Wir machen Zusammenhänge zwischen Natur,

Mensch und Klima für jeden Einzelnen

verständlich, erlebbar und nachvollziehbar,

um zu nachhaltigem Handeln zu motivieren.

Wissen

Welche Fakten sind wichtig, um über die Zukunftsfähigkeit der Menschheit informiert zu sein? Wo findet man vertrauenswürdige Informationen?

Mehr wissen...

 

Vorträge, Workshops,
Fortbildungen, Tagungen, und  Wanderausstellungen.

Begreifen

Durch eigene Projekte erfahren, welche Themen für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen relevant sind. Dadurch kann man Informationen besser filtern und bewerten.

Mehr begreifen...

 

Citizen Science Projekte  und Exkursionen

 

Handeln

Wie kann ich mein Wissen und Begreifen effektiv einsetzen, um meinen Fußabdruck zu minimieren und um mitzuhelfen, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten?

Jetzt handeln...

 

Maßnahmen

 

 



Ich kenne niemanden, der sich, neben Job und Familie, so effektiv und selbstlos für die Belange unserer Umwelt engagiert - egal ob Workshops und Vorträge für Erwachsene oder tolle Projekte für Kinder!           

Angestellte an der TU München

Blog

Ein Aufruf an alle: Jetzt endlich konkret handeln!

Liebe Freunde und Kollegen,

 

Zugegeben, es kann deprimieren, wenn man liest, dass der Verbrauch der fossilen Energien im Jahr 2018 höher war als je zuvor (unser Blogartikel).

 

Aber diese Information kann und MUSS uns alle anstacheln, uns noch mehr für den Klimaschutz einzusetzen.

 

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, es zu schaffen, immer niedriger wird - Aufgeben ist keine Option!

 

Wer aufgibt, gibt sich und seine Kinder, seine Freunde und die Menschheit auf. Das ist schlimmer als alles andere.

 

Also: Dranbleiben. Bitte. Für dich. Für mich. Und für uns alle.

 

Und immer noch ein wenig mehr tun, noch ein wenig weiterdenken, noch ein wenig mehr hinterfragen - sich selbst, die Freunde, die Kollegen, den Arbeitgeber, die Gesellschaft, die Politik.

 

Ehrlich ansprechen, was man denkt. Freundlich. Aber ehrlich. Die Leute sollen und müssen sich schämen, die unser aller Zukunft mit zerstören. Und das sollten und müssen wir ihnen auch ehrlich sagen.

 

Und dann noch ein wenig mehr aufmucken, ein wenig mehr Klartext reden, und noch viel mehr aktiv werden.

 

  • Hast Du schon den Stromanbieter gewechselt? Die Bank? Die Versicherung? Deine Geldanlagen?
  • Hast du mal überlegt, dein Auto einige Zeit stehen zu lassen und auszuprobieren, wie es ist ohne Auto zu leben? Einfach mal mit dem Rad zum Einkaufen fahren; mit dem Zug ins Wochenende?
  • Hast du mal probiert, einfach nicht mehr zu fliegen. Punkt. Einfach beschliessen, nicht mehr zu fliegen. Das erleichtert es, sich jedes mal neu zu überlegen, ob man fliegt oder nicht.
  • Hast du probiert, ausschliesslich Öko oder gebraucht zu kaufen (alles, nicht nur die Bananen, auch Kleidung etc.). Das befreit sehr vom Konsumwahn, denn alle Schnäppchen sprechen einen eh nicht mehr an.
  • Hast du versucht, dich zu befreien von all dem Zeug, von dem wir alle eh zu viel haben; statt etwas Neues zu kaufen, ein paar Sachen abzugeben?
  • Hast du versucht, weniger tierische Produkte zu essen und überhaupt weniger Nahrungsmittel zu kaufen, damit es nicht schlecht wird?
  • Hast du versucht, unverpackt zu kaufen? Und nicht mehr online zu bestellen?
  • Hast du versucht, statt abends sonst was zu unternehmen, öfter einfach zu hause zu bleiben und den Abendhimmel zu geniessen?
  • Hast du versucht, mit dem glücklich zu sein, was du hast, jetzt, hier, direkt bei dir? Und nicht so oft zu überlegen, was du NICHT hast?
  • Hast du versucht, Leserbriefe zu schreiben zu den Themen, die dich beschäftigen; Politiker anzurufen und zu treffen; Anreize für dich und deine Mitmenschen zu geben, um die Wende zu beschleunigen; auf Demos zu gehen, zu streiken, einen Preis auf CO2 zu fordern?

