Wir machen Zusammenhänge zwischen Natur,

Mensch und Klima für jeden Einzelnen

verständlich, erlebbar und nachvollziehbar,

um zu nachhaltigem Handeln zu motivieren.

 

Wir streiken.

Machen auch Sie mit am 20. September beim Globalen Klimastreik!

Weil es um alles geht, was uns lieb ist. Und um noch viel mehr.

 

Wissen

Welche Fakten sind wichtig, um über die Zukunftsfähigkeit der Menschheit informiert zu sein? Wo findet man vertrauenswürdige Informationen?

Mehr wissen...

 

Vorträge, Workshops,
Fortbildungen, Tagungen, und  Wanderausstellungen.

Begreifen

Durch eigene Projekte erfahren, welche Themen für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen relevant sind. Dadurch kann man Informationen besser filtern und bewerten.

Mehr begreifen...

 

Citizen Science Projekte  und Exkursionen

 

Handeln

Wie kann ich mein Wissen und Begreifen effektiv einsetzen, um meinen Fußabdruck zu minimieren und um mitzuhelfen, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten?

Jetzt handeln...

 

Maßnahmen

 

 



Ich kenne niemanden, der sich, neben Job und Familie, so effektiv und selbstlos für die Belange unserer Umwelt engagiert - egal ob Workshops und Vorträge für Erwachsene oder tolle Projekte für Kinder!           

Angestellte an der TU München

Worauf es ankommt
Ein Text der Kraft gibt.

Für alle die Mitdenken und Mitfühlen und

trotzdem die Hoffnung nicht aufgeben.

Blog

Der globale Klimastreik und Du

 

Liebe Freunde und Kollegen,

wenn selbst eine Bank zum Streik aufruft (https://blog.gls.de/aus-der-bank/gls-bank-mobilisiert-fuer-klimastreik/), wenn Tausende von Angestellten, Schülern, Studenten, Kirchenmitglieder...auf die Straße gehen, dann kannst auch DU dich trauen, mitzumachen (wenn du eh schon mitmachst: Danke!!).

 

Stell dir vor, es ist globaler Klimastreik und du bist bei der Arbeit. Unvorstellbar!

 

Also los,

  • falls du Angestellte(r) bist, dann frag deinen Chef, ob du frei bekommst.
  • wenn Du Chef bist, dann fordere deine Angestellten auf, dass sie zum Streik gehen.
  • wenn du Kunden hast, die du nicht verprellen willst, dann lass eine Nachricht an der Tür oder auf der Antwortmaschine oder als automatische email-Antwort: "Wir setzen uns für unsere Zukunft ein und sind derzeit beim Klimastreik. Bitte kommen Sie nach dem Streik wieder vorbei." (natürlich abgesehen von Notdiensten und Aufsichtspersonen)

Wer zur Zeit des Klimastreiks erreichbar ist, wer seine Angestellten, StudentInnen nicht auffordert, teilzunehmen, der hat entweder einen Chef, der noch nichts verstanden hat, oder hat selbst noch nicht verstanden, um was es geht (oder hat Aufsichtspflicht oder muss sich um Noteinsätze kümmern, was natürlich notwendig ist).

 

Also, liebe Leute, eure Arbeit ist NICHT wichtiger als unser aller Zukunft, egal woran Du / Sie arbeiten!

 

Daher: Los geht´s! Bereitet euch vor für den größten Tag für unsere Zukunft - eine Wende hin zu einem guten (Über)-Leben.

 

Natürlich retttet ein einzelner Tag nicht unsere Zukunft. Aber wenn möglichst viele am globalen Klimastreik am 20.9. teilnehmen, dann setzten wir gemeinsam ein sehr wichtiges Zeichen dafür, dass wir alle die kommende Klimakatastrophe ernst nehmen. Es ist dringend Zeit, dass alle, die verstehen, um was es geht, auch ein klares Zeichen setzen. Es reicht nicht, nur privat für sich im Kleinen zu handeln. Wir müssen auf alle Karten setzen. Private Verhaltensänderungen, politisches Engagament, gesellschaftlicher Einsatz. Es reicht nicht, sich darauf zu verlassen, dass andere handeln. Wir alle, jeder einzelne, sind wesentlich, uns in allen Bereichen so stark wie möglich einzusetzen.

