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Welche Fakten sind wichtig, um über die Zukunftsfähigkeit der Menschheit informiert zu sein? Wo findet man vertrauenswürdige Informationen?

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Durch eigene Projekte erfahren, welche Themen für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen relevant sind. Dadurch kann man Informationen besser filtern und bewerten.

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Ich kenne niemanden, der sich, neben Job und Familie, so effektiv und selbstlos für die Belange unserer Umwelt engagiert - egal ob Workshops und Vorträge für Erwachsene oder tolle Projekte für Kinder!           

Angestellte an der TU München

Blog

Greenwashing oder Nachhaltiges Handeln?

Ein befreundetes veganes Paar beschloss, mehr für den Klimaschutz zu tun. Sie wollen ökologisch angebaute Nüsse und Trockenfrüchte in größeren Mengen kaufen, um Verpackung zu sparen. Interessenten können dann über sie bestellen. Eine sympatische Idee, die mir wochenlang Kopfzerbrechen verursachte. Denn die Grenzen zwischen nachhaltigem Handeln und persönlichem Greenwashing erscheinen mir verschwommen und schwer zu benennen. Hier mein Versuch einer Reaktion.

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Wer ist verantwortlich?

Verantwortung auf andere abschieben - das ist ein typisch menschliches Verhalten. Aber ist das heute in Zeiten der globalen ökologischen und klimatischen Krisen noch angemessen? Ich denke: Nein. Es ist dringend Zeit, dass jeder, der versteht um was es geht, sich auch für die notwendigen Änderungen einsetzt - sowohl im eigenen Leben als auch im eigenen Umfeld.

Wenn wir wissen, was die Zukunft bringt, wenn wir nicht schnell und effektiv genug handeln, müssen wir dann nicht dementsprechend handeln - jeder einzelne von uns?
Wenn wir wissen, was die Zukunft bringt, wenn wir nicht schnell und effektiv genug handeln, müssen wir dann nicht dementsprechend handeln - jeder einzelne von uns?
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Endlich Stimme haben

Ein Interview mit Tersa Takacs, Mit-Organisatorin der Fridays for Future Demonstration in Weilheim, Oberbayern.

 

Teresa, warum setzt du dich für Fridays for Future ein? Was hat dich dazu bewegt, eine solch aktive Stellung einzunehmen?

Ich setze mich so aktiv ein, da mit der Fridaysforfuture Bewegung die jungen Leute, die noch nicht wählen dürfen, endlich die Chance haben, eine Stimme zu bekommen und gehört werden. Der Klimawandel ist nicht ein kurzfristiges Problem sondern eine Katastrophe und es ist höchste Zeit zu handeln.

 

Wie stehen deine Eltern zu deinem Einsatz? Und was sagst du Mitschülern, deren Eltern Fridays for Future nicht unterstützen?

Meine Eltern unterstützen mich voll und ganz dabei. Ich musste nie mit Ihnen diskutieren, ob ich demonstrieren gehen darf. Wenn Eltern ihren Kindern nicht erlauben, demonstrieren zu gehen, dann finde ich das fast schwieriger, als wenn es die Schule verbietet. Bei meinen Mitschülern war das aber eher selten der Fall. Wenn aber doch, würde ich versuchen, ihnen bewusst zu machen, dass es nicht um deren Zukunft geht, sondern die ihrer Kinder. Außerdem lernt man dabei so vieles, was fürs Leben wichtig ist, in der Schule aber viel zu kurz kommt.

 

Wie motivierst du Mitschüler, denen Klimaschutz nicht wichtig ist?

Wenn es Mitschülern nicht wichtig ist, wie sie mit der Umwelt umgehen, liegt dies meist daran, dass sie überhaupt keinen Plan haben. Ich denke, allein wenn man sie über den Klimawandel und dessen Folgen aufklärt, wird sich das Verhalten dieser Schüler verändern.

 

Wie können Schulen euer Anliegen aktiv unterstützen?