Die notwendige Wende ist voll von unglaublich schönen, befreienden, erleichternden, entstressenden, angenehmen Möglichkeiten. Aber auch voller Dinge, bei denen wir uns überwinden müssen.

 

Vielleicht ist das ein oder andere auch unangenehm, beängstigend zu tun. Aber wenn man die Vision im Auge behält - eine lebenswerte Zukunft ohne Gefahr der totalen Zerstörung unserer Lebensgrundlagen - da lohnt sich doch aller Einsatz!

 

Man muss ja nicht alles tun - aber es reicht nicht, sich auf die paar Dinge zu beschränken, die einem selbst nichts ausmachen. Wir brauchen mehr. Viel mehr.

 

Vor allem müssen die Politiker erfahren, dass sie eben NICHT gewählt werden, wenn sie nichts tun. Und diesen Druck müssen sie spüren. Den spüren sie aber nicht, wenn wir nur zu hause beim Bier uns aufregen. Wir müssen raus. Alle.

 

Raus aus unseren Wohnzimmern, rein in die Medien, auf die Straße, in die Gesellschaft. Augen und Mund weit auf!

 

Und wir müssen den Medien zeigen, dass wir nicht auf ihre flache oberflächliche unverantwortliche Werbung hereinfallen. Werbung für Dinge, die unsere Zukunft zerstören (SUVs, Kreuzfahrten, Flüge etc..) muss massiv angekreidet werden. Öffentlich. Ebenso die Zeitungen und Journale, die Radio- und TV-Sender, die diese Werbung veröffentlichen.

 

Es gibt genug zu tun.

 

Auf geht´s. Wir sind dran.

 

Maiken

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Energiewende?! Noch nie wurden so viele fossile Brennstoffe verbraucht wie heute!

 2018: Energiewende? Die Realität ist eine andere. Die Welt ist vom Ausstieg aus fossilen Energien und der Reduktion des CO2-Eintrags in die Atmosphäre weiter entfernt als je. Noch nie wurden so viele fossile Brennstoffe (Erdöl, Erdgas und Kohle) verbraucht!

Ein Artikel von Josef Jenni und
Christian Moser

 

Es ist bizarr: Themen wie Klimawandel, Energiewende, steigende Meeresspiegel, schmelzende Gletscher, Reduktion des CO2, alternative Energien etc. dominieren den politischen Diskurs. Die politischen Grundsatzbeschlüsse erwecken den Eindruck, die Herausforderungen wären erkannt, aber die Fakten sprechen ein völlig anderes Bild. Die Nutzung und die Verschleuderung umweltschädlicher fossiler Ressourcen schreiten zu neuen Rekordhöhen ungebremst voran. Dies zeigen die vom Energiekonzern BP kürzlich publizierten Weltenergiezahlen 2018.

— Sowohl bei der Erdölförderung wie beim Erdölverbrauch wurden neue historische Rekordwerte erreicht. Die Zunahme bei der Produktion geht im Wesentlichen auf die um einen Sechstel (!) gesteigerte Förderung in den USA zurück, der Mehrverbrauch geht auf die Kappe der USA und China. Das geht aus dem neuesten BP Statistical Review of World Energy hervor.

 

Die Förderung und der Verbrauch von Erdgas erreichte ebenfalls historische Höchstwerte, wobei hier auffällt, dass die Zuwachsraten mit jeweils über 5% so hoch sind wie seit über 30 Jahren nicht mehr. Vor allem die USA, Russland und der Iran sind für die Mengenzunahme bei der Produktion verantwortlich.