 

Danke für euren Einsatz!

 

Übrigens, auch wenn ihr nicht gerne zu einer Demo geht, könnt ihr dennoch streiken und stattdessen zu hause einen Leserbrief schreiben oder einfach euch zusammensetzen und überlegen, wie ihr möglichst schnell auf Null Emissinen gelangt (siehe auch www.global2028.de).

 

Uns allen ganz viel Erfolg und ganz viel Glück, dass wir gerade noch rechtzeitig die Wende schaffen.

 

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Klimastreik - für eine lebenswerte Zukunft

Der globale Klimastreik am 20. September 2019 wird Millionen von Menschen auf die Straße bringen. Die Weltkarte des Aktionstages Global Climate Strike zeigt, dass an diesem Tag fast überall auf der Welt Menschen auf die Straße gehen - für effektiven Klimaschutz, für eine lebenswerte Zukunft für alle.

 

Die rasanten Klimaentwicklungen der letzten Jahre haben in erschreckendem Maße gezeigt, wie schnell sich das Klimasystem immer bedrohlicher auf Kipp-Punkte zubewegt, deren Überschreiten für uns Menschen und viele andere Lebewesen katastrophale Folgen hätte. Schon heute leiden viele Millionen von Menschen unter dem Klimawandel. Dürre, Hitze, Feuer, Überschwemmungen, gewaltige Stürme und die dadurch einsetzenden Massenwanderungen von Klimaflüchtlingen erzeugen unsagbares Leid weltweit - und vor Deutschlands Grenzen wird dieses Leid nicht Halt machen.

 

Um in Zukunft gut leben zu können, müssen wir sofort massiv und drastisch umkehren - hin zu einem Leben das nicht von Konsum und kurzzeitigen persönlichen Egoismen geprägt ist, sondern von der Vision eines langfristig friedlichen und glücklichen Lebens.

 

Seit vielen Jahren ist die Notwendigkeit eines Umdenkens und entsprechenden Handelns bekannt. Doch Massen zu bewegen braucht Zeit. Nun endlich ist es so weit - weltweit protestieren wir Menschen gegen die Zerstörung unserer Zukunft. Vielleicht - hoffentlich - kommt diese Bewegung gerade noch rechtzeitig. Daher unser dringender Aufruf:

 

Machen Sie mit! Streiken Sie am 20. September für unser aller Zukunft!

 

Doch streiken alleine reicht nicht. Das kann nur der Anfang sein - der Anfang eines massiven weltweiten Protests gegen unsere Zerstörung, eines massiven weltweiten Umdenkens und Umhandelns hin zu einem Leben, das im Einklang mit unserer Mitwelt und mit uns selbst ist, hin zu einem Leben, das ein gutes Leben für alle als Ziel hat, nicht die persönliche Maximierung von kurzfristigem Lustgewinn.

 

Zusätzlich zur Teilnahme am Streik ist es daher wesentlich, nicht nur Forderungen an andere zu stellen, sondern auch persönliche Änderungen anzustreben.

 

Was macht SIE glücklich? Was würden Sie am meisten vermissen, wenn eine Klimakatastrophe unser Überleben massiv beeinträchtigen würde?
Für mich ist es die Ruhe, der Frieden, die Möglichkeit, einfach loszulassen und Natur, Ruhe und Freundschaft zu geniessen. Gemessen an diesem Glück ist nichts so wichtig, dass ich es nicht liebend gerne aufgeben würde, um dieses Glück zu erhalten.

 

Und was ist Ihr größtes Glück? Lohnt es, sich dafür einzusetzen um es langfristig zu erhalten?

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Wirklich nachhaltiger Konsum

Was macht nachhaltigen Kosum aus? Zu Fuss oder mit dem Radl einkaufen? Bio und faire Waren besorgen? Ja, auch. Aber eines wird oft vergessen: Wie werden die Waren zum Geschäft transportiert? Ist ein ökologisches und faires Produkt wirklich noch ökologisch und fair, wenn es mit Frachter und Lastwagen transportiert wurde? Slokoffie hat eine Antwort: Transport mit dem Segelschiff.

