eine hoffentlich bald großen Kampagne: "Mensch vor Auto"

 

Seit einigen Monaten bin ich Bundestagskandidatin der Ökologisch Demokratischen Partei Deutschland (ÖDP) im Wahlkreis 226 - Weilheim - Garmisch. "Warum tust du dir das auch noch an?", werde ich oft von Freunden gefragt. Langeweile oder Machtstreben ist es ganz gewiss nicht; sondern die Möglichkeit, mit einem neuen Ansatz Dinge ansprechen zu können, die mir wichtig sind - Klimaschutz, Energiewende, Naturschutz - und das liebe Auto.

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Di

06

Jun

2017

Vertrauen auf Fehler in der Wissenschaft wäre fatal

Ein Leserbrief an den Münchner Merkur

 

Einige der Leserbriefe zu Trump spiegeln die häufigen Erfahrungen wieder, die ich im Laufe meiner Vorträge mache – ein Unwissen vieler Menschen über die Ursachen und Folgen des Klimawandels. Es ist durchaus verständlich, dass dieses Unwissen weiterhin verbreitet ist, wird doch oft falsch über den Klimawandel berichtet. Lassen Sie mich daher auf einige wenige Punkte eingehen:

 

Dass es „extrem viel Geld“ koste, die notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz durchzuführen, ist falsch – der IPCC beschrieb schon 2014, dass die notwendigen Maßnahmen 0,06% des jährlichen globalen Wirtschaftswachstums kosten würden. Das ist sicherlich viel Geld, aber durchaus machbar – v.a. in Anbetracht der Tatsache, was passieren würde, wenn wir nicht rechtzeitig handeln.

 

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Fr

02

Jun

2017

Trump - Symbol der Wegwerfgesellschaft

Demonstranten beim Münchner March for Science, April 2017. Foto (c) Winter
Demonstranten beim Münchner March for Science, April 2017. Foto (c) Winter

"Make America Great Again"  ist Trump´s Slogan. Wichtiger wäre es, die Welt vernünftiger und sicherer zu machen - und dementsprechend alles zu unternehmen, den Klimawandel zu begrenzen. Davon ist Trump weit entfernt, weil er sich benimmt, als könnte man mit der Erde spielen wie mit einem Spielzeugauto. Es gibt aber leider keinen Ersatz.

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Mi

31

Mai

2017

Ihr gehört dazu!

Man muss nicht "Öko" sein, um an der Klimaschutz-Bewegung teilzunehmen!

Vor Kurzem hielt ich einen Vortrag über die neuesten Fakten des Klimawandels vor StudentInnen der LMU. Danach diskutierten wir noch lange darüber, warum sich weiterhin so wenige Menschen aktiv beim Klimaschutz positionieren. Spezifisch sprachen wir über die geringe Teilnehmerzahl bei der Klimaschutz-Demonstration in München (wir berichteten). Die Erklärungen der StudentInnen haben mir die Augen geöffnet:

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So

07

Mai

2017

Wofür auf die Straße gehen?

Climate March München 2015, Leopoldstr.
Climate March München 2015, Leopoldstr.

Wir brauchen eine Massenbewegung für den Klimaschutz!
November 2015. Nieselregen und Kälte. Und dennoch demonstrieren etwa 1500 Menschen auf der Leopoldstraße in München für Klimaschutz. Der Zeitpunkt ist gut - kurz vor den Klimaverhandlungen in Paris sind viele Menschen am Klimaschutz interessiert.

 

Mai 2017. Strahlender Sonnenschein. Blauer Himmel. Ideal für einen Gang durch die Straßen der Münchner Innenstadt. Wie oft kann man schon bei beschwingter Musik und zwischen vielen sympathischen Leuten ohne Autolärm auf den Münchner Straßen wandeln? Die Stimmung ist dementsprechend gut - so viele freundliche, gut gelaunte Menschen trifft man selten so nahe beeinander. Dennoch: Nur ca 1000 Menschen nehmen teil.

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Di

06

Dez

2016

Reichtum und Klimaschutz im Widerspruch?

Eine Studie des Umweltbundesamtes vom Sommer dieses Jahres zeigt, dass die meisten von uns Klimaschützern nicht besser in ihrem Umweltverhalten sind als alle anderen. Natürlich gibt es Ausnahmen – aber die Ergebnisse der Studie des Umweltbundesamtes lassen sich nicht verleugnen.

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Mi

26

Okt

2016

Die meisten haben es einfach noch nicht begriffen

prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber. Foto: PIK / Batier
prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber. Foto: PIK / Batier

Die Ratifizierung des Klimavertrags von Paris wurde als ein großer Erfolg gefeiert. Nun geht es international an die Umsetzung. Prof. Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erzählt, wie er das erbitterte Ringen um den Klimaschutz einschätzt, und wo die großen Chancen liegen. Das Interview wurde im forum gedruckt.

 

Das Pariser Klimaabkommen wurde ratifiziert. Gleichzeitig bremst die Regierung die Energiewende aus. Verstehen Sie diesen Gegensatz?

Dieser Gegensatz bildet in gewisser Weise ab, was in Paris passiert ist. Man hat nach 30 Jahren endlich eine adäquate Zielsetzung gefunden, nämlich die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Das entspricht dem, was wir aus wissenschaftlicher Sicht schon seit langer Zeit kommunizieren. Und das ist ein großer Fortschritt. Aber die Anerkennung eines Ziels heißt noch lange nicht die Anerkennung der dafür notwendigen Taten.

 

In Paris wurde gesagt: Wir wollen es versuchen. Aber es gibt dafür noch keine konkreten Maßnahmen und keine Sanktionsmechanismen. Das Einzige, was man versprochen hat ist: man will sich anstrengen und wird alle fünf Jahre Bilanz ziehen. Paris ist also zunächst eine Bemühenszusage.

 

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Mi

07

Sep

2016

Amphibien und Reptilien vom Klimawandel bedroht

Glasfrösche – wie die hier abgebildete Art Hyalinobatrachium bergeri – leben im Regenwald der Anden und sind sehr anfällig auf Trockenheit. Foto: Ignacio de La Riva
Glasfrösche – wie die hier abgebildete Art Hyalinobatrachium bergeri – leben im Regenwald der Anden und sind sehr anfällig auf Trockenheit. Foto: Ignacio de La Riva

 

Eine Übersichtsstudie, die heute im online Journal Royal Society Open Science veröffentlicht wurde, zeigt gravierende Auswirkungen des Klimawandels auf Amphibien und Reptilien in der ganzen Welt. Erstellt wurde die Studie unter der Federführung von WissenLeben e.V., in Kooperation mit WWF Deutschland, dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, und Wissenschaftlern aus Universitäten in Israel, Spanien und den USA.

 

Die Studie untersuchte 104 Artikel aus wissenschaftlichen Fachzeitschriften, die sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Reptilien und Amphibien beschäftigten. Erstmals wurde somit ein umfassenderer Blick auf die Effekte des Klimawandels auf diese Tierarten ermöglicht. Das Ergebnis ist ernüchternd: Zwei von drei Artikeln fanden schon heute Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Amphibien- und Reptilienbeständen. In über der Hälfte der untersuchten Fälle wiesen die Forscher einen negativen Effekt nach.

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