 

Nachdem die Kohleförderung in den letzten drei Jahren leicht abgenommen hatte, stieg sie nun wieder um über 4% an und erreichte den zweithöchsten historischen Wert. Verantwortlich dafür waren insbesondere China, Indien und Indonesien. Auch der Kohleverbrauch hat wiederum zugenommen, wobei hier vor allem Indien der Treiber war.

 

Der Prozentanteil nichtfossiler Energieträger pendelt seit 1995 bis heute zwischen 13 und 15 Prozent. Auch wenn der Anteil erneuerbarer Energien wiederum beachtlich gesteigert werden konnte (um 14.5%, was allerdings weniger ist als im Vorjahr), verpufft diese Zunahme angesichts des horrenden Mengenwachstums bei den fossilen Energieträgern.

 

Die Konsequenzen sind zwangsläufig dieselben wie in den Vorjahren:

 

Im Jahre 2018 wurden 33‘685 Millionen Tonnen CO2 neu in die Atmosphäre ausgestossen, so viel wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit, 645 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. Dies ist die grösste prozentuale Zunahme in den letzten fünf Jahren.

 

Der Anteil an atmosphärischem CO2 hat mit 408,5 ppm ebenfalls einen neuen Rekordstand erreicht. Die Haupttreiber sind die Staaten Süd- und Ostasiens; Nordamerika und Europa stagnieren. Um den Treibhauseffekt und die Erderwärmung tatsächlich zu stoppen, wäre ein entschiedeneres Umdenken erforderlich.

 

Angesichts der weitgehenden Wirkungslosigkeit politischer Bemühungen scheint die Situation in der Zwischenzeit doch dermassen grotesk zu werden, dass selbst Manager des BP-Konzerns ein Unwohlsein überkommt. In ihrem eigenen Jahresbericht wird der BP-Chefvolkswirt Spencer Davis mit den folgenden Worten zitiert:

 

Es besteht ein wachsendes Missverhältnis zwischen den gesellschaftlichen Forderungen nach Massnahmen gegen den Klimawandel und dem tatsächlichen Tempo des dabei erzielten Fortschritts, wobei der Energiebedarf und die CO2-Emissionen so schnell steigen wie seit Jahren nicht. Das ist kein nachhaltiger Weg.

 

Und Bob Dudley, BP Group Chief Executive, doppelt nach:

 

"Je länger die CO2-Emissionen weiter steigen, desto schwieriger und teurer wird die letztendlich notwendige Anpassung auf Netto-Null CO2-Emissionen sein" …

„Wie ich bereits zu einem früheren Zeitpunkt ausgeführt habe, ist dies kein Wettlauf um erneuerbare Energien, sondern ein Wettlauf um die Verringerung der CO2-Emissionen auf vielen unterschiedlichen Ebenen."

 

Der Jahresbericht der BP mit den Energiezahlen sollte so gelesen werden:

 

Es ist höchste Zeit, dass die für die Energiewende erforderlichen Massnahmen entschiedener, ernsthafter, schneller und konsequenter an die Hand genommen werden.

 

Die Energiewende wird nur gelingen, wenn die Produktion von Energie aus erneuerbaren Quellen weiter gesteigert und der Verbrauch fossiler Energien deutlich reduziert werden. Die an internationalen Konferenzen anvisierten und teilweise festgelegten Zielsetzungen, bestimmte Effekte des Verbrauchs an fossilen Energieträgern, wie die Klimaerwärmung, einzugrenzen, sind zwar besser als gar keine Massnahmen, sie lassen es aber zu, bis zum Erreichen des Werts, der nicht überschrit­ten werden soll, weiter in gleichem Masse auf die bisherigen fossilen Energieträger zu setzen und den politisch eingeräumten Spielraum vollständig auszunutzen.

 

Angesichts des Umstands, dass die Folgewirkungen des CO2-Eintrags sich erst mittelfristig auswirken und ein kurzfristiger Rückgang sich nicht sofort niederschlagen wird, ist ein Verhalten gefordert, dass auf wirksame Massnahmen setzt. Mit anderen Worten heisst dies, dass jetzt SOFORT und DRINGLICHST gehandelt werden muss, denn die Erdöl- und Erdgas­vorräte, selbstverständlich auch diejenigen an Kohle, sind immer noch viel zu gross. Die Vorräte an fossilen Energieträgern sind zu gross, das Klima erträgt ihren Verbrauch nicht.