Erstens natürlich ihren Schülern die Erlaubnis geben, Freitags demonstrieren zu gehen. Aber es ist auch wichtig, den Schülern zu erklären warum man das überhaupt macht. Das Thema Umweltschutz sollte viel präsenter im Lehrplan sein. Außerdem könnte man Projekte zum Thema Umweltschutz in die Schule bringen sowie versuchen, eine klimafreundlichere Schule zu werden. Und dabei fängt es schon bei Mülltrennung oder vegetarischem Essen in der Kantine an....

 

Danke, Teresa, und viel Erfolg!

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Fridays for Future - Wofür?

Was bewegt die Schüler?
Eine Rede von Theresa Takacs auf der Demonstration in Weilheim, Oberbayern, am 15.3.2018, klärt auf:

 

Durch die Fridays For Future Bewegung haben wir endlich die Möglichkeit, der Politik zu zeigen, dass wir nicht mit deren Klimapolitik zufrieden sind. Dauernd wird uns zugestimmt, dass Umweltschutz wichtig ist, doch gehandelt wird nicht. Das sind nur leere Worte, die von oben kommen. Hauptsache die Wirtschaft wächst, aber was mit unserer Zukunft passiert ist denen nicht wichtig.

 

Wir fordern, eine sofortige Änderung der Klimapolitik und Taten statt leerer Worte. Und wir werden nicht aufhören zu demonstrieren bis endlich was unternommen wird. Diese Bewegung steigt von Tag zu Tag und wir jungen Menschen können nicht länger ignoriert werden!

 

Wir sind hier, weil uns nicht gefällt wie mit unserer Umwelt umgegangen wird. Die Politik tut viel zu wenig, um diese Erde zu schützen.

Ich meine warum denn auch!? Uns geht es doch gut oder!

Ja jetzt noch. Aber wie sieht es in ein paar Jahren aus?

 

Wir sind es nicht, deren Häuser überschwemmt werden, weil der Meeresspiegel durch die Erderwärmung steigt.

 

Wir sind es nicht, die aus unserer Heimat fliehen müssen, da sie durch Umweltkatastrophen zerstört wird.

 

Wir sind es nicht, die Wasser und Lebensmittel Knappheit ertragen müssen.

 

NOCH NICHT!

 

So viele Tiere sterben durch Plastik im Meer, Abholzen des Regenwaldes oder weil Ihnen der Boden unter den Füßen wegschmilzt.

 

Wir demonstrieren, damit die Politik handelt, um den Planeten zu retten.

 

Doch was dabei oft vergessen wird: Jeder einzelne von uns kann dafür etwas machen. Und damit mein ich nicht nur, freitags demonstrieren zu gehen (obwohl das natürlich auch super ist)

 

Es geht darum, etwas an seiner Lebenseinstellung und Lebensstil zu ändern.

 

Dann fliege ich halt nicht mehr in den Urlaub, sondern fahre mit dem Zug.

 

Dann benutze ich das Fahrrad anstatt des Autos.

 

Dann verzichte ich halt mal auf das Schnitzel zum Mittagessen und wähle stattdessen etwas Vegetarisches.

 

Dann beginne ich eben, nachhaltiger und regional einzukaufen.

 

Dann achte ich ab jetzt darauf, nicht unnötig Plastikmüll zu verbrauchen.

 

Dann lege ich jetzt Wert auf Mülltrennung.

 

Und dann kaufe ich mir jetzt eben nicht mehr jedes Jahr ein neues Smartphone.

 

Leute, es ist echt nicht schwer, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Und sogar solch kleine Taten können Positives bewirken.

 

Wir können nicht von der Politik erwarten, etwas zu verändern, wenn wir selbst nicht bereit sind dafür.

 

Beginnt jetzt zu handeln, denn das ist unsere Zukunft, die gerade zerstört wird!

 

Und ich möchte einmal meinen Kindern oder Enkelkindern erzählen, dass wir es waren, die dafür gesorgt haben, dass wir Ihnen eine intakte Erde bieten können.

 

Wie gehen mit dieser Welt um, als hätten wir eine zweite im Kofferraum!