Wir haben dazu einige Fragen gestellt:

 

Die Gruender von Slokoffie, Thomas und Maik
Die Gruender von Slokoffie, Thomas und Maik

Was genau ist euer Anliegen?

Wir wollen zum Umdenken anregen und motivieren, einen nachhaltigen Lebensstil zu entwickeln. Ein wichtiger Teil davon ist unser Konsum. Produkte sollten nicht nur nachhaltig erzeugt, sondern auch nachhaltig transportiert und gelagert  werden. Meistens achten die Käufer aber nur auf die Produktion der Waren, nicht auf ihren Transport.

 

Die Weltschifffahrt stößt jährlich mehr CO2 aus als die gesamte Bundesrepublik Deutschland in einem Jahr. Was auf unseren Straßen mit grünen Plaketten und Schadstoff-Richtlinien längst verankert ist, ist aber auf See kaum Thema. Daher ist es wichtig, in diesem Bereich umzudenken. Da Schweröl aber günstig ist und Segeln eine längere Zeit in Anspruch nimmt, setzen die meisten Unternehmen auf Containerschiffe. In Hamburg kommen jedes Jahr 40.000 Container an, welche mit Kaffee geladen sind! Das wollen wir ändern.

 

Seit wann gibt es euch schon?

Die Firma Biten Gesellschaft für gesegelten Kaffee wurde im Oktober 2016 formal gegründet. Im November segelten wir nach Honduras, um den Kaffeeursprung, die Kooperative und die Bauern zu treffen. Im Dezember haben wir dann einen Vertrag für 20 Tonnen Kaffee mit der Volcafe Gruppe gezeichnet.

 

Maik Hembluck und Thomas Riedel-Fricke sind zu je gleichen Teilen Teilhaber der Fima. Dabei ist die Grundidee der faire Umgang miteinander, mit unseren Geschäftspartnern, unseren Kunden und unserer Umwelt. Der möglichst klimaneutrale Transport ist die Grundlage unserer Geschäftsidee.

 

Maik ist mit seinem ersten BIO-Zertifizierten Foodtruck in Bremen und Umgebung bereits gut bekannt. Seine Ausbildungen sowohl im Maschinenbau als auch als Bäcker kommen ihm hier sehr zu Gute. Thomas hat sein Leben der Schifffahrt gewidmet und gut 35 Jahre in diesem Bereich sein Leben gestaltet. So kommt hier der nachhaltige Transport und die BIO-Welt ganz wunderbar zusammen. Beide, sowohl Maik als auch Thomas, sind Segler und gerne auf dem Wasser unterwegs.

 

Warum habt ihr die Form der Gmbh gewählt?

Die Wahl einer GmbH aus Gesellschaftsform entspricht dem Bedürfnis von uns, den nicht gerade unbedeutenden finanziellen Einsatz unserer privaten Mittel klar einzugrenzen und Haftungen, die aus unserer Kaffeehandelsaktivität erwachsen können, auf die Mittel der GmbH zu beschränken.

 

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Worauf es ankommt

Worauf es ankommt:
Augen auf – und hinsehen
sehen, wirklich sehen

die Farben – die kraftvollen, die zarten
die Formen – die weichen, die harten
die Wandlungen – dunkel und hell,
heiß und kalt, Ruhe und Bewegung

das Leben sehen, wirklich sehen
und bewundern
und sich wundern
und auch vor Wunden
die Augen nicht verschließen
nicht vor Schmerz
nicht vor Zerstörung
nicht vor Tränen

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Auf der höchsten Forschungsstation Deutschlands

Eine ganz besonderen Exkursion konnten am 26. Juli 12 TeilnehmerInnen erleben: Wir besuchten die Klimaforschungsstation Schneefernerhaus - die höchtse Forschungsstation Deutschlands.

 

Hier forschen 10 Institute und Universitäten intensiv an der physikalischen und chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre und deren Entwicklung, aber auch an ganz anderen Themen wie z.B. dem Einfluss von (geringem) Luftdruck auf die Funktionsweise von Kaffemaschinen (woran Flugzeuggesellschaften interessiert sind).