 

Die Energiewende MUSS JETZT erfolgen.

(Anmerkung: Und dazu benötigen wir jeden, der das versteht, unter Einsatz von allen Kräften. es geht um alles. Das muss uns endlich wirklich klar werden).

 

Josef Jenni

International anerkannter Solarpionier und Energiefachmann; El. Ing. HTL,

Gründer und Geschäftsführer Jenni Energietechnik AG, Oberburg BE

 

Christian Moser

Lic.phil.nat. (dipl. Geograph) / Politologe

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Ein ungemütlicher Filmabend

Die Titanic wird oft als Sinnbild für die Überheblichkeit und  Dummheit der Menschheit verwendet. Jeder kennt diesen Film. Aber wie sehr dies Sinnbild zutrifft wurde mir erst gestern beim Filmabend  mit meinen Töchtern richtig klar.

 

Im Film "Titanic" geht es um den Größenwahn des Erbauers, der durch Superlativen Schlagzeilen machen will. Trotz Warnungen vor Eisbergen lässt er die Maschinen auf Volldampf fahren. Bei der Geschwindigkeit und der Größe des Schiffes war ein rechtzeitiges Ausweichen nicht möglich. Der Film geht auch

  • um die Kurzsichtigkeit, nur an das zu denken, was man sich wünscht (positive Schlagzeilen) statt auch das zu bedenken, was sich ereignen kann, wenn etwas schiefgeht. Und abzuwägen, welche Handlung am verantwortlichsten ist.
  • um die Überheblichkeit, anzunehmen, dass einem eine Katastrophe nicht passieren kann, dass man alles im Griff hat.
  • um die Ungleichhheit und Ungerechtigkeit zwischen Menschen und um die Arroganz und Kaltblütigkeit der oberen Klasse, die sich einen Dreck scheren über das Leben und Überleben der anderen.
  • um den Egoismus der Menschen, die nur an ihr eigenes Überleben denken, nicht an das der anderen.
  • um die tiefe Innigkeit und Fürsorge zweier Menschen, die sich lieben.

Es gibt sicher kaum einen Menschen, der am Ende dieses Films nicht Tränen in den Augen hat.

 

Auch wir sitzen auf einem riesigen Dampfer (der Weltwirtschaft) und fahren volle Fahrt ins Verderben. Wenn wir diesen Film anrührend finden, wenn wir klar wahrnehmen, wie ungerecht und schrecklich die Situation auf der Titanic war, warum handeln wir dann dennoch auf globaler Ebene so erschreckend ähnlich? Auch die angehende ökologische und klimatische Katastrophe wird verursacht aus

  • Kurzsichtigkeit, nur an das zu denken, was man sich wünscht (Reichtum, Wachstum, Freiheit), statt auch das zu bedenken, was sich ereignen wird, wenn wir nicht rechtzeitig handeln.
  • Überheblichkeit, anzunehmen, dass wir die Katastrophe technisch lösen können und daher unser Verhalten nicht schleunigst ändern müssen.
  • Arroganz und Egoismus zu denken, dass die Katastrophen einen nicht persönlich betreffen.
  • mangelnder Liebe und Fürsorge füreinander und für die Mitwelt.

Der Film ist es sehr wert, gerade jetzt wieder gesehen zu werden - am besten mit einer Gruppe von Freunden und anschliessender Diskussion und Aufgabenverteilung, wer was wann anpackt. Möglichst bald.

 

Denn ein Dampfer bewegt sich erschreckend langsam, wenn er auf Volldampf ist.

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Greenwashing oder Nachhaltiges Handeln?