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Fragen an einen der altgediensteten Wetterwarte der Zugspitze

Robert Schardt auf dem Wetterturm der Zugspitze
Robert Schardt auf dem Wetterturm der Zugspitze

Robert Schardt ist seit 37 Jahren Wetterwart an der Wetterwarte in Garmisch und auf der Zugspitze. Damit ist er einer der dienstältesten Wetterwärter auf der Zugspitze. Dort werden Wetterdaten schon seit 1900 aufgezeichnet. Ich durfte einen Tag mit ihm auf der Zugspitze verbringen.

 

Was hat Sie dazu bewegt, Wetterwart zu werden?

Das weiß auch nicht genau; genetisch war ich nicht vorbelastet. Wetter und alles was damit zusammengehört hat mich aber bereits von frühester Jugend an interessiert. Ich habe schon als Kind im eigenen Garten Temperatur, Feuchte, Luftdruck und Schneehöhe gemessen und grafisch auf Millimeterpapier dargestellt.

 

Welche Beobachtungen haben Sie besonders beeindruckt?

Ich liebe Extremwetter jeder Art. Was mich aber besonders beeindruckt und gleichzeitig bestürzt ist das immer schnellere Voranschreiten des Klimawandels. Diesen habe ich „live“ auf der Zugspitze erlebt: Innerhalb der vier Jahrzehnte, in denen ich auf der Zugspitze als Wetterwart tätig war, hat sich der Schneeferner halbiert!

Der Schneeferner ist im Winter durch die kontinuierliche Schneedecke nicht erkennbar. Im Sommer sieht es da ganz anders aus.
Der Schneeferner ist im Winter durch die kontinuierliche Schneedecke nicht erkennbar. Im Sommer sieht es da ganz anders aus.
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Das seltsame Ding genannt Liebe

Liebe. So ein großes Wort. Wir finden und verlieren Liebe, sind außer uns vor Glück oder Leid - je nachdem, wie die Liebe mit einem spielt. Aber was ist das eigentlich - die Liebe? Und kann sie uns helfen, Frieden und Glück langfristig in uns zu bewahren - unabhängig von äußeren Umständen?

 

Nach einem relativ schwierigen Jahr machte ich mich auf die Suche nach der Antwort auf die Frage: "Was bedeutet Liebe eigentlich?" Dazu habe ich Freunde und Bekannte zwei Fragen gefragt:

1. Was ist Liebe?

2. Was treibt Dich am meisten an?

 

Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Liebe selbst. Sie zeigen, dass "Liebe" sich nicht einzwängen lässt in ein bestimmtes Format. Dadurch bleibt es jedem  frei, für sich zu entscheiden, was es bedeutet, jemanden oder etwas zu lieben. Daher kann man sich aber auch nicht darauf verlassen, dass - wenn einer "Ich liebe Dich" sagt -  diese Aussage das bedeutet, was man selbst darunter versteht. Aber lesen Sie selbst...

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Klima stabilisieren, Deutschland modernisieren

Die Klimakonferenz in Bonn sendet auch eine Botschaft nach Berlin, wo jetzt die Parteien über die Bildung einer neuen Bundesregierung verhandeln – das erklärten am Donnerstag führende Forscher, die im Deutschen Klima-Konsortium (DKK) zusammengeschlossen sind, darunter auch Prof. Schellnhuber und Prof Latif, die im wissenschaftlichen Beirat von WissenLeben aktiv sind. Die Auswirkungen des Klimawandels seien bereits heute spürbar, Deutschland solle zur Verringerung der Treibhausgase den Ausstieg aus der Kohleverstromung beginnen, heißt es in einer von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern veröffentlichten gemeinsamen Erklärung.