Durch die Station führten uns Dr. Inga Beck und ihr 7-Monate altes Kind - mit beeindruckenden Einblicken in die aktuelle Forschung auf dem Schneefernerhaus und wunderschönen Ausblicken auf die Bergwelt. Dass der Kleine währenddessen einschlief war definitiv nicht dem Inhalt der Führung zuzuschreiben ;)

 

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Scientists warning - a call for signatures

From the Alliance of World Scientists

 

If you are a scientist from any scientific discipline, we invite you to sign our Viewpoint article “World Scientists’ Warning of a Climate Emergency” by Ripple et al. 2019, which is now in press with Bioscience Magazine. It is important that we get signatories from a wide variety of scientific disciplines. By signing, you will be included in the full list of scientists who have signed this article and your name will be published in the Bioscience supplement to the article as an official signatory.

 

Before signing, we ask that you view this short article (the main text can be read in < 8 minutes), or read the condensed version on the webpage of the Alliance of World Scientists. When you click “sign the article” and add your name, you will be indicating that you generally agree with our article, helping get this message to world leaders. Note that signatories speak on their own behalf and not on behalf of their affiliated institutions. After you sign, it may take a couple of hours for your signature to show up on the list of signatories.

 

Please forward this to all your colleagues. Thank you!

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Klimaexkursionen mit WissenLeben

Natur, Einsamkeit, Schönheit, ...Wandern macht die Seele frei und inspiriert. Auf unseren Klimaexkursionen verbinden wir wunderschönes Naturerlebnis mit inspirierenden Diskussionen und Zeiten der Stille - eine wunderbare Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen.

 

Hier eine kleine Auswahl von Bildern von unserer Tour über die Knorrhütte auf die Zugspitze:

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Ein Aufruf an alle: Jetzt endlich konkret handeln!

Liebe Freunde und Kollegen,

 

Zugegeben, es kann deprimieren, wenn man liest, dass der Verbrauch der fossilen Energien im Jahr 2018 höher war als je zuvor (unser Blogartikel).

 

Aber diese Information kann und MUSS uns alle anstacheln, uns noch mehr für den Klimaschutz einzusetzen.

 

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, es zu schaffen, immer niedriger wird - Aufgeben ist keine Option!

 

Wer aufgibt, gibt sich und seine Kinder, seine Freunde und die Menschheit auf. Das ist schlimmer als alles andere.

 

Also: Dranbleiben. Bitte. Für dich. Für mich. Und für uns alle.

 

Und immer noch ein wenig mehr tun, noch ein wenig weiterdenken, noch ein wenig mehr hinterfragen - sich selbst, die Freunde, die Kollegen, den Arbeitgeber, die Gesellschaft, die Politik.

 

Ehrlich ansprechen, was man denkt. Freundlich. Aber ehrlich. Die Leute sollen und müssen sich schämen, die unser aller Zukunft mit zerstören. Und das sollten und müssen wir ihnen auch ehrlich sagen.

 

Und dann noch ein wenig mehr aufmucken, ein wenig mehr Klartext reden, und noch viel mehr aktiv werden.

 

  • Hast Du schon den Stromanbieter gewechselt? Die Bank? Die Versicherung? Deine Geldanlagen?
  • Hast du mal überlegt, dein Auto einige Zeit stehen zu lassen und auszuprobieren, wie es ist ohne Auto zu leben? Einfach mal mit dem Rad zum Einkaufen fahren; mit dem Zug ins Wochenende?
  • Hast du mal probiert, einfach nicht mehr zu fliegen. Punkt. Einfach beschliessen, nicht mehr zu fliegen. Das erleichtert es, sich jedes mal neu zu überlegen, ob man fliegt oder nicht.
  • Hast du probiert, ausschliesslich Öko oder gebraucht zu kaufen (alles, nicht nur die Bananen, auch Kleidung etc.). Das befreit sehr vom Konsumwahn, denn alle Schnäppchen sprechen einen eh nicht mehr an.
  • Hast du versucht, dich zu befreien von all dem Zeug, von dem wir alle eh zu viel haben; statt etwas Neues zu kaufen, ein paar Sachen abzugeben?
  • Hast du versucht, weniger tierische Produkte zu essen und überhaupt weniger Nahrungsmittel zu kaufen, damit es nicht schlecht wird?
  • Hast du versucht, unverpackt zu kaufen? Und nicht mehr online zu bestellen?
  • Hast du versucht, statt abends sonst was zu unternehmen, öfter einfach zu hause zu bleiben und den Abendhimmel zu geniessen?
  • Hast du versucht, mit dem glücklich zu sein, was du hast, jetzt, hier, direkt bei dir? Und nicht so oft zu überlegen, was du NICHT hast?
  • Hast du versucht, Leserbriefe zu schreiben zu den Themen, die dich beschäftigen; Politiker anzurufen und zu treffen; Anreize für dich und deine Mitmenschen zu geben, um die Wende zu beschleunigen; auf Demos zu gehen, zu streiken, einen Preis auf CO2 zu fordern?