Ein befreundetes veganes Paar beschloss, mehr für den Klimaschutz zu tun. Sie wollen ökologisch angebaute Nüsse und Trockenfrüchte in größeren Mengen kaufen, um Verpackung zu sparen. Interessenten können dann über sie bestellen. Eine sympatische Idee, die mir wochenlang Kopfzerbrechen verursachte. Denn die Grenzen zwischen nachhaltigem Handeln und persönlichem Greenwashing erscheinen mir verschwommen und schwer zu benennen. Hier mein Versuch einer Reaktion.

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Wer ist verantwortlich?

Verantwortung auf andere abschieben - das ist ein typisch menschliches Verhalten. Aber ist das heute in Zeiten der globalen ökologischen und klimatischen Krisen noch angemessen? Ich denke: Nein. Es ist dringend Zeit, dass jeder, der versteht um was es geht, sich auch für die notwendigen Änderungen einsetzt - sowohl im eigenen Leben als auch im eigenen Umfeld.

Wenn wir wissen, was die Zukunft bringt, wenn wir nicht schnell und effektiv genug handeln, müssen wir dann nicht dementsprechend handeln - jeder einzelne von uns?
Wenn wir wissen, was die Zukunft bringt, wenn wir nicht schnell und effektiv genug handeln, müssen wir dann nicht dementsprechend handeln - jeder einzelne von uns?
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Endlich Stimme haben

Ein Interview mit Tersa Takacs, Mit-Organisatorin der Fridays for Future Demonstration in Weilheim, Oberbayern.

 

Teresa, warum setzt du dich für Fridays for Future ein? Was hat dich dazu bewegt, eine solch aktive Stellung einzunehmen?

Ich setze mich so aktiv ein, da mit der Fridaysforfuture Bewegung die jungen Leute, die noch nicht wählen dürfen, endlich die Chance haben, eine Stimme zu bekommen und gehört werden. Der Klimawandel ist nicht ein kurzfristiges Problem sondern eine Katastrophe und es ist höchste Zeit zu handeln.

 

Wie stehen deine Eltern zu deinem Einsatz? Und was sagst du Mitschülern, deren Eltern Fridays for Future nicht unterstützen?

Meine Eltern unterstützen mich voll und ganz dabei. Ich musste nie mit Ihnen diskutieren, ob ich demonstrieren gehen darf. Wenn Eltern ihren Kindern nicht erlauben, demonstrieren zu gehen, dann finde ich das fast schwieriger, als wenn es die Schule verbietet. Bei meinen Mitschülern war das aber eher selten der Fall. Wenn aber doch, würde ich versuchen, ihnen bewusst zu machen, dass es nicht um deren Zukunft geht, sondern die ihrer Kinder. Außerdem lernt man dabei so vieles, was fürs Leben wichtig ist, in der Schule aber viel zu kurz kommt.

 

Wie motivierst du Mitschüler, denen Klimaschutz nicht wichtig ist?

Wenn es Mitschülern nicht wichtig ist, wie sie mit der Umwelt umgehen, liegt dies meist daran, dass sie überhaupt keinen Plan haben. Ich denke, allein wenn man sie über den Klimawandel und dessen Folgen aufklärt, wird sich das Verhalten dieser Schüler verändern.

 

Wie können Schulen euer Anliegen aktiv unterstützen?

Erstens natürlich ihren Schülern die Erlaubnis geben, Freitags demonstrieren zu gehen. Aber es ist auch wichtig, den Schülern zu erklären warum man das überhaupt macht. Das Thema Umweltschutz sollte viel präsenter im Lehrplan sein. Außerdem könnte man Projekte zum Thema Umweltschutz in die Schule bringen sowie versuchen, eine klimafreundlichere Schule zu werden. Und dabei fängt es schon bei Mülltrennung oder vegetarischem Essen in der Kantine an....

 

Danke, Teresa, und viel Erfolg!

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Fridays for Future - Wofür?

Was bewegt die Schüler?
Eine Rede von Theresa Takacs auf der Demonstration in Weilheim, Oberbayern, am 15.3.2018, klärt auf:

 

Durch die Fridays For Future Bewegung haben wir endlich die Möglichkeit, der Politik zu zeigen, dass wir nicht mit deren Klimapolitik zufrieden sind. Dauernd wird uns zugestimmt, dass Umweltschutz wichtig ist, doch gehandelt wird nicht. Das sind nur leere Worte, die von oben kommen. Hauptsache die Wirtschaft wächst, aber was mit unserer Zukunft passiert ist denen nicht wichtig.