 

 

Berlin, 9. November 2017 – „Mit stabilisiertem Klima kann es auch mehr Stabilität in der Welt geben“, heißt es in der Stellungnahme des Wissenschaftsverbandes DKK. „Wetterextreme und Meeresspiegelanstieg bedrohen Menschenleben, Natur sowie Hab und Gut. Risiken für weltweite Lieferketten oder zunehmende Migration sind weitere Folgen. Das trifft auch Deutschland. Klimaschutz ist Teil einer präventiven Politik für Stabilität und Sicherheit. Damit die weltweite Klimastabilisierung gelingt, wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart, braucht es nationale Vorbilder wie Deutschland, das sich große Verdienste beim Voranbringen des Klimaschutzes erworben hat – und umfassende Klimaforschung. Klimaschutz sichert Deutschlands Rolle als technologischer Vorreiter und Exportnation.“

Kohleausstieg beginnen
In Deutschland sind die Emissionen in den vergangenen acht Jahren nicht gesunken – trotz des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, die 2016 schon 29 Prozent am Strommix ausmachten. „Ohne Kohleausstieg wird Deutschland das Klimaziel 2020 drastisch verfehlen – voraussichtlich werden die Treibhausgasemissionen nur um 32 statt um die versprochenen 40 Prozent verringert. Die verantwortlichen Politiker müssen die kommende Legislaturperiode nutzen, um nachzusteuern. Der Kohleausstieg ist dafür der erste notwendige Schritt“, sagte Mojib Latif bei der öffentlichen Vorstellung der Stellungnahme in Berlin. Er ist Vorstandsvorsitzender des Deutschen Klima-Konsortiums und forscht am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Latif weiter: „Ohne eine weltweite Abkehr von der Kohleverstromung kann das Ziel des Pariser Übereinkommens, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen, nicht eingehalten werden.“

Mit stabilisiertem Klima kann es auch mehr Stabilität in der Welt geben
Schon die heutige Erderwärmung um bereits ein Grad globale Mitteltemperatur hat auf der ganzen Erde spürbare Auswirkungen. „Wetterextreme nehmen zu und treffen auch uns in Deutschland, etwa Starkregen“, sagte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. „Gerade in ärmeren Ländern aber können Dürren, Fluten oder Wirbelstürme ganze Folgenkaskaden auslösen, wie die Forschung zeigt. In Puerto Rico zum Beispiel hat einer der verheerenden Hurrikane dieses Herbstes innerhalb von Stunden die wirtschaftliche Entwicklung von Jahren zunichte gemacht, auch die Gesundheitsversorgung dort wurde heftig getroffen. Solche Extremereignisse lassen natürlich auch Migration zunehmen. Die Koalitionsverhandler in Berlin haben es in der Hand, ob sie dem Klimachaos noch weiter die Tür öffnen – oder für  Deutschland und die Welt Stabilität sichern.“

Meeresspiegelanstieg bedroht die Fidschi-Inseln
Mit der Republik Fidschi hat erstmals ein kleiner Inselstaat die Präsidentschaft des Weltklimagipfels inne. Damit rücken die Anliegen und Bedürfnisse der besonders verletzlichen und wenig entwickelten Staaten in den Fokus. „Inselstaaten wie die Republik Fidschi sind besonders vom Meeresspiegelanstieg betroffen, da sie sehr flach im Pazifik liegen. Zusätzlich steigen in dieser Region die Pegel seit Beginn der Satellitenmessungen 1992 doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt“, sagte Monika Rhein, Ozeanografin an der Universität Bremen. „Der Meeresspiegel wird weiter ansteigen und bedroht auch viele große Küstenstädte. Wir können aber durch eine nachhaltige Klimapolitik steuern, wie stark der Anstieg ausfallen wird.“

Den CO2-Preis als Beschleuniger der Energiewende nutzen
Das Ziel von Paris ist nur zu erreichen, wenn die weltweiten Energiesysteme konsequent umgebaut werden. „Neben einem freien Markt braucht es neue gesetzliche und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen. Sie können Unternehmen und Verbrauchern die nötigen Anreize bieten, damit sie ihren Energie- und Ressourcenverbrauch möglichst schnell reduzieren. Das zentrale Element, das Ökonomen schon lange fordern, ist ein Preis für die Emissionen von Treibhausgasen, allgemein als CO2-Preis bekannt. Ein solcher Preis ist der dringend benötigte Beschleuniger der Energiewende in Deutschland und weltweit. Auch ohne ihn ist die Energiewende bereits auf dem Weg, aber sie ist viel zu langsam“, sagte Gernot Klepper, Klimaökonom am Institut für Weltwirtschaft in Kiel.