Die notwendige Wende ist voll von unglaublich schönen, befreienden, erleichternden, entstressenden, angenehmen Möglichkeiten. Aber auch voller Dinge, bei denen wir uns überwinden müssen.

 

Vielleicht ist das ein oder andere auch unangenehm, beängstigend zu tun. Aber wenn man die Vision im Auge behält - eine lebenswerte Zukunft ohne Gefahr der totalen Zerstörung unserer Lebensgrundlagen - da lohnt sich doch aller Einsatz!

 

Man muss ja nicht alles tun - aber es reicht nicht, sich auf die paar Dinge zu beschränken, die einem selbst nichts ausmachen. Wir brauchen mehr. Viel mehr.

 

Vor allem müssen die Politiker erfahren, dass sie eben NICHT gewählt werden, wenn sie nichts tun. Und diesen Druck müssen sie spüren. Den spüren sie aber nicht, wenn wir nur zu hause beim Bier uns aufregen. Wir müssen raus. Alle.

 

Raus aus unseren Wohnzimmern, rein in die Medien, auf die Straße, in die Gesellschaft. Augen und Mund weit auf!

 

Und wir müssen den Medien zeigen, dass wir nicht auf ihre flache oberflächliche unverantwortliche Werbung hereinfallen. Werbung für Dinge, die unsere Zukunft zerstören (SUVs, Kreuzfahrten, Flüge etc..) muss massiv angekreidet werden. Öffentlich. Ebenso die Zeitungen und Journale, die Radio- und TV-Sender, die diese Werbung veröffentlichen.

 

Es gibt genug zu tun.

 

Auf geht´s. Wir sind dran.

 

Maiken

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Energiewende?! Noch nie wurden so viele fossile Brennstoffe verbraucht wie heute!

 2018: Energiewende? Die Realität ist eine andere. Die Welt ist vom Ausstieg aus fossilen Energien und der Reduktion des CO2-Eintrags in die Atmosphäre weiter entfernt als je. Noch nie wurden so viele fossile Brennstoffe (Erdöl, Erdgas und Kohle) verbraucht!

Ein Artikel von Josef Jenni und
Christian Moser

 

Es ist bizarr: Themen wie Klimawandel, Energiewende, steigende Meeresspiegel, schmelzende Gletscher, Reduktion des CO2, alternative Energien etc. dominieren den politischen Diskurs. Die politischen Grundsatzbeschlüsse erwecken den Eindruck, die Herausforderungen wären erkannt, aber die Fakten sprechen ein völlig anderes Bild. Die Nutzung und die Verschleuderung umweltschädlicher fossiler Ressourcen schreiten zu neuen Rekordhöhen ungebremst voran. Dies zeigen die vom Energiekonzern BP kürzlich publizierten Weltenergiezahlen 2018.

— Sowohl bei der Erdölförderung wie beim Erdölverbrauch wurden neue historische Rekordwerte erreicht. Die Zunahme bei der Produktion geht im Wesentlichen auf die um einen Sechstel (!) gesteigerte Förderung in den USA zurück, der Mehrverbrauch geht auf die Kappe der USA und China. Das geht aus dem neuesten BP Statistical Review of World Energy hervor.