 

Wir fordern, eine sofortige Änderung der Klimapolitik und Taten statt leerer Worte. Und wir werden nicht aufhören zu demonstrieren bis endlich was unternommen wird. Diese Bewegung steigt von Tag zu Tag und wir jungen Menschen können nicht länger ignoriert werden!

 

Wir sind hier, weil uns nicht gefällt wie mit unserer Umwelt umgegangen wird. Die Politik tut viel zu wenig, um diese Erde zu schützen.

Ich meine warum denn auch!? Uns geht es doch gut oder!

Ja jetzt noch. Aber wie sieht es in ein paar Jahren aus?

 

Wir sind es nicht, deren Häuser überschwemmt werden, weil der Meeresspiegel durch die Erderwärmung steigt.

 

Wir sind es nicht, die aus unserer Heimat fliehen müssen, da sie durch Umweltkatastrophen zerstört wird.

 

Wir sind es nicht, die Wasser und Lebensmittel Knappheit ertragen müssen.

 

NOCH NICHT!

 

So viele Tiere sterben durch Plastik im Meer, Abholzen des Regenwaldes oder weil Ihnen der Boden unter den Füßen wegschmilzt.

 

Wir demonstrieren, damit die Politik handelt, um den Planeten zu retten.

 

Doch was dabei oft vergessen wird: Jeder einzelne von uns kann dafür etwas machen. Und damit mein ich nicht nur, freitags demonstrieren zu gehen (obwohl das natürlich auch super ist)

 

Es geht darum, etwas an seiner Lebenseinstellung und Lebensstil zu ändern.

 

Dann fliege ich halt nicht mehr in den Urlaub, sondern fahre mit dem Zug.

 

Dann benutze ich das Fahrrad anstatt des Autos.

 

Dann verzichte ich halt mal auf das Schnitzel zum Mittagessen und wähle stattdessen etwas Vegetarisches.

 

Dann beginne ich eben, nachhaltiger und regional einzukaufen.

 

Dann achte ich ab jetzt darauf, nicht unnötig Plastikmüll zu verbrauchen.

 

Dann lege ich jetzt Wert auf Mülltrennung.

 

Und dann kaufe ich mir jetzt eben nicht mehr jedes Jahr ein neues Smartphone.

 

Leute, es ist echt nicht schwer, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Und sogar solch kleine Taten können Positives bewirken.

 

Wir können nicht von der Politik erwarten, etwas zu verändern, wenn wir selbst nicht bereit sind dafür.

 

Beginnt jetzt zu handeln, denn das ist unsere Zukunft, die gerade zerstört wird!

 

Und ich möchte einmal meinen Kindern oder Enkelkindern erzählen, dass wir es waren, die dafür gesorgt haben, dass wir Ihnen eine intakte Erde bieten können.

 

Wie gehen mit dieser Welt um, als hätten wir eine zweite im Kofferraum!

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Fragen an einen der altgediensteten Wetterwarte der Zugspitze

Robert Schardt auf dem Wetterturm der Zugspitze
Robert Schardt auf dem Wetterturm der Zugspitze

Robert Schardt ist seit 37 Jahren Wetterwart an der Wetterwarte in Garmisch und auf der Zugspitze. Damit ist er einer der dienstältesten Wetterwärter auf der Zugspitze. Dort werden Wetterdaten schon seit 1900 aufgezeichnet. Ich durfte einen Tag mit ihm auf der Zugspitze verbringen.

 

Was hat Sie dazu bewegt, Wetterwart zu werden?

Das weiß auch nicht genau; genetisch war ich nicht vorbelastet. Wetter und alles was damit zusammengehört hat mich aber bereits von frühester Jugend an interessiert. Ich habe schon als Kind im eigenen Garten Temperatur, Feuchte, Luftdruck und Schneehöhe gemessen und grafisch auf Millimeterpapier dargestellt.