 

Link und Download
Die komplette Stellungnahme finden Sie online und zum Download auf der Website des Deutschen Klima-Konsortiums: www.klima-konsortium.de/stellungnahme-cop23.
Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen.

 

 

 

 

Expertinnen und Experten der Pressekonferenz:

 

 

 

 

 

 

Über das Deutsche Klima-Konsortium

Das Deutsche Klima-Konsortium e. V. (DKK) ist ein Wissenschaftsverband und vertritt führende Akteure der deutschen Klimaforschung und Klimafolgenforschung. Dazu gehören Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Bundesbehörden. Das DKK steht für wissenschaftsbasierte Politikberatung, greift aktuelle Klimathemen auf und liefert Hintergründe aus Expertensicht.

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Junge Forscher*innen für den Klimaschutz gesucht!

WWF vergibt 20 Stipendienplätze. Jetzt bewerben bei der Schülerakademie 2°Campus!

 

Der WWF Deutschland und HEINZ-GLAS rufen zur Schülerakademie 2°Campus auf. Das einzigartige Stipendienprogramm verbindet aktuelle Forschung mit Klimaschutz und bietet jungen Menschen die Gelegenheit, gemeinsam mit Wissenschaftler/innen für eine klimafreundliche Zukunft zu forschen. Wie senken wir die Treibhausgase und bremsen den Klimawandel? 2°Campus liefert konkrete Antworten.

Es werden für das Jahr 2018 noch Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren gesucht, die Spaß am Forschen haben und sich mit ihren Talenten für den Klimaschutz einsetzen möchten.

 

Die Bewerbungsfrist läuft bis 03. Dezember 2017.

 

2°Campus 2018  findet in den Frühjahrs-, Sommer- und Herbstferien statt, zumeist in Berlin bzw. in den Städten der jeweiligen Partneruniversitäten. Die Teilnahme ist (bis auf die Anreise) kostenfrei.

 

Ausführliche Infos unter: www.2-grad-campus.de

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Ehrenamt im Schloss Bellevue

Beim Bürgerfest war auch Maiken Winter für WissenLeben e.V. vertreten

 

Heute, am 8.9.2017, fand wieder das alljährliche Bürgerfest statt. Seit 2012 werden ehrenamtlich tätige Bürger durch eine Einladung zum Bürgerfest geehrt - stellvertretend für die Millionen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in Deutschland zum Wohl von Mensch und Natur einsetzen.

 

Das Thema des Bürgerfestes war "Engagement - für eine lebendige Demokraitie". In seiner Begrüßungsrede machte der Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, deutlich, wie wesentlich ehrenamtliches Engagement für das Funktionieren einer Demokratie ist. Ohne die Arbeit der Ehrenamtlichen würde unser Staat sehr viel weniger gut funktionieren. All die Helfer in Sportvereinen, bei der freiwilligen Feuerwehr, in Kirchengemeinden und Flüchtlingshilfen und in vielen anderen Bereichen leisten wesentliche Arbeit zur Unterstützung der Meschen in unserem Land. Eindringlich mahnte Steinmeier an, bei der Bundestagswahl am 24.9.2017 wählen zu gehen. Die Freiheit, die wir in Deutschland geniessen, eine Demokratie zu leben, diese Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen uns dafür einsetzen, sie zu bewahren.

 

Die Tatsache, dass diese Freiheit keine Selbstverständlichkeit mehr ist, dass sie auch in unserem Land durch radikale Gesinnungsströme gefährdet ist, ist zutiefst beunruhigend. Gleichzeitig wurde an diesem Abend klar: Negativen Strömungen steht eine starke Wand Engagierter entgegen, die sich mit all ihrer Kraft für eine lebendige Demokratie einsetzen. Stark bleiben gegen Anfeindungen, sich nicht beirren lassen, das legte Steinmeier den Eherenamtlichen ans Herz - und das erschien machbar inmitten all der Menschen, die sich versammelt hatten.