 

Die Förderung und der Verbrauch von Erdgas erreichte ebenfalls historische Höchstwerte, wobei hier auffällt, dass die Zuwachsraten mit jeweils über 5% so hoch sind wie seit über 30 Jahren nicht mehr. Vor allem die USA, Russland und der Iran sind für die Mengenzunahme bei der Produktion verantwortlich.

 

Nachdem die Kohleförderung in den letzten drei Jahren leicht abgenommen hatte, stieg sie nun wieder um über 4% an und erreichte den zweithöchsten historischen Wert. Verantwortlich dafür waren insbesondere China, Indien und Indonesien. Auch der Kohleverbrauch hat wiederum zugenommen, wobei hier vor allem Indien der Treiber war.

 

Der Prozentanteil nichtfossiler Energieträger pendelt seit 1995 bis heute zwischen 13 und 15 Prozent. Auch wenn der Anteil erneuerbarer Energien wiederum beachtlich gesteigert werden konnte (um 14.5%, was allerdings weniger ist als im Vorjahr), verpufft diese Zunahme angesichts des horrenden Mengenwachstums bei den fossilen Energieträgern.

 

Die Konsequenzen sind zwangsläufig dieselben wie in den Vorjahren:

 

Im Jahre 2018 wurden 33‘685 Millionen Tonnen CO2 neu in die Atmosphäre ausgestossen, so viel wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit, 645 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. Dies ist die grösste prozentuale Zunahme in den letzten fünf Jahren.

 

Der Anteil an atmosphärischem CO2 hat mit 408,5 ppm ebenfalls einen neuen Rekordstand erreicht. Die Haupttreiber sind die Staaten Süd- und Ostasiens; Nordamerika und Europa stagnieren. Um den Treibhauseffekt und die Erderwärmung tatsächlich zu stoppen, wäre ein entschiedeneres Umdenken erforderlich.

 

Angesichts der weitgehenden Wirkungslosigkeit politischer Bemühungen scheint die Situation in der Zwischenzeit doch dermassen grotesk zu werden, dass selbst Manager des BP-Konzerns ein Unwohlsein überkommt. In ihrem eigenen Jahresbericht wird der BP-Chefvolkswirt Spencer Davis mit den folgenden Worten zitiert:

 

Es besteht ein wachsendes Missverhältnis zwischen den gesellschaftlichen Forderungen nach Massnahmen gegen den Klimawandel und dem tatsächlichen Tempo des dabei erzielten Fortschritts, wobei der Energiebedarf und die CO2-Emissionen so schnell steigen wie seit Jahren nicht. Das ist kein nachhaltiger Weg.

 

Und Bob Dudley, BP Group Chief Executive, doppelt nach:

 

"Je länger die CO2-Emissionen weiter steigen, desto schwieriger und teurer wird die letztendlich notwendige Anpassung auf Netto-Null CO2-Emissionen sein" …

„Wie ich bereits zu einem früheren Zeitpunkt ausgeführt habe, ist dies kein Wettlauf um erneuerbare Energien, sondern ein Wettlauf um die Verringerung der CO2-Emissionen auf vielen unterschiedlichen Ebenen."

 

Der Jahresbericht der BP mit den Energiezahlen sollte so gelesen werden:

 

Es ist höchste Zeit, dass die für die Energiewende erforderlichen Massnahmen entschiedener, ernsthafter, schneller und konsequenter an die Hand genommen werden.

 

Die Energiewende wird nur gelingen, wenn die Produktion von Energie aus erneuerbaren Quellen weiter gesteigert und der Verbrauch fossiler Energien deutlich reduziert werden. Die an internationalen Konferenzen anvisierten und teilweise festgelegten Zielsetzungen, bestimmte Effekte des Verbrauchs an fossilen Energieträgern, wie die Klimaerwärmung, einzugrenzen, sind zwar besser als gar keine Massnahmen, sie lassen es aber zu, bis zum Erreichen des Werts, der nicht überschrit­ten werden soll, weiter in gleichem Masse auf die bisherigen fossilen Energieträger zu setzen und den politisch eingeräumten Spielraum vollständig auszunutzen.