 

Welche Beobachtungen haben Sie besonders beeindruckt?

Ich liebe Extremwetter jeder Art. Was mich aber besonders beeindruckt und gleichzeitig bestürzt ist das immer schnellere Voranschreiten des Klimawandels. Diesen habe ich „live“ auf der Zugspitze erlebt: Innerhalb der vier Jahrzehnte, in denen ich auf der Zugspitze als Wetterwart tätig war, hat sich der Schneeferner halbiert!

Der Schneeferner ist im Winter durch die kontinuierliche Schneedecke nicht erkennbar. Im Sommer sieht es da ganz anders aus.
Der Schneeferner ist im Winter durch die kontinuierliche Schneedecke nicht erkennbar. Im Sommer sieht es da ganz anders aus.
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Das seltsame Ding genannt Liebe

Liebe. So ein großes Wort. Wir finden und verlieren Liebe, sind außer uns vor Glück oder Leid - je nachdem, wie die Liebe mit einem spielt. Aber was ist das eigentlich - die Liebe? Und kann sie uns helfen, Frieden und Glück langfristig in uns zu bewahren - unabhängig von äußeren Umständen?

 

Nach einem relativ schwierigen Jahr machte ich mich auf die Suche nach der Antwort auf die Frage: "Was bedeutet Liebe eigentlich?" Dazu habe ich Freunde und Bekannte zwei Fragen gefragt:

1. Was ist Liebe?

2. Was treibt Dich am meisten an?

 

Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Liebe selbst. Sie zeigen, dass "Liebe" sich nicht einzwängen lässt in ein bestimmtes Format. Dadurch bleibt es jedem  frei, für sich zu entscheiden, was es bedeutet, jemanden oder etwas zu lieben. Daher kann man sich aber auch nicht darauf verlassen, dass - wenn einer "Ich liebe Dich" sagt -  diese Aussage das bedeutet, was man selbst darunter versteht. Aber lesen Sie selbst...

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Klima stabilisieren, Deutschland modernisieren

Die Klimakonferenz in Bonn sendet auch eine Botschaft nach Berlin, wo jetzt die Parteien über die Bildung einer neuen Bundesregierung verhandeln – das erklärten am Donnerstag führende Forscher, die im Deutschen Klima-Konsortium (DKK) zusammengeschlossen sind, darunter auch Prof. Schellnhuber und Prof Latif, die im wissenschaftlichen Beirat von WissenLeben aktiv sind. Die Auswirkungen des Klimawandels seien bereits heute spürbar, Deutschland solle zur Verringerung der Treibhausgase den Ausstieg aus der Kohleverstromung beginnen, heißt es in einer von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern veröffentlichten gemeinsamen Erklärung.

 

 

Berlin, 9. November 2017 – „Mit stabilisiertem Klima kann es auch mehr Stabilität in der Welt geben“, heißt es in der Stellungnahme des Wissenschaftsverbandes DKK. „Wetterextreme und Meeresspiegelanstieg bedrohen Menschenleben, Natur sowie Hab und Gut. Risiken für weltweite Lieferketten oder zunehmende Migration sind weitere Folgen. Das trifft auch Deutschland. Klimaschutz ist Teil einer präventiven Politik für Stabilität und Sicherheit. Damit die weltweite Klimastabilisierung gelingt, wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart, braucht es nationale Vorbilder wie Deutschland, das sich große Verdienste beim Voranbringen des Klimaschutzes erworben hat – und umfassende Klimaforschung. Klimaschutz sichert Deutschlands Rolle als technologischer Vorreiter und Exportnation.“