 

Zwei Wehrmutstropfen gab es allerdings:

1. Wie es ja bisher auch im Wahlkampf üblich ist: die Dringlichkeit von Klima- und Naturschutz wurde nirgends erwähnt. Was muss eigentlich passieren, damit dieses wichtige Thema nicht weiter so stark venachlässigt wird?

2. Es war erstaunlich, dass sich bei den Informationsständen auch Firmen präsentierten, die nicht gerade durch ihr bürgerschaftliches Engagement bekannt sind - wie etwa die Daimler AG, Bayer, die Arbeitsgemeinschaft Gesamtmetall oder Lidl (für die gesamte Liste siehe das Programm des offenen Hauses am 9.9.2017). Greenwashing schien hier angesagt; freie, unabhängige Demokratie reduziert. Sicherlich trugen diese Organisationen mit großzügigen Spenden zum Gelingen des Festes bei; sicherlich engagieren sie sich auch für soziale Belange. Aber insgesamt erscheinen mir diese Firmen doch eher Proft-orientierte Unternehmen zu sein, denen das eigene Wohl über dem der Gemeinschaft steht. Gäbe es nicht andere Wege, dies Bürgerfest zu finanzieren? Wege, welche die Demokratie und Freiheit herausstellen? Wären evtl. die Bürger dieses Landes bereit, dass das Fest aus Steuergeldern bezahlt wird - zum Dank für all die ehrenamtliche Arbeit, die ja dem Wohle aller Bürgern dient?

 

Insgesamt aber war es ein wunderschöner, sehr gelungener Abend. Trotz des Regens und der Kälte war die Stimmung sehr beschwingt, fröhlich und offen. Der Höhepunkt - Lang Lang mit seinem Schüler Maximilian - wird mir immer im Gedächtnis bleiben.

 

Danke, Herr Bundespräsident, dass Sie diese Tradition fortführen. Es tut sehr gut, für all die Arbeit Anerkennung zu erhalten.

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Politik ohne Zukunft

Unfassbar. Da haben es die Moderatoren des Fernsehduells geschafft, den Kanzlerkandidaten 90 Minuten lang Fragen zu stellen, ohne jemals die Wörter Klima, Natur, Biodiversität, Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit oder ähnliche überlebenswichtige Wörter zu erwähnen. So als gäbe es keine sich immer dramatischer entwickelnde Klimakatastrophe, keinen besorgniserregenden Rückgang der Biodiversität, keine Zehntausenden von frühzeitigen Todesfällen in Deutschland auf Grund schlechter Luft, keine Notwendigkeit für einen raschen Ausbau erneuerbarer Energien.

 

Auch ohne entsprechende Fragen hätten die Kandidaten einfließen lassen können, dass ihnen diese Problemfelder bewusst und wichtig sind – so wie sie es ja auch bei anderen Themenfeldern geschafft haben, ihr Positionen klarzustellen. Nur die Bundeskanzlerin erwähnte das Wort „Klima“ einmal; gleichzeitig machte sie aber deutlich, dass es den fossilen Verbrennungsmotor noch jahrzehntelang geben wird. Ein Ausstieg aus fossilen Energien? Fehlanzeige.

 

Es ist unfassbar, dass bei den derzeitigen dramatischen Entwicklungen bei Klima und Biodiversität, die das Potential haben, unsere Lebensgrundlagen zu zerstören, dieses Thema nicht zentral im Wahlkampf erscheint.

 

Die Klimawissenschaft hat klar aufgezeigt, dass uns noch etwa 5 Jahre bleiben, um unsere Wirtschafts- und Lebensweise radikal zu transformieren, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Die kommende Legislaturperiode wird darüber bestimmen, ob wir eine Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft schaffen – oder nicht.

 

Bitte bedenken Sie das, wenn Sie zur Wahl gehen.

 

Maiken Winter, Vorsitzende von WissenLeben e.V und Bundestagskandidatin der ÖDP im Wahlkreis 226

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