 

Angesichts des Umstands, dass die Folgewirkungen des CO2-Eintrags sich erst mittelfristig auswirken und ein kurzfristiger Rückgang sich nicht sofort niederschlagen wird, ist ein Verhalten gefordert, dass auf wirksame Massnahmen setzt. Mit anderen Worten heisst dies, dass jetzt SOFORT und DRINGLICHST gehandelt werden muss, denn die Erdöl- und Erdgas­vorräte, selbstverständlich auch diejenigen an Kohle, sind immer noch viel zu gross. Die Vorräte an fossilen Energieträgern sind zu gross, das Klima erträgt ihren Verbrauch nicht.

 

Die Energiewende MUSS JETZT erfolgen.

(Anmerkung: Und dazu benötigen wir jeden, der das versteht, unter Einsatz von allen Kräften. es geht um alles. Das muss uns endlich wirklich klar werden).

 

Josef Jenni

International anerkannter Solarpionier und Energiefachmann; El. Ing. HTL,

Gründer und Geschäftsführer Jenni Energietechnik AG, Oberburg BE

 

Christian Moser

Lic.phil.nat. (dipl. Geograph) / Politologe

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Ein ungemütlicher Filmabend

Die Titanic wird oft als Sinnbild für die Überheblichkeit und  Dummheit der Menschheit verwendet. Jeder kennt diesen Film. Aber wie sehr dies Sinnbild zutrifft wurde mir erst gestern beim Filmabend  mit meinen Töchtern richtig klar.

 

Im Film "Titanic" geht es um den Größenwahn des Erbauers, der durch Superlativen Schlagzeilen machen will. Trotz Warnungen vor Eisbergen lässt er die Maschinen auf Volldampf fahren. Bei der Geschwindigkeit und der Größe des Schiffes war ein rechtzeitiges Ausweichen nicht möglich. Der Film geht auch

  • um die Kurzsichtigkeit, nur an das zu denken, was man sich wünscht (positive Schlagzeilen) statt auch das zu bedenken, was sich ereignen kann, wenn etwas schiefgeht. Und abzuwägen, welche Handlung am verantwortlichsten ist.
  • um die Überheblichkeit, anzunehmen, dass einem eine Katastrophe nicht passieren kann, dass man alles im Griff hat.
  • um die Ungleichhheit und Ungerechtigkeit zwischen Menschen und um die Arroganz und Kaltblütigkeit der oberen Klasse, die sich einen Dreck scheren über das Leben und Überleben der anderen.
  • um den Egoismus der Menschen, die nur an ihr eigenes Überleben denken, nicht an das der anderen.
  • um die tiefe Innigkeit und Fürsorge zweier Menschen, die sich lieben.

Es gibt sicher kaum einen Menschen, der am Ende dieses Films nicht Tränen in den Augen hat.

 

Auch wir sitzen auf einem riesigen Dampfer (der Weltwirtschaft) und fahren volle Fahrt ins Verderben. Wenn wir diesen Film anrührend finden, wenn wir klar wahrnehmen, wie ungerecht und schrecklich die Situation auf der Titanic war, warum handeln wir dann dennoch auf globaler Ebene so erschreckend ähnlich? Auch die angehende ökologische und klimatische Katastrophe wird verursacht aus

  • Kurzsichtigkeit, nur an das zu denken, was man sich wünscht (Reichtum, Wachstum, Freiheit), statt auch das zu bedenken, was sich ereignen wird, wenn wir nicht rechtzeitig handeln.
  • Überheblichkeit, anzunehmen, dass wir die Katastrophe technisch lösen können und daher unser Verhalten nicht schleunigst ändern müssen.
  • Arroganz und Egoismus zu denken, dass die Katastrophen einen nicht persönlich betreffen.
  • mangelnder Liebe und Fürsorge füreinander und für die Mitwelt.

Der Film ist es sehr wert, gerade jetzt wieder gesehen zu werden - am besten mit einer Gruppe von Freunden und anschliessender Diskussion und Aufgabenverteilung, wer was wann anpackt. Möglichst bald.

 

Denn ein Dampfer bewegt sich erschreckend langsam, wenn er auf Volldampf ist.

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