Kohleausstieg beginnen
In Deutschland sind die Emissionen in den vergangenen acht Jahren nicht gesunken – trotz des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, die 2016 schon 29 Prozent am Strommix ausmachten. „Ohne Kohleausstieg wird Deutschland das Klimaziel 2020 drastisch verfehlen – voraussichtlich werden die Treibhausgasemissionen nur um 32 statt um die versprochenen 40 Prozent verringert. Die verantwortlichen Politiker müssen die kommende Legislaturperiode nutzen, um nachzusteuern. Der Kohleausstieg ist dafür der erste notwendige Schritt“, sagte Mojib Latif bei der öffentlichen Vorstellung der Stellungnahme in Berlin. Er ist Vorstandsvorsitzender des Deutschen Klima-Konsortiums und forscht am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Latif weiter: „Ohne eine weltweite Abkehr von der Kohleverstromung kann das Ziel des Pariser Übereinkommens, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen, nicht eingehalten werden.“

Mit stabilisiertem Klima kann es auch mehr Stabilität in der Welt geben
Schon die heutige Erderwärmung um bereits ein Grad globale Mitteltemperatur hat auf der ganzen Erde spürbare Auswirkungen. „Wetterextreme nehmen zu und treffen auch uns in Deutschland, etwa Starkregen“, sagte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. „Gerade in ärmeren Ländern aber können Dürren, Fluten oder Wirbelstürme ganze Folgenkaskaden auslösen, wie die Forschung zeigt. In Puerto Rico zum Beispiel hat einer der verheerenden Hurrikane dieses Herbstes innerhalb von Stunden die wirtschaftliche Entwicklung von Jahren zunichte gemacht, auch die Gesundheitsversorgung dort wurde heftig getroffen. Solche Extremereignisse lassen natürlich auch Migration zunehmen. Die Koalitionsverhandler in Berlin haben es in der Hand, ob sie dem Klimachaos noch weiter die Tür öffnen – oder für  Deutschland und die Welt Stabilität sichern.“

Meeresspiegelanstieg bedroht die Fidschi-Inseln
Mit der Republik Fidschi hat erstmals ein kleiner Inselstaat die Präsidentschaft des Weltklimagipfels inne. Damit rücken die Anliegen und Bedürfnisse der besonders verletzlichen und wenig entwickelten Staaten in den Fokus. „Inselstaaten wie die Republik Fidschi sind besonders vom Meeresspiegelanstieg betroffen, da sie sehr flach im Pazifik liegen. Zusätzlich steigen in dieser Region die Pegel seit Beginn der Satellitenmessungen 1992 doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt“, sagte Monika Rhein, Ozeanografin an der Universität Bremen. „Der Meeresspiegel wird weiter ansteigen und bedroht auch viele große Küstenstädte. Wir können aber durch eine nachhaltige Klimapolitik steuern, wie stark der Anstieg ausfallen wird.“

Den CO2-Preis als Beschleuniger der Energiewende nutzen
Das Ziel von Paris ist nur zu erreichen, wenn die weltweiten Energiesysteme konsequent umgebaut werden. „Neben einem freien Markt braucht es neue gesetzliche und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen. Sie können Unternehmen und Verbrauchern die nötigen Anreize bieten, damit sie ihren Energie- und Ressourcenverbrauch möglichst schnell reduzieren. Das zentrale Element, das Ökonomen schon lange fordern, ist ein Preis für die Emissionen von Treibhausgasen, allgemein als CO2-Preis bekannt. Ein solcher Preis ist der dringend benötigte Beschleuniger der Energiewende in Deutschland und weltweit. Auch ohne ihn ist die Energiewende bereits auf dem Weg, aber sie ist viel zu langsam“, sagte Gernot Klepper, Klimaökonom am Institut für Weltwirtschaft in Kiel.

 

Link und Download
Die komplette Stellungnahme finden Sie online und zum Download auf der Website des Deutschen Klima-Konsortiums: www.klima-konsortium.de/stellungnahme-cop23.
Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen.

 

 

 

 

Expertinnen und Experten der Pressekonferenz:

 

 

 

 

 

 

Über das Deutsche Klima-Konsortium

Das Deutsche Klima-Konsortium e. V. (DKK) ist ein Wissenschaftsverband und vertritt führende Akteure der deutschen Klimaforschung und Klimafolgenforschung. Dazu gehören Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Bundesbehörden. Das DKK steht für wissenschaftsbasierte Politikberatung, greift aktuelle Klimathemen auf und liefert Hintergründe aus Expertensicht